Winter-Zubehör fürs Auto: Tops und Flops

11.1.2019

In der kalten Jahreszeit gehören Winter-Gadgets und Zubehör fürs Autos selbstverständlich dazu. Doch ist wirklich alles nützlich, und erfüllen die beheizbaren Utensilien wirklich ihren Zweck? Wir haben uns einige tatsächliche und vermeintliche Helferlein genauer angesehen und mussten feststellen, dass Wärme allein noch keine zufriedenstellende Wirkung zeigt.

 

Autoschluss wird mit Spray enteist

Diese Tipps und Gadgets helfen durch den Winter

Türschlossenteiser im Auto?

Ja zum Türschlossenteiser, nein zum Auto. Der Enteiser gehört bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in die Hand- oder Manteltasche. Auf gar keinen Fall ins Auto legen, von innen bei geschlossenen Türen konnte noch kein Türschloss enteist werden!

Pflegestift für Türdichtungen?

Damit man nach erfolgreicher Enteisung des Schlosses auch die Tür öffnen kann, empfiehlt es sich, die Türdichtungen mit speziellen Pflegestiften auf Silikonbasis zu behandeln. Sie reduzieren das Einfrieren von Türen und Heckklappe.

Heizlüfter für den Autoinnenraum?

Hier dürfen nur Produkte verwendet werden, die für den Innenraum eines Autos geeignet sind. Heizlüfter, die für den Haushalt bestimmt sind, können beim Einsatz im Auto zu Fahrzeugbränden führen.

Batterien für Funkfernbedienung checken?

Kann bei niedrigen Temperaturen durchaus sinnvoll sein. Sind die Batterien vielleicht schon etwas älter, dann können sie im Winter schnell komplett versagen. Daher lieber frühzeitig wechseln. 

Beheizte Waschdüsen?

Durchaus nützlich, sie verhindern die äußerliche Vereisung der Waschdüsen, können aber nicht das ganze Scheibenwaschanlagensystem vor dem Einfrieren schützen. Elektrische Tauchsieder oder Rohrschlangen, die Wärme vom Kühlmittel auf die Waschanlage übertragen sollen, haben meist keine Wirkung. Abhilfe schafft ausreichend Winter-Wischwasserzusatz in der Scheibenreinigungsanlage. Dann kräftig sprühen, bis sich der Frostschutz in den Schläuchen verteilt. 

Diese Gadgets und Tricks braucht kein Autofahrer

Beheizbarer Eiskratzer?

Klingt gut, hat aber wenig Sinn, da der Kratzer nicht warm genug wird, um das Eiskratzen wirklich zu beschleunigen. Auch wenn er tatsächlich in kürzester Zeit auf hohe Temperaturen kommen würde, wäre ein solches Produkt nicht zu empfehlen: Es bestünde dann nämlich die Gefahr, dass die Autoscheiben wegen des großen Temperaturunterschieds springen. 

Beheizbarer Türschlossenteiser?

Auch hier: Um wirklich wirksam zu sein, werden die Produkte nicht heiß genug. Besser: die Türschlösser mit geeigneten chemischen Enteisern behandeln, am besten direkt nach einer Fahrzeugwäsche. Dabei am besten die Türschlösser abkleben, damit kein Wasser im Schloss gefrieren kann. 

Heißes Wasser zum Scheibenenteisen?

Gar keine gute Idee und Finger weg! Durch den Temperaturschock können die Scheiben Risse bekommen oder platzen und müssen dann ausgetauscht werden. 

Wischwasser Marke Eigenbau?

Geld sparen und bessere Wischleistung, wenn man es selbst macht? Leider nein. Wer Spülmittel und Spiritus selbst mixt, bekommt nur eine völlig unzureichende Reinigungsleistung, es besteht sogar die Gefahr, dass Kunststoff- und Gummiteile Schaden nehmen. Also hier gilt: am besten nur namhafte Produkte verwenden – und passend zu den Temperaturen dosieren.

Wie Sie ihr Auto fit für den Winter machen, lesen Sie hier.

Tipp Icon

Diese Dinge gehören im Winter ins Auto bzw. sollten vor Abfahrt griffbereit sein

  • Handfeger
  • Eiskratzer
  • Abschleppseil
  • Batterieladegerät
  • Decke
  • Abdeckfolie für die Windschutzscheibe 
  • Ersatz-Scheibenwischzusatz für den Winter
  • 12-V-Ladegerät für das Mobiltelefon (Akkus entleeren sich bei niedrigen Temperaturen schneller) 
  • Handschuhe
  • Taschenlampe
  • In alpinen Gegenden zusätzlich Schneeketten, Klappspaten, etwas Streusplit