Alles zur Autobatterie

21.1.19

Die Autobatterie ist als Energiespender eines der wichtigsten Teile des Fahrzeugs. Doch welche Batterie ist die richtige, wie pflege ich sie und was kann ich tun, damit mein Auto im Winter nicht liegenbleibt? Hier finden Sie die Antworten.

Messung der Spannung an einer Autobatterie
Ohne funktionsfähige Autobatterie läuft nichts.

Auswahl

Einige Autos benötigen spezielle Batterietypen. Grundsätzlich sollte daher vor dem Kauf einer Ersatzbatterie in der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges nachgesehen werden. Dort ist üblicherweise vermerkt, wenn nur ein bestimmter Batterietyp verwendet werden darf.

Gehäusegröße und elektrische Daten müssen passen

Bei der Ersatzbeschaffung einer Batterie sollte man sowohl bei der Gehäuse-Bauform als auch bei den elektrischen Werten (Spannung, Kapazität, Kaltstartstrom) dieselbe Größe wie beim ursprünglichen Stromspeicher wählen. Die Angaben lassen sich entweder von der alten Batterie ablesen oder der Bedienungsanleitung entnehmen. Geringfügige Abweichungen nach unten (etwa 44 Ah Kapazität anstelle von 47 Ah) sind unproblematisch. Abweichungen nach oben bringen Reserven, müssen aber nicht sein.

Qualitätsgeprüfte Batterien im Pannenfall vom Gelben Engel

Eine weitere Praxishilfe bieten die 1700 ADAC-Straßenwachtfahrzeuge. Starthilfe ist eine der häufigsten Aufgaben. Für den Fall, dass die Fahrzeugbatterie nicht mehr reaktiviert werden kann, haben die „Gelben Engel“ für die meisten Fahrzeugmodelle qualitätsgeprüfte Batterien an Bord und bauen sie auf Wunsch auch ein, was einen extra Gang zur Werkstatt spart.

Pflege

Im Schnitt hält eine Autobatterie etwa vier bis fünf Jahre. Wer den Stromspeicher möglichst lange nutzen will, sollte ihn sorgfältig pflegen.

Unsere Empfehlungen

  • Autobatterien dürfen nicht über einen längeren Zeitraum gekippt werden. Daran sollte man denken, wenn ein Fahrzeug etwa im Winter schräg aufgebockt oder auf Rampen gestellt wird. Denn auch Stromspeicher ohne Verschlussstopfen können durch das Entlüftungslabyrinth ätzende Säure verlieren, die umliegendes Blech beschädigt.
  • Beim Rütteln kann durch Entgasungsöffnungen Säure entweichen – beim Transport deshalb besonders vorsichtig sein! Am besten Handschuhe benützen.
  • Bei einer Starthilfe die richtige Reihenfolge der Anschlüsse einhalten.
  • Elektrostatische Aufladung des Batteriegehäuses vermeiden, weil trotz konstruktiver Maßnahmen das Überspringen eines Funkens ins Innere nicht ausgeschlossen werden kann. Deshalb sollte man eine Batterie nie mit einem trockenen Tuch abwischen.
  • Tiefentladene Batterien müssen nicht zwangsläufig defekt sein; sie sollten an ein geeignetes Ladegerät angeschlossen werden.
  • Wenn eine Batterie einen Totalausfall zeigt, sollte man die Ladeeinrichtung des Fahrzeugs (Generator, Regler, Leitungsverbindungen) überprüfen, um bei einem Fehler in diesem Bereich eine Schädigung der neuen Batterie zu vermeiden.

Batterie im Winter

In der ADAC Pannenstatistik sind startunwillige Batterien jeden Winter auf dem vordersten Platz – und das keineswegs nur bei älteren Autos. Da stellt sich die Frage: Was kann ich als Autofahrer tun, damit hier keine Schwierigkeiten auftreten?. Hier unsere Tipps:

Die wichtigste Regel: Strom sparen

Der Strombedarf im Winterbetrieb liegt deutlich höher: Licht, Scheibenwischer, Gebläse, heizbare Heckscheibe auch noch eine Sitzheizung - all das kann mehr Energie verbrauchen, als die Lichtmaschine in der Lage ist, nachzuladen - insbesondere im Kurzstreckenverkehr! Man sollte also starke elektrische Verbraucher wie die Heckscheibenheizung, sobald sie für freie Sicht gesorgt hat, ausschalten. Dabei ist aber klar: An der Beleuchtung darf an bei schlechten Sichtverhältnissen natürlich nicht sparen!

Nachladen und prüfen – ehe der Akku zum Akutfall wird

Hat die Batterie schon bei milden Außentemperaturen Mühe, den Anlasser durchzudrehen, dann ist mit einsetzendem Frost ein Zusammenbrechen vorprogrammiert. Im günstigeren Fall hilft eine Vitalkur am Ladegerät. Wenn die Batterie aber zu alt ist (bereits ab vier Jahren kann es kritisch werden) oder in der Vergangenheit ein- oder mehrmals "tiefentladen" war (leergesogen durch nicht abgeschaltete Verbraucher), dann hilft nur ein Austausch. Wer nicht bis zum ersten Ausfall warten will: ADAC Prüfzentren sowie Autowerkstätten haben die Möglichkeit, die "Kaltstartfähigkeit" des Stromspeichers zu testen.