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Tschechien | Prag | 02.12.2019

Tschechien: Staus an den Grenzen

LKW fährt auf Autobahn in Tschechien
Freie Fahrt an den Grenzen zu Tschechien dürfen Autofahrer im Dezember nicht erwarten

An den Grenzen nach Tschechien drohen Anfang Dezember lange Lkw-Staus. Diese könnten sich auch auf den Pkw-Verkehr auswirken.

Am 1. Dezember ist in Tschechien ein neues satellitengestütztes Maut-System für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen Zulassungsgewicht an den Start gegangen. Czechtoll, der neue Betreiber der Lkw-Maut, weist darauf hin, dass rund 140.000 Lkw und Reisebusse noch immer nicht mit neuen Bordgeräten ausgerüstet und registriert sind. Das Unternehmen rechnet daher mit langen Warteschlangen an den Grenzen, wenn Lkw-Fahrer das Bordgerät erst an den Verkaufspunkten hinter der Grenze kaufen, statt es im Voraus online zu bestellen. Der Lastwagen-Rückstau könnte auch den Pkw-Verkehr zum Erliegen bringen.  

Diese deutschen Grenzübergänge sind besonders staugefährdet: 

  • A17 Dresden – Prag (Breitenau)
  • B174 Reitzenhain
  • B92 Schönberg
  • B303 Schirnding
  • A6 Nürnberg – Pilsen (Waidhaus)
  • B20 Furth im Wald
  • B11 Bayrisch Eisenstein
  • B12 Philippsreut

Um die Situation zu entschärfen, hat Czechtoll an Brennpunkten weitere mobile Verkaufsstellen und Ausweichparkplätze eingerichtet. Auch wenn das befürchtete Chaos an den ersten Dezember-Tagen ausgeblieben war, sollten sich Reisende nicht in Sicherheit wiegen. Die Lage könne sich relativ schnell ändern, so Czechtoll.

Tipps für Reisen nach Tschechien

Wir empfehlen Auto-, Bus- und Brummifahrern, sich vor Fahrtantritt beim ADAC über die aktuelle Verkehrslage an den Grenzen zu informieren und gegebenenfalls auf kleinere Grenzübergänge auszuweichen. Über die Lage in Tschechien selbst informieren die Transportbehörden*. 

Noch ein Hinweis für Bus- und Brummifahrer: Wer ohne das neue Bordgerät unterwegs ist, dem droht ein Bußgeld von umgerechnet knapp 4000 Euro. Die Lkw-Maut gilt für alle Fahrzeuge mit einem Zulassungsgewicht von mehr als 3,5 Tonnen.


Text: KD mit Material von dpa. Foto: Shutterstock/Jan Nedbal.

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de

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