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Die 11 schönsten Zugfahrten der Welt

Ein Zug fährt in Cinque Terre in Italien direkt am Meer
Die Bahnstrecke entlang der Cinque Terre an der Steilküste Liguriens ∙ © Shutterstock/Morozova Oxana

Spektakuläre Bahnstrecken gibt es überall – hier eine Auswahl von 11 besonderen Zugfahrten auf allen Kontinenten – kurze und lange, preiswerte und teure, in Linien- und in Sonderzügen.

1. Für Wanderer: Cinque Terre in Italien

Auf der Linie von Levanto nach La Spezia verbinden Züge von Trenitalia* die fünf Dörfer der Cinque Terre. Zwischen den Bahnhöfen von Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore verläuft die Strecke oberhalb der Steilküste zum Teil in Tunneln. Sie ist der wichtigste Verkehrsweg für Einheimische und die ideale Verbindung für Aktivurlauber auf dem Sentiero Azzurro. Dieser Weg ist sehr populär geworden, daher kommen Wanderer am besten in der Nebensaison.

2. Für Skifahrer: Schweizer Seilbahn-Zubringer

Zwei besonders tunnel- und brückenreiche Strecken der Rhätischen Bahn* im Kanton Graubünden zählen seit 2008 zum UNESCO-Welterbe. Von Sankt Moritz bringen die knallroten Waggons auf einer Trasse mit 1000 Millimeter Spurbreite Wintersportler zu den Seilbahn-Talstationen von Diavolezza und Lagalp. Wer hier aus- oder einsteigen möchte, muss im Zug bzw. am Bahnsteig einen Knopf drücken – in der Durchsage auf Rätoromanisch heißt das: "Fermeda sün dumanda!"

3. Für Schottland-Fans: Moore, Seen und Berge

Zwischen Glasgow und Mallaig an der schottischen Westküste ist beim Blick aus den Fenstern der West Highland Line* viel Abwechslung geboten: Es zeigen sich die schönsten schottischen Seen wie der Loch Lomond bei Arrochar & Tarbet, das von Menschenhand kaum berührte Rannoch Moor und manchmal Rotwild im Heidekraut. Corrour auf 409 Metern über dem Meer ist der höchstgelegene Bahnhof einer Hauptbahn im Vereinigten Königreich und liegt mitten im Nichts abseits jeglicher Ortschaften und Autostraßen.

4. Für Krimifans: Hochspannung in sieben Ländern

Agatha Christie ließ ihren Romandetektiv Hercule Poirot einst von Konstantinopel über Calais nach London reisen und einen Mord aufklären. Wer Sinn für Nostalgie und Luxus sowie das nötige Geld hat, steigt in den Venice Simplon-Orient-Express*, der einmal jährlich von Paris in sechs Tagen nach Istanbul fährt. Das wichtigste Ziel ist hier der Zug selbst, in dem Champagner geschlürft, luxuriös gespeist und dreimal übernachtet wird. In Budapest und Bukarest sind noble Hotels und exklusive Touren reserviert.

5. Für Wasserratten: In der Wanne durch Japan

Der Luxus-Schlafwagenzug Shiki-Shima mit Haute-Cuisine-Verpflegung befördert seit 2017 maximal 33 Passagiere ab Tokio über die Insel Honshu. Die East Japan Railway Company* stimmt das Programm der Rundreisen saisonal ab, es umfasst zum Beispiel Weinseminare und den Besuch einer Werkstatt für traditionelle Lackarbeiten.

Zur futuristischen Ausstattung gehören zwei Panoramawagen und Suiten in unterschiedlichen Kategorien. Die nobelste, das Deluxe Suite Room, ist eine rollende Maisonette samt Feuerstelle und traditioneller japanischer Badewanne aus Zedernholz.

6. Für Teetrinker: Im Bummelzug durch Sri Lanka

Sehr gemächlich verläuft die Fahrt durch das Hochland der Insel Ceylon im Indischen Ozean, in dem der berühmte Tee wächst. Zu beiden Seiten der Strecke von Ella nach Kandy ziehen sich die tiefgrünen Teegärten dahin, dazwischen ragt der markante Adams Peak auf. Wer die Fahrt zum Beispiel in Hatton unterbricht, kann dort die Rothchild´s und Norwood Tea Factories besuchen.

Kein Scherz: Auf der Website der Sri Lanka Railways* lässt sich auch berechnen, was die Beförderung von Hühnern in belüfteten Boxen und von Fischen in Begleitung ihres Eigentümers kostet.

7. Für Feinschmecker: Railway Market in Thailand

Mitten durch die Verkaufsstände auf dem Markt der Kleinstadt Mae Klong, südwestlich von Bangkok, wurde eine Trasse der State Railway of Thailand* gelegt. Achtmal täglich räumen die Händler Mangos und Garnelen aus dem Weg und klappen die Betreiber der Garküchen die Markisen ein.

Dann tuckert der Zug im Schritttempo vorbei, und kurz darauf wird auf den Gleisen wieder ge- und verkauft. Daher sind auch die Namen "Railway Market" und "Schirme-Zurück-Markt" gebräuchlich.

8. Für Botaniker: Im Regenwald Australiens

Tropische Vegetation und Obstplantagen mit Mangos und Orangen bedecken weite Teile des Bundesstaates Queensland. In der Küstenstadt Cairns macht sich die Kuranda Scenic Railway* auf nach Kuranda, 328 Meter über dem Pazifik.

Die Bahn trägt ihren Namen zu Recht: Links und rechts von ihr rauschende Wasserfälle, schroffe Berghänge und die enge Schlucht des Flusses Barron. Dazwischen herrscht ein üppiges Gewirr aus 1200 Arten von blühenden Pflanzen wie zum Beispiel Orchideen und 800 Baumspezies, darunter Würgefeigen und Palmen.

9. Für Tierfreunde: Von Ost- nach West-Afrika

Starke Kontraste prägen diese Durchquerung des schwarzen Kontinents: Luxuriös und sicher reisen die betuchten Kunden mit Rovos Rail* von Dar es Salaam/Tanzania an der Küste des Indischen Ozeans nach Westen, durchqueren Zambia und den Kongo und kommen in Lobito/Angola am Atlantik an.

Unterwegs geht es durch Wildreservate und Nationalparks, manchmal blockieren Antilopen oder Elefanten die Gleise. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Exkursion zu den tosenden Chisimba Falls, eine Fly-Drive-Safari in den South Luangwa National Park und der Besuch einer Kupfermine.

10. Für Mutige: In der Schwebe in Ecuador

Besonders dramatisch und originell ist die Strecke an der sogenannten Teufelsnase, einem Berg mit fast senkrechten Wänden im Zentrum Ecuadors. Wegen dieser besonderen Topografie wurde die Trasse nahe Sibambe im schwindelerregenden Zick-Zack-Muster gebaut, in dem sich die Züge von tren Ecuador* vor und zurück nach oben schaukeln.

Nur so können sie den Höhenunterschied von 500 Metern auf den 12,5 Kilometern von Sibambe nach Alausí bewältigen. Für viele Ecuador-Reisende ist diese Fahrt fester Bestandteil ihrer Tour.

11. Für Wetterfeste: Gipfelstürmer in Neuengland

Seit 1869 dampft die Mount Washington Cog Railway* auf den gleichnamigen, 1917 Meter hohen Berg in New Hampshire. Da eine Fahrt rund eine Tonne Kohle und 3800 Liter Wasser verbraucht, sind seit 2008 meist mit Biodiesel betriebene Lokomotiven im Einsatz.

Auf dem Berg wurde 1934 mit 372 km/h die bislang weltweit höchste Windgeschwindigkeit gemessen. Manchmal fallen die Temperaturen unter minus 40 Grad Celsius. Klar, dass auf dem Gipfel im Oktober 2019 ein Wettermuseum eröffnete und man sich für den Rundblick auf fünf Bundesstaaten warm anziehen sollte.

Natürlich muss man nicht um die halbe Welt reisen, um eine besondere Zugfahrt zu genießen. Hier finden Sie eine Zusammenstellung der schönsten Bahnstrecken in Deutschland.

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