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Der ADAC

Die 14 schönsten Wanderwege in Deutschland

Wandern im Herbst in Deutschland
Wandern liegt im Trend, vor allem im Herbst: Die Nachfrage nach Wanderurlaub in Deutschland ist stark gestiegen ∙ © ddp+Shutterstock [M]

14 Wanderwege für einen Ausflug oder Urlaub in Deutschland: Von Niedersachsen bis Bayern und von der Pfalz bis zum Erzgebirge – für Einsteiger und Fortgeschrittene, Familien und Individualisten. Plus: Tipps zur Planung und fürs Wandern in Corona-Zeiten, auch in den Bergen

  • Vorab bei Experten vor Ort informieren über die Auslastung beliebter Wege

  • Weniger frequentierte Wegabschnitte nutzen, Tagesetappen als Alternative zu Rundtouren

  • Große Auswahl: "Wanderbares Deutschland" bietet 15.000 Kilometer Qualitätswege

Wandern in Corona-Zeiten

Wandern boomt: Aufgrund der Einschränkungen bei Auslandsreisen hat sich die Nachfrage nach Wanderurlaub in Deutschland deutlich erhöht. Das hat der Deutsche Wanderverband jetzt bei einer Umfrage festgestellt. Deshalb rät der DWV, die breite Auswahl zu nutzen, die das Netz markierter Wanderwege bietet, zum Beispiel rund 15.000 Kilometer zertifizierte Qualitätswege unter dem Motto wanderbares Deutschland*.

Da ausgezeichnete Wege sehr gefragt sein könnten, empfiehlt der Verband, sich vorab vor Ort bei Tourist-Informationen, Wandervereinen und Naturschutzzentren über die erwartete Auslastung zu informieren und weniger stark frequentierte Abschnitte zu wählen.

Als Alternative zu Rundtouren eigneten sich auch Tagesetappen - oft per ÖPNV gut erreichbar. Ausflügler sollten wohnortnahe Angebote bevorzugen, erreichbar zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Bei der Anreise mit dem Auto sollte man besonders stark frequentierte Wanderparkplätze meiden.

Mehr Info im Corona-Wegweiser des Deutschen Wanderverbands*.

Heidschnuckenweg  in Niedersachsen

Die Route: Verbindet die schönsten Stellen der Lüneburger Heide* zwischen Hamburg und der Residenzstadt Celle. Der Weg schlängelt sich durch mehr als 30 große und kleine Heideflächen mit Mooren, Birken und Findlingen. Auch für ungeübte Wanderer ist er hervorragend geeignet: Der höchste Punkt ist der Wilseder Berg mit gerade einmal 169 Metern. Wer im Spätsommer kommt, sieht lila – die Heide blüht Anfang von August bis Mitte September.

Gesamtlänge/Etappen: 223 Kilometer/14 Teilstrecken von 7 bis 27 Kilometern Länge. Teilabschnitte zu gehen, ist möglich.

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Von den Bahnhöfen Hamburg-Neugraben, Hamburg-Fischbek, Soltau, Unterlüß und Celle sowie von den Heideorten Egestorf und Hermannsburg sind Zugänge zum Heidschnuckenweg ausgewiesen. Außerdem verbindet von Mitte Juli bis Mitte Oktober der Heide-Shuttle* mehrere Orte an der Strecke mit den Regional-Bahnhöfen. 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Heidschnuckenweg*

Harzer-Hexen-Stieg in Niedersachsen

Die Route: Führt von Osterode im Westen nach Thale im Osten durch das nördlichste Waldgebirge Deutschlands und quert dabei den Nationalpark Harz* mit seiner wilden Bergwelt. Sprichwörtlicher Höhepunkt: die Ersteigung des sagenumwobenen Brockens (1142 Meter). "Sagenhaft" auch die Landschaft: Grüne Misch- und Nadelwälder, felsige Schluchten und steil aufragende Klippen, Hochmoore und mittelalterliche Fachwerkstädtchen sind zu bestaunen, dazu Zeugnisse der mehr als tausendjährigen Bergbaugeschichte wie die schmalen Gräben des "Oberharzer Wasserregals".

Gesamtlänge/Etappen: 94 Kilometer/fünf thematische Teiletappen und zwei Alternativ-Routen (geringere Höhenunterschiede). Einstiege können selbst gewählt werden.

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Die Startorte Osterode und Thale sind einfach mit der Bahn erreichbar, unterwegs zahlreiche Bushaltestellen des Linienverkehrs.  

Hier erfahren Sie mehr zum Harzer-Hexen-Stieg*

Märkischer Landweg in Brandenburg

Die Route: Garantiert relaxtes, ungestörtes Wandern ohne größere Steigungen durch gleich drei nationale Naturlandschaften – den Naturpark Uckermärkische Seen, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und den Nationalpark Unteres Odertal*, Deutschlands einzigen Flussauen-Nationalpark. Wildromantische Wasserläufe und weite Seen wechseln mit dichten Wäldern und sehenswerten Städtchen ab – am besten viel Zeit einplanen!

Gesamtlänge/Etappen: 217 Kilometer/10 Tagesetappen. Start entweder in Feldberg (Etappen 1a/2a) oder Fürstenberg (Etappen 1b/2b).

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Mit dem Regionalexpress von Berlin nach Fürstenberg. Oder mit der Regionalbahn bis Tantow, von dort mit dem Bus nach Mescherin.

Weitere Informationen gibt es beim Tourismusamt der Uckermark*

Oberlausitzer Bergweg in Sachsen

Die Route: Verläuft über die aussichtsreichsten Berge der Oberlausitz und des Zittauer Gebirges. Tolle Fernblicke ins benachbarte Tschechien wechseln ab mit idyllischen Orten, in denen einzigartige Umgebindehäuser Fachwerk- und Blockbauweise unter einem Dach vereinen. Von der Töpferstadt Neukirch bei Bautzen geht es zu faszinierenden Felsformationen, zur Burg- und Klosterruine auf dem Oybin und zur Schmalspurbahn auf der letzten Etappe nach Zittau. Als Alternative zu stark gefragten bekannten Routen empfiehlt Liane Jordan vom Deutschen Wanderverband diesen Qualitätsweg, dessen Reiz sich noch nicht so herumgesprochen habe.

Gesamtlänge/Etappen: 107 Kilometer/6 Etappen von 14 bis 25 Kilometern Länge

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Mit der Bahn nach Neukirch bzw. Zittau

Weitere Infos zum Oberlausitzer Bergweg*

Höhenweg Rennsteig im Thüringer Wald

Die Route: Einst ein Pfad für eilige Boten, belohnt dieser Weg durch Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge und Frankenwald heute jährlich bis zu 100.000 (!) Wanderer mit einer Fülle an malerischen Eindrücken: waldgekrönte Höhen, tiefe Täler, blühende Bergwiesen, großartige Ausblicke auf Dörfer, Burgen und Schlösser und viele historische Attraktionen versprechen Outdoor-Genuss pur.

Gesamtlänge/Etappen: 170 Kilometer/8 Etappen zwischen 19 und knapp 26 Kilometern Länge. Einstieg überall möglich. Mit dem Rennsteigbus kann man Etappen verkürzen oder auslassen.

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Hier finden Sie Infos über Bus- und Bahnverbindungen sowie den Rennsteig-Shuttle*

Erfahren Sie hier mehr über den Rennsteig*

Richtig wandern: So bereiten Sie sich auf Ihre Tour perfekt vor

1. Länge und Anstieg kalkulieren 
Gerade Anfänger sollten sich nicht übernehmen – acht bis zehn Kilometer reichen als Einstieg aus. Generell gilt: Anfänger schaffen auf ebenem Untergrund pro Stunde maximal 4 Kilometer, auf bergigem möglicherweise nur die Hälfte. Im Anstieg werden 300 Höhenmeter pro Stunde veranschlagt, im Abstieg 500.

2. Die richtige Ausrüstung wählen

  • Schuhe & Socken: Für leichtere Wanderungen genügt ein knöchelfreier Multifunktionsschuh. Längere Touren auf anspruchsvolleren Bergwegen erfordern stabilere Schuhe mit gutem Profil, die über den Knöchel reichen. Spezielle Wandersocken mit Synthetik- und Wollanteilen reduzieren das Blasen-Risiko. 

  • Kleidung: Funktionsunterwäsche, Wander-Shirt, Wanderhose und eine Fleece- oder Isolationsjacke rüsten für nahezu alle Wetterlagen. 

  • Teleskopstöcke können für Entlastung sorgen, wenn der Rucksack sehr schwer, das Gelände besonders anspruchsvoll ist oder man unter Gelenkproblemen leidet.

3. Genug Proviant mitnehmen
Auf einer Wandertour werden 350 bis 550 Kalorien pro Stunde verbraucht. Deshalb sollte man vor dem Start gut frühstücken und für unterwegs kohlenhydratreiche Lebensmittel einpacken (z.B. Studentenfutter, Obst, Vollkornbrot). Die erste Snackpause sollte man nach zwei Stunden machen, danach alle ein bis zwei Stunden immer wieder etwas essen. Regelmäßiges Trinken ist wichtig, am besten alle 15 bis 30 Minuten etwa 150 bis 200 ml Wasser, Kräuter- oder Früchtetees oder Saftschorlen. Naturfreunde haben auch immer einen kleinen Abfallbeutel dabei und hinterlassen keinen Müll.

Kammweg: Sachsen, Thüringen & Bayern

Die Route: "Miriquidi", Finsterwald, wurde das Erzgebirge früher genannt. Und tatsächlich geben auf diesem Wanderweg – einem der ältesten Europas, der heute zu den Top Trails of Germany zählt – dichte Wälder den Ton an. Von Altenberg-Geising in Sachsen geht es durch das Thüringer Vogtland bis nach Blankenstein in Bayern (hier endet übrigens auch der Rennsteig). Neben seltenen Tieren und Pflanzen gibt es auch viel über das Leben in der Region zu entdecken – Museen, Handwerksbetriebe der erzgebirgischen Volkskunst, Zeugnisse des Bergbaus, Schlösser, Burgen und Freizeiteinrichtungen wie Bäder, Sommerrodelbahnen und zwei Schmalspurbahnen.

Gesamtlänge/Etappen: 285 Kilometer/17 Tagesetappen zwischen 18 und 30 Kilometern Länge. Einstieg überall möglich.

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Direkt am Kammweg oder nur wenige Gehminuten entfernt liegen insgesamt 14 Bahnhöfe, die von örtlichen oder Regional-Bahnen angefahren werden. An den Wochenenden und in Teilabschnitten verkehren auch Busse. Fahrpläne sind unter Service, Bus und Bahn auf der offiziellen Kammweg-Homepage zu finden.

Hier geht es zur Kammweg-Homepage*

Hochrhöner: Bayern, Hessen & Thüringen

Die Route: Folgt den höchsten Erhebungen der Rhön, über Kreuzberg, Heidelstein, Wasserkuppe und Ellenbogen – spektakuläre Panoramen sind also garantiert! Die Wanderer begeistert eine außergewöhnliche Flora und Fauna, eine Komposition aus Hochmooren, Basaltseen, Buchenwäldern und Grünlandflächen, in denen sich seltene Orchideenarten, Trollblumen und Bergdisteln finden. Die besondere Naturlandschaft der Rhön, den sich die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen teilen, ist seit 1991 von der Unesco als Biosphärenreservat* deklariert.

Gesamtlänge/Etappen: rund 180 Kilometer/ 11 Tagesetappen zwischen 10 und 22 Kilometern Länge. Einstieg überall möglich.

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Reguläre und Wanderbusse fahren Dutzende Ziele in der Rhön an, teilweise auf Bestellung. Auch Radmitnahme ist möglich, z.B. per "RhönRadBus"*.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Wandern in der Rhön*

Tipps für Wege zur Deutschen Einheit

Zum 30-jährigen Jubiläum der Deutschen Einheit führen viele Wanderungen entlang der Spuren der einstigen Teilung. Dazu bietet der ADAC eine Sonderedition seiner kostenlosen Rad-und Wanderbroschüre „Grenztouren“. Auf 100 Seiten locken neun (E-)Fahrrad- und Wanderausflüge zu Entdeckungstouren von Lübeck bis ins Vogtland und zur bayerischen Grenze. Dabei führen die Touren immer entlang des Grünen Bandes* – des Naturschutzprojekts auf der über 1400 km langen einstigen Sperrzone. Die Touren z. B. für ein verlängertes Wochenende starten jeweils an einem Bahnhof und beinhalten eine größere Fahrradtour sowie eine Wanderung von etwa zehn Kilometern Länge, bei der auch Gedenkstätten besucht werden - etwa Point Alpha* bei Geisa in der thüringischen Rhön. Die Broschüre Grenztouren gibt es hier online, in teilnehmenden ADAC Geschäftsstellen und Reisebüros sowie unter per Email zu bestellen unter adac-tourset@hth.adac.de.

Milseburgweg: Von Hessen nach Thüringen

Die Route: Als verbindende West-Ost-Route zur Deutschen Einheit verläuft der Milseburgweg über die Höhen der Rhön von Hessen nach Thüringen. Auf den Start in Fulda folgen eindrucksvolle Panorama-Orte auf dem Petersberg, an der Milseburg, auf dem unbewaldeten Gipfel des Ellenbogens und auf der Hohen Geba*, wo ein kleines Museum daran erinnert, dass der Berg 30 Jahre lang als sowjetisches Militärgelände für Besucher unzugänglich war. Als Ziel wartet das Städtchen Meiningen mit Parkanlagen, klassizistischen Bauwerken und mittelalterlichen Wassergräben.

Gesamtlänge/Etappen: 82,5 Kilometer/4 Etappen von 18,5 bis 24,5 Kilometern Länge

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV:  Start und Endpunkt an den Bahnhöfen in Fulda
und Meinungen

Mehr Infos zum Milseburgweg*

Goldsteig im Oberpfälzer und Bayerischen Wald

Die Route: Der längste zertifizierte Qualitätswanderweg in Deutschland, der auch der längste Ultratrail Europas sowie einer der Top Trails of Germany ist, bietet Laufgenuss für jedes Niveau – die Südroute ist eher für Anfänger geeignet, die Nordroute geht hinauf auf Hohenbogen, Kaitersberg, Großer Arber & Co. Die Vielfalt ist faszinierend. So erwandert man auf einer Tour das "Land der 1000 Teiche", auf einer anderen gleich acht Tausender-Gipfel – an einem Tag! Auch das Blockmeer am Lusen oder die bizarren Granitfelsen am Dreisessel liegen auf der Strecke.

Gesamtlänge/Etappen: 660 Kilometer/ 23 Tagesetappen zwischen 14,5 und 32 Kilometern Länge, dazu zahlreiche Zu- und Rundwege. Einstieg an jeder Etappe möglich.

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Mit dem RIT-Ticket der Bahn können Ziel- und Rückreisebahnhof voneinander abweichen. In der Saison verkehren diverse Wanderbusse sowie die Ilztalbahn* zwischen Donau und Moldau.

Hier geht es zu den Tipps & Infos zum Goldsteig-Wanderweg*

Eifelsteig: Nordrhein-Westfalen & Rheinland-Pfalz

Die Route: Verläuft vom Aachener Dom zur Porta Nigra in Trier, passiert dabei das Hochmoorgebiet Hohes Venn, den Nationalpark Eifel* und die Vulkaneifel. Entsprechend dem Motto "Wo Fels und Wasser dich begleiten" führen viele Pfade an den Besonderheiten der Vulkanlandschaft vorbei – z.B. an den Mühlsteinhöhlen bei Gerolstein, der Weinfelder Maar und dem romantischen Butzerbachtal, das mit wilden Flussläufen, Wasserfällen und einer 30 Meter langen Hängebrücke imponiert.

Gesamtlänge/Etappen: 313 Kilometer/15 Etappen zwischen 14 und 28 Kilometern Länge. Die Strecke lässt sich auch in mehrere Abschnitte einteilen.

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Entlang der Eifelbahn-Linie Köln – Trier gibt es 19 spezielle Rad- und Wanderbahnhöfe*. In der Saison fährt der Eifelsteig-Wanderbus* an Wochenenden und Feiertagen die Etappen- und Zwischenziele an.

Hier geht es zur Homepage für den Eifelsteig*

Rheinsteig in Hessen, Rheinland-Pfalz & NRW

Die Route: Führt rechtsrheinisch zwischen Wiesbaden und Bonn durch drei Bundesländer, vorbei an der sagenumwobenen Loreley, den im Unesco-Welterbe Oberes Mittelrheintal* gelegenen 40 Burgen, Schlössern und Festungen und dem Drachenfels. Auf überwiegend schmalen Wegen und anspruchsvollen Steigen geht es bergauf und bergab durch Wälder und Weinberge; jeder einzelne Abschnitt hat sensationelle Ausblicke zu bieten. Der höchste Punkt liegt zwar nur auf 345 Metern, aber die Höhenunterschiede der einzelnen Etappen durch das Siebengebirge sollte man nicht unterschätzen!

Gesamtlänge/Etappen: 320 Kilometer/20 (vorgeschlagene) Etappen von 8,5 bis 27,5 Kilometern. Etappen und Routen können individuell zusammengestellt werden; Tagestouren sind möglich.

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: In jedem Ort am Rheinsteig gibt es einen ÖPNV-Anschluss – Bus, Bahn oder Schiff (z.B. Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt).

Hier gibt es mehr Informationen zum Rheinsteig*

Altmühltal-Panoramaweg in Bayern

Die Route: Verspricht unterschiedlichste Eindrücke. Wer von Gunzenhausen quer durch den Naturpark Altmühltal nach Kelheim wandert, streift mal durch wildromantische Felslandschaften, dann wieder durch sonnige Wacholderheiden oder sattgrüne Buchenwälder. Neben der Natur begeistern auch Kulturerlebnisse: Die Strecke führt an Schlössern und Burgen, historischen Städtchen und Zeugnissen römischer und keltischer Geschichte wie den Überresten des Limes vorbei. Noch mehr Abwechslung gewünscht? Dann empfiehlt sich ein Umsteigen ins Kajak – zum Bootwandern auf der Altmühl. 

Gesamtlänge/Etappen: 200 Kilometer/15 Tagesetappen zwischen 11 und 32 Kilometern Länge, viele davon ergänzt durch sogenannte Schlaufenwege (Rundwege).

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Gute Bahnanbindung z.B. über Nürnberg oder Ingolstadt. Im Naturpark Altmühltal verkehren regionale Buslinien, von Frühjahr bis Herbst an Wochenenden und Feiertagen auch die "FreizeitBusse" mit Fahrradanhängern.

Hier finden Sie Informationen über den Naturpark Altmühl*

200 weitere gute Wanderwege

Die Auswahl an guten Wanderwegen ist groß: Über 200 "Qualitätswege Wanderbares Deutschland" hat der Deutsche Wanderverband bundesweit zertifiziert. Hier geht es um Mehrtagestouren: Ein Weg muss mindestens 20 km lang sein, gut begehbar und nutzerfreundlich markiert, naturnah. Er bietet Abwechslung, Erlebnisse, Gastronomie sowie Nahverkehrs-Haltestellen und Parkplätze.

"Qualitätsregionen" haben zudem Unterkünfte, die Gäste auch für eine Nacht aufnehmen, mit Trockenraum für Kleidung und Schuhe sowie Abhol- und Bringservice für Wanderer und Gepäck, Infostellen mit geschultem Personal und gute Bahn-Anbindung oder Wanderbusse.

Halbtages- oder Tagestouren werden laut Wanderverband immer gefragter. "Kurze Qualitätswege", 2 bis 25 km lang, ebenfalls mit guter Markierung und Abwechslung, gibt es speziell für unterschiedliche Zielgruppen von Kulturerlebnis bis Familienspaß.

Alle Wege im Infoportal Wanderbares Deutschland*

Schwarzwälder Schluchtensteig in Baden-Württemberg

Die Route: Verlangt Wanderern einiges ab – schmale Steige und steile Bergflanken gehören auf der Strecke von Sühlingen nach Wehr dazu. Wer sich auf den anspruchsvollen Weg durch Schluchten, Tunnel und an Wasserfällen entlang macht, sollte Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen – und wird dafür mit vielen herrlichen Eindrücken belohnt, sei es der Ausblick vom Krummenkreuz-Gipfel auf 1148 Metern oder der Marsch rund um den tiefblauen Schluchsee. Bitte beachten: Im Winter ist dieser Weg nicht zu empfehlen - es gibt aber Alternativen*

Gesamtlänge/Etappen: 119 Kilometer/5 bis 6 Etappen zwischen 22 bis 24,5 Kilometern Länge, Tagestouren möglich.

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Die Bahn hält am Start- und Zielort; zu den Bus- und Bahnverbindungen für einzelne Etappen gelangt man über Links auf der Homepage.

Hier gibt es weitere Infos zum Schluchtensteig*

Tipps fürs Wandern mit Kindern

Damit Wanderungen mit Kindern zum Vergnügen für alle werden, hat der Deutsche Wanderverband Tipps fürs Familienwandern* parat. Hier die wichtigsten:

  • Streckenlänge beachten: Faustregel zur groben Orientierung: Lebensalter mal 1,5. Ein Sechsjähriger schafft also zum Beispiel neun Kilometer. Geht es bergauf oder bergab, entsprechen 100 Höhenmeter einem Kilometer. Die schwächsten Teilnehmer einer Wanderung bestimmen Tempo und Pausen. Deswegen bestimmen gewöhnlich die Kleinsten, zumal sie durch Hin- und Herlaufen oft den doppelten Weg zurücklegen.

  • Für Abwechslung sorgen: plötzlich eine Schatzsuche ausrufen, am Wegrand kleine Zettel mit Aufgaben deponieren, Stockbrot am Lagerfeuer rösten, einen Staudamm im naheliegenden Bach bauen. Verrücktes ausprobieren, z.B. im Sommer ohne Schuhe laufen, eine Nachtwanderung ganz ohne Taschenlampen, im Winter Grillen im Tiefschnee

  • Ziel setzen: z.B. See, Ruine, Grillplatz

  • Besondere Wege auswählen: wie den Wildkatzen Walderlebnispfad* bei Bad Herrenalb. Seit einigen Jahren schleichen die scheuen Tiere hier wieder durch den nördlichen Schwarzwald. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, ihnen zu begegnen, gering. Doch der sechs Kilometer lange Walderlebnispfad führt Familien auf die Spur der Wildkatzen, zeichnet deren Lebensraum nach und weist auf Gefahren hin, denen sie ausgesetzt sind. An zehn interaktiven Stationen werden Fragen gestellt, wer sie richtig beantwortet, kann sich zu Hause sein Wildkatzen-Diplom ausdrucken.

Mehr Qualitätswege für Familien*

Albsteig in Baden-Württemberg 

Die Route: Zählt nicht zuletzt dank der zahlreichen Aussichtsplattformen und -türme zu den bekanntesten und beliebtesten deutschen Spitzenwanderwegen. Von Tuttlingen/Baden-Württemberg führt der Albsteig entlang der nördlichen Steilstufe der Schwäbischen Alb bis ins bayerische Donauwörth – durch Wälder und Wiesen, über Bergwege und Naturpfade. In der Nähe des Weges liegen viele romantische Burgen und Schlösser, unter anderem die Burg Hohenzollern* mit ihrer spektakulären Anlage. Die Tropfsteinhöhle Nebelhöhle gehört ebenso zu den Natur-Highlights wie der Uracher Wasserfall. Bitte beachten: Aufgrund der bisweilen steilen Auf- und Abstiege für kleine Kinder ungeeignet!

Gesamtlänge/Etappen: 350 Kilometer/16 Etappen von 10 bis 20 Kilometern Länge. Einstieg überall möglich.

Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: An fast allen Etappen gibt es Bus- bzw. Bahnanschluss.

Hier finden Sie Tipps und Infos für die Schwäbische Alb*

Tipps fürs Bergwandern in Corona-Zeiten

Durch Corona entdecken auch immer mehr Menschen die heimischen Berge als Urlaubs- und Ausflugsziel. Hier die wichtigsten Tipps des Deutschen Alpenvereins (DAV) fürs Bergwandern in Pandemie-Zeiten*:

  • Zurückhaltung bei der Tourenplanung: Bergwanderer nehmen sich am besten nicht zu lange oder schwierige Touren vor, auf denen sie Probleme bekommen oder in Not geraten könnten. Stark besuchte Gegenden und Touren meiden.

  • Abstand halten und Mund-Nasen-Schutz verwenden, wenn in Ausnahmefällen der Mindestabstand unterschritten werden muss. Keine lange Rast am Gipfel, wenn noch andere nach oben wollen. Umarmungen und Gipfelbussi unterlassen.

  • Hütten reservieren: Viele Alpenvereinshütten haben zwar wieder geöffnet und bieten Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten an, doch die Kapazitäten sind aufgrund der Abstandsregelungen stark eingeschränkt. Es gibt derzeit eine Reservierungspflicht, die auch von den Hütten eingehalten wird. Bei Übernachtungen muss man teils eigene Bettwäsche bzw. einen wärmenden Schlafsack mitnehmen (vorher bei den Wirtsleuten erkundigen). Bei Abstand und Maske sind die Regelungen in Bayern*, Österreich* und Italien verschieden. Maßgeblich ist der Standort der Hütte, nicht die Zugehörigkeit zum DAV.

Text: Carolin Schuhler/Andrea Steichele-Biskup

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Andrea Steichele-Biskup
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