Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Produkte
Mitgliedschaft
Der ADAC

Stau-Ausweichrouten in Tirol: Wochenendsperren im Bezirk Reutte

Polizeikontrolle in Österreich
Auch im Sommer 2019 waren Stau-Ausweichrouten in Tirol an den Wochenenden gesperrt ∙ © dpa/Jakob Gruber

Urlauber auf dem Weg nach Italien müssen sich darauf einstellen: Das österreichische Bundesland Tirol sperrt an den Wochenenden die Stau-Ausweichrouten entlang der Fernpassbundesstraße.

  • Zwischen Vils und Reutte dürfen Autofahrer bei Stau nicht ausweichen

  • Sperren gelten nur an den Wochenenden

  • Urlauber vor Ort sind nicht betroffen

Abfahrten im Bezirk Reutte gesperrt

Um Anwohner vor dem in letzter Zeit stark gestiegenen Ferienreiseverkehr zu schützen, sperren die Behörden die Abfahrten auf der Fernpassbundesstraße B179 für den überregionalen Durchgangsverkehr. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Vils und Reutte-Nord.

Die Regelung gilt an allen Wochenenden zwischen dem 1. August und 13. September, jeweils in beiden Richtungen, von Samstag, 7 Uhr, bis Sonntag, 19. Uhr.

Autofahrer, die über die Fernpassroute zur Inntalautobahn A12 wollen oder von dort zurückkehren, müssen dadurch bei einem Stau auf der Bundesstraße bleiben und können nicht auf Nebenstrecken ausweichen.

Das Verbot gilt nur für den überregionalen Verkehr, aber nicht für Reisende, die ihren Urlaub im Raum Reutte verbringen. Diese dürfen die Fernpassbundesstraße jederzeit verlassen.

Überwachung durch die Polizei

Vor Ort werden die Ausweichverbote von der Polizei überwacht. Dafür werden sowohl mobile als auch stationäre Einheiten eingesetzt. Wer sich den Anordnungen der Beamten widersetzt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen.

Darüberhinaus werden die Behörden auch durch die Navigationssysteme unterstützt. Gesperrte Abfahrten sollen nicht mehr bei Ausweichrouten berücksichtigt werden.

Fernpassroute: Wichtige Transitstrecke in Richtung Italien

Die Fernpassroute Füssen - Reutte - Imst ist eine wichtige Transitstrecke für Urlauber, die über die deutsche Autobahn A7 in Richtung Innsbruck, Brenner und Italien weiterfahren wollen. Die Gemeinden entlang der Route klagen seit Jahren über den zunehmenden Verkehr, der auf Autofahrer zurückzuführen ist, die dem Stau auf der Hauptstrecke ausweichen wollen. Aus diesem Grund hatte das Bundesland Tirol bereits 2019 umfangreiche Fahrverbote verhängt. In diesem Jahr treten die Maßnahmen wegen der Coronakrise später in Kraft und sind weniger einschneidend.

ADAC sieht Fahrverbote kritisch

Der ADAC tritt für einen freien und ungehinderten Reiseverkehr ein und sieht die Fahrverbote in Tirol kritisch. Auch wenn das Bundesland sehr unter der Belastung durch den Transitverkehr leide, seien die Verbote für Reisende ein Ärgernis.

Der Club empfiehlt allerdings grundsätzlich, bei Stau auf der Autobahn bzw. Hauptroute zu bleiben und nicht dem Navi auf Ausweichrouten zu folgen, denn diese sind dann auch schnell verstopft.

Das könnte Sie auch interessieren: