Saharastaub und Blutregen in Deutschland: So waschen Sie Ihr Auto richtig!

Der Himmel färbt sich gelb, orange und rot: Eine massive Saharastaubwolke weht nach Deutschland und kann sogar als Blutregen niederschlagen. Wo sich der Himmel färben wird, und wie Sie Ihr Auto am besten von der Staubschicht befreien.
Saharastaub färbt Himmel über Deutschland und verursacht Blutregen
Schlechtere Luftqualität durch Staubwolke
Die richtige Autopflege: Mit Lappen nacharbeiten, Pollenfilter inspizieren
So spektakulär sich der Himmel färben wird, so unschön ist Saharastaub für Menschen mit Allergien und/oder Asthma – und auch für den Autolack. Am Wochenanfang trübt der Wüstensand aus Nordafrika erneut in vielen Regionen Deutschlands den Sonnenschein.
Saharastaub häufig im Frühjahr in der Luft
Bis Dienstag, 14. April, führt eine große Staubwolke zu sichtbarem Blutregen: Der Staub vermischt sich mit Regen und hinterlässt einen rötlichen Film auf Autos und Fenstern. Besonders betroffen sind der Westen, Südwesten und später auch Norden und Osten Deutschlands. Mittwoch, 15. April, lässt der Regen nach.
Die Staubwolke erstreckt sich bis Skandinavien und bringt auch dort bei Regen Staubablagerungen. In Südeuropa, insbesondere zwischen Mallorca und Rom, werden hohe Staubkonzentrationen und kräftiger Regen erwartet – hier kann massiver Blutregen auftreten. In Italien und Griechenland bleibt die Staublage voraussichtlich länger bestehen.
Das Wetterphänomen, das häufig zwischen März und Juni auftritt, belastet nicht nur die Atemwege, sondern auch den Autolack. Wer also keine Möglichkeit hat, das Fahrzeug während der erneuten Saharastaub-Episode in der Garage unterzustellen, findet hier Tipps, wie sich der feine Wüstensand schadlos vom Lack entfernen lässt.
Saharastaub möglichst bald abwaschen
Es ist grundsätzlich sinnvoll, den Wagen von der Staubschicht zu befreien, denn schmutzige Fenster, Scheinwerfer und Rücklichter können die Sichtbarkeit beeinträchtigen und somit die Sicherheit beim Fahren beeinträchtigen. Bei der Reinigung sollten Autobesitzende beachten, dass Autowäsche von Hand oder auch nur das Abspritzen des Wagens mit dem Schlauch vielerorts nicht erlaubt ist.
Wo erlaubt, kann man eine Reinigung natürlich von Hand probieren, diese braucht jedoch enorm viel Wasser, da man sonst mit dem Schwamm die Sandpartikel erst richtig in den Lack einmassiert und Kratzer verursacht. Daher ist die Fahrt zur Waschanlage empfehlenswert. Zwar wird auch dort pro Auto viel Wasser eingesetzt, aber das wird anschließend erneut aufbereitet.
Nach der Autowäsche von Hand nacharbeiten
Nach der Wäsche von Hand mit einem gut durchfeuchteten Lappen bei offenen Türen und Klappen die sonst verdeckten Blechflächen reinigen. Lappen oft auswaschen, damit der Staub nicht weitergetragen wird.
Testhalber über das Armaturenbrett wischen. Wenn der Lappen dann gleich gelb wird, den Innenraum ebenfalls reinigen. Zuerst aussaugen, wo es geht, dann die Oberflächen mit einem feuchten Lappen oder einem für den Innenraum geeigneten Reinigungsmittel säubern.
Nach Saharastaub und Blutregen: Pollenfilter inspizieren
Wenn der Innenraumfilter (auch Pollenfilter genannt) schon länger nicht mehr gewechselt wurde, sollte er jetzt inspiziert und gegebenenfalls erneuert werden. Denn wenn er schon beladen war und jetzt noch zusätzlich den Sand abbekommen hat, ist er voll und muss ersetzt werden. Sonst entlädt er seine Last in den Innenraum.
Je nach Auto kann man den Innenraumfilter selbst wechseln. Es gibt für einige Modelle jetzt Filter, die sogar manche gasförmigen Verschmutzungen zurückhalten (meist Filter mit Aktivkohle-Schicht) oder die als antiallergen bezeichnet werden.