Streik am Flughafen in Barcelona: Bodenpersonal legt Arbeit nieder
Von Sabrina Doschek

Am Flughafen Josep Tarradellas Barcelona-El Prat kommt es weiterhin zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr. Grund ist ein unbefristeter Streik des Bodenpersonals. Was Reisende jetzt wissen müssen.
Seit 4. August 2026 streikt in Barcelona das Bodenpersonal
Check‑in, Boarding und Gepäckabfertigung können beeinträchtigt sein
Was Barcelona-Reisende jetzt tun können
Am Flughafen Barcelona-El Prat nimmt das Flugchaos kein Ende. Seit 4. August streikt das Bodenpersonal: Die Gewerkschaft CGT hatte rund 1200 Mitarbeitende des Abfertigungsdienstleisters Groundforce zum Streik aufgerufen. Reisende brauchen extra viel Geduld, denn vom Streik betroffen könnten Check‑in, Boarding und Gepäckabfertigung sein.
Zehn bis 14 Flugausfälle pro Streiktag
Die Folgen des Streiks sind spürbar. Laut spanischen Medienberichten fallen täglich zehn bis 14 Flüge von Fluggesellschaften, die vom Dienstleister Groundforce abgefertigt werden, aus. Es kommt außerdem zu Wartezeiten am Airport sowie zu Flugverspätungen. Passagiere mehrerer Fluggesellschaften mussten teilweise auf andere Flüge umgebucht werden oder erhielten Rückerstattungen. Rund tausend Koffer warten noch auf Abfertigung.
Streik in Barcelona: Welche Airlines betroffen sind
Da Groundforce in Barcelona zahlreiche Fluggesellschaften betreut, müssen sich Passagiere folgender Airlines auf Verzögerungen einstellen:
Air Europa
Lufthansa
Air France
KLM
Qatar Airways
Etihad Airways
SAS Scandinavian Airlines
Air Arabia
Royal Air Maroc
ITA Airways
TAP Air Portugal
Turkish Airlines
Oman Air
EgyptAir
Kuwait Airways
Royal Jordanian
Nouvelair
Tunisair
Binter
Plus Ultra
World2Fly
Das spanische Verkehrsministerium hat jedoch Mindestdienste angeordnet, sodass je nach Strecke zwischen 35 und 80 Prozent der Verbindungen durchgeführt werden müssen.
Reisende, die mit nicht direkt betroffenen Fluggesellschaften unterwegs sind, sollten die Entwicklungen ebenfalls im Blick behalten: Die Arbeitskämpfe können sich auf den gesamten Flughafenbetrieb auswirken. Informationen zum Streik finden Sie auch beim Auswärtigen Amt.
Barcelona-Streik könnte enorme Folgen haben
Nach Medieninformationen warnte die europäische Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol bereits vor einem "kritischen Sommer" an den Flughäfen Barcelona-El Prat, Madrid-Barajas und Sevilla und kündigte Sondermaßnahmen an. Im europäischen Luftverkehr werden derzeit meist mehr als 36.000 Flüge pro Tag abgewickelt. Sollte der Streik über einen längeren Zeitraum andauern, könnten die Folgen erheblich sein. Bis auf Weiteres ist kein Ende des Streiks in Sicht.
Warum am Flughafen Barcelona gestreikt wird
Die Gewerkschaft begründet den Streik mit unzureichenden Arbeitsbedingungen und Defiziten beim Gesundheitsschutz. Sie kritisiert unter anderem dauerhaften Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung, zahlreiche Überstunden, zu kurze Erholungszeiten sowie eine unzureichende Einarbeitung neuer Mitarbeitender. Mehrere Verhandlungsrunden mit der Unternehmensleitung hätten bislang keine zufriedenstellende Lösung gebracht.
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Streiks an Flughäfen: Was Reisende tun können
Reisende sollten sich in nächster Zeit über die Medien informieren, ihren Flugstatus regelmäßig prüfen und vorsorglich früher am Flughafen erscheinen, um Verzögerungen bei Check‑in und Gepäckabfertigung abzufangen.
Grundsätzlich gilt: Wenn ein Flug wegen eines Streiks annulliert wird oder sich verspätet, haben Reisende Anspruch auf Unterstützungsleistungen, Verpflegung und Unterbringung. Diese Ansprüche können sie bei der Fluggesellschaft geltend machen.