Island: Straßensperren wegen Sonnenfinsternis

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Von Katharina Dümmer

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Staus und Straßensperren sind möglich: Island erwartet zur Sonnenfinsternis am 12. August einen Besucheransturm© Shutterstock/Niki Florin

Zur totalen Sonnenfinsternis am 12. August wird ein Besucheransturm in Island erwartet. Das Auswärtige Amt rät dringend zu einer guten Reisevorbereitung. Plus: Juristische Tipps vom ADAC.

  • Totale Sonnenfinsternis in den Westfjorden und in Reykjavík zu beobachten

  • Verkehr, Wetter und Sicherheit im Blick behalten

  • Verkehrsverstöße können teuer werden

Vielerorts im Westen Europas findet am 12. August 2026 eine totale Sonnenfinsternis statt. Sie wird vor allem in Island, Grönland, Spanien und Portugal zu sehen sein. Es ist die erste totale Sonnenfinsternis in Kontinentaleuropa seit 1999. Besonders spektakulär dürfte das Naturschauspiel in Island werden. Eine totale Sonnenfinsternis gab es in Island seit über 70 Jahren nicht mehr.

Sonnenfinsternis in Island: Wo sie zu sehen ist

Die Totalitätszone, also der schmale Streifen auf der Erde, in dem der Kernschatten des Mondes bei einer Sonnenfinsternis wandert, verläuft über die Westfjorde, Westisland, die Hauptstadtregion und die Halbinsel Reykjanes. In diesen Regionen kann die Sonnenfinsternis am besten beobachtet werden.

Rund um die Sonnenfinsternis wird es in Island viele Events geben. Nahe Reykjavík wird es ein spezielles Konzert der Musikerin Björk geben, auf der Halbinsel Snæfellsnes ist ein mehrtägiges Iceland Eclipse Festival geplant.

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Auswärtiges Amt warnt vor Staus und Straßensperren

Für die Tage rund um die totale Sonnenfinsternis rechnen das Auswärtigen Amt bzw. die isländische Tourismusbehörde mit einem stark erhöhten Reiseaufkommen in den genannten Regionen. Es drohen Staus. Die isländische Tourismusbehörde hat dazu wichtige Tipps für Autofahrer und Autofahrerinnen:

  • Informieren Sie sich auf Safetravel.is (auch als App) vor jeder Fahrt über aktuelle Straßenverhältnisse und etwaige Sperrungen.

  • Die Zufahrt zu einigen Straßen in den Westfjorden wird am 12. August eingeschränkt. Planen Sie ausreichend Zeit für Ihre Anreise ein.

  • Führen Sie unbedingt ausreichend Verpflegung, Wasser und warme Kleidung mit sich! Das Wetter kann schnell umschlagen.

  • Tanken Sie Ihr Fahrzeug rechtzeitig!

  • Fahren Sie stets vorsichtig!

  • Halten Sie Fahrzeuge nicht auf Straßen oder Seitenstreifen an, um die Sonnenfinsternis zu beobachten!

  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Parkplätzen!

  • Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen des Personals an den Hotspots!

Wichtig zu wissen: Auch im Notfall erreichen Rettungsdienste eine Unfallstelle in den Westfjorden aufgrund der Straßenverhältnisse in der Regel nur mit Verzögerung. Hochlandrouten sind nicht asphaltiert und nur im Sommer mit geländetauglichen Allradfahrzeugen befahrbar.

Diese Vorschriften gelten auf Islands Straßen

Autofahrer und Autofahrerinnen sollten sich vor Reisebeginn über die wichtigsten Verkehrsbestimmungen in Island informieren. Auf allen isländischen Straßen muss tagsüber ganzjährig mit Abblendlicht (oder alternativ Tagfahrleuchten) gefahren werden. Viele Straßen und Brücken im Hinterland sind einspurig. Dort hat üblicherweise derjenige Vorfahrt, der als Erster die Engstelle oder Brücke erreicht.

Und: In Island gilt seit 1. Januar 2026 eine Mautpflicht. Davon betroffen sind auch Fahrer und Fahrerinnen von Mietwagen.

Verkehrsverstöße können teuer werden

Verkehrsverstöße in Island werden hart geahndet. Einige Beispiele:

  • Alkohol am Steuer: ab 620 Euro

  • Rotlichtverstoß: 345 Euro

  • 20 km/h zu schnell: ab 210 Euro

  • Über 50 km/h zu schnell: ab 895 Euro

  • Parkverstoß: 140 Euro

  • Handy am Steuer: 275 Euro

  • Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes: ab 140 Euro

Der ADAC Bußgeldrechner Ausland hilft, die genauen Beträge zu ermitteln.

Ohne Schutzbrille drohen Augenschäden

Mediziner haben ebenfalls einen wichtigen Rat: Beim Betrachten der totalen Sonnenfinsternis sollte man unbedingt spezielle Sonnenfinsternis-Brillen tragen, die das Licht auf eine gefahrlose Helligkeit abschwächen.

Gleichzeitig schützt die in den Brillen verwendete Folie vor Ultraviolett- und Infrarotstrahlung, die ebenfalls das Auge schädigen können. Beim Beobachten mit Ferngläsern und Teleskopen ist eine spezielle lichtschwächende Zusatzoptik zwingend erforderlich.

Und wichtig: Die Schutzbrille ist auch bei bedecktem Wetter ein Muss!