Bulgarien: Der Euro hat den Lewa als Währung abgelöst

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Von Regina Ammel

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Euromünzen und Bulgarische Scheine liegen auf einer Europaflagge
Die Eurozone hat derzeit 20 Mitglieder: Seit 2026 ist auch Bulgarien dabei © Shutterstock/Andrzej Rostek

In Bulgarien kann man nur noch mit dem Euro zahlen. Der Tausch von bulgarischem Bargeld in Euro ist in Deutschland nicht mehr möglich. Wie Reisende ihre Lewa jetzt dennoch einwechseln können.

  • Übergangsfrist beendet: Euro hat Lew ersetzt

  • Kein Umtausch bei der Bundesbank mehr möglich

  • Lewa können weiterhin in Bulgarien eingetauscht werden

Bereits im Frühjahr 2025 hatten die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) Bulgarien die Einhaltung der erforderlichen Stabilitätskriterien und geldpolitischen Voraussetzungen für die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung attestiert.

Anfang Juli verabschiedeten die Finanzminister der EU-Staaten nun die letzten, für die Währungsumstellung erforderlichen Rechtsakte. Damit wurde Bulgarien zum 1. Januar 2026 das 21. Mitglied der Eurozone.

Bulgarien: Der Wechselkurs Euro – Lewa

Die bulgarische Währung Lew ist bereits seit Langem fest an die europäische Gemeinschaftswährung gekoppelt: 1 Euro entspricht 1,95583 Lewa.

Das Wechselverhältnis geht bereits auf die 1990er-Jahre zurück, als die bulgarische Regierung die Landeswährung im Verhältnis 1:1 an die damals noch gültige D-Mark gebunden hatte.

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Die neuen bulgarischen Euromünzen
So sehen die bulgarischen Euro-Münzen aus© Bulgarische Nationalbank

Erleichterungen im Reiseverkehr

Die Euro-Einführung in Bulgarien dürfte den Reiseverkehr erheblich erleichtern. Wer in den Balkanstaat fährt, muss sich keine Landeswährung mehr besorgen und – auch bei Online-Zahlungen – keine Wechselkursverluste in Kauf nehmen. In den letzten Jahren gab es vereinzelt Berichte, dass Wechselstuben Urlauberinnen und Urlauber durch überhöhte Gebühren abzockten.

Ein weiterer Vorteil: Vergleiche mit den Preisen zu Hause werden wesentlich einfacher.

Lewa-Tausch nach Euro-Einführung nur noch in Bulgarien

Seit 1. Februar 2026 ist der Lew kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr. Es gilt ausschließlich der Euro.

Wichtig: Bulgarische Lewa Banknoten konnten nur bis Anfang März diesen Jahres kostenlos an den Schaltern der Bundesbank umgetauscht werden. Jetzt ist ein Umtausch nur noch in Bulgarien möglich.

Euro-Einführung: Offizielle Website der bulgarischen Regierung

Die Staaten der Eurozone

Mit Bulgarien hat die Eurozone 21 offizielle Mitgliedsstaaten. Darüber hinaus ist die Gemeinschaftswährung in den Kleinstaaten Andorra, Monaco, San Marino und Vatikan gesetzliches Zahlungsmittel. Die Balkanländer Montenegro und Kosovo haben den Euro einseitig und ohne Zustimmung der EU übernommen.

Der bislang letzte Staat, der den Euro eingeführt hat, war am 1. Januar 2023 Kroatien. Restbestände an Kroatischen Kuna können nur noch bei der kroatischen Zentralbank getauscht werden.

Eurozone: Weitere Beitritte?

Weitere Beitritte zur Eurozone sind – zumindest kurzfristig – unwahrscheinlich. Grundsätzlich will zwar auch Rumänien die Gemeinschaftswährung einführen, hier sind die Pläne aber noch vage. Laut Aussage der rumänischen Regierung soll dies frühestens 2029 der Fall sein.

Prinzipiell steht der Euro allen EU-Staaten offen. Tschechien, Polen und Ungarn haben die Euro-Einführung allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben, in Dänemark und Schweden hat sich die Bevölkerung in Referenden gegen die Gemeinschaftswährung ausgesprochen.

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