Euro-Einführung in Kroatien: Der Fahrplan

Die Eurozone erhält Zuwachs: Auch Kroatien wird ab 2023 dabei sein
Die Eurozone erhält Zuwachs: Auch Kroatien wird ab 2023 dabei sein© Shutterstock/esfera

Die Euro-Einführung in Kroatien ist fix: Am 1. Januar 2023 ersetzt das europäische Gemeinschaftsgeld die Nationalwährung Kuna. Reisende dürften profitieren.

  • Umstellungskurs: 1 Euro = 7,53450 Kuna

  • Keine Wechselkursverluste mehr für Urlauberinnen und Urlauber

  • Bulgarien will ein Jahr später folgen

Das Urlaubsland Kroatien führt am 1. Januar 2023 den Euro ein. Nachdem das Einführungsgesetz bereits im Mai 2022 im kroatischen Parlament beschlossen wurde, haben im Juni und Juli auch alle zuständigen EU-Gremien der Währungsumstellung zugestimmt.

Euro-Einführung in Kroatien: Der Umtauschkurs

So sehen die kroatischen Euromünzen aus. © imago images/Pixsell

Jetzt steht auch der endgültige Umstellungskurs fest: Demnach entspricht ein Euro 7,53450 Kroatischen Kuna.

Erleichterungen im Reiseverkehr

Die Euro-Einführung in Kroatien wird den Reiseverkehr erheblich erleichtern. Wer in den Adriastaat fährt, muss sich ab 2023 keine Landeswährung mehr besorgen und keine Wechselkursverluste in Kauf nehmen. In den letzten Jahren gab es in diesem Zusammenhang immer wieder Beschwerden, dass einzelne Wechselstuben Urlauber durch überhöhte Gebühren abzockten.

Auch Preisvergleiche werden durch die Euro-Einführung einfacher. Das kroatische Einführungsgesetz sieht vor, dass Preisauszeichnungen im Land bereits ab 5. September 2022 in beiden Währungen erfolgen müssen.

Kroatien-Urlaub: Das sollten Reisende wissen

Grafik: Die Staaten der Eurozone

Pläne zur Euro-Einführung auch in Bulgarien

Neben Kroatien plant auch Bulgarien den Beitritt zur Eurozone. Zieldatum ist hier 2024. Ob dieser Termin gehalten werden kann, ist derzeit aber unklar.

Prinzipiell steht der Euro allen EU-Staaten offen. Weitere Beitritte, die über die beiden Länder hinausgehen, sind in den nächsten Jahren aber unwahrscheinlich. Tschechien, Polen und Ungarn haben die Euro-Einführung auf unbestimmte Zeit verschoben, in Dänemark und Schweden hat sich die Bevölkerung in Referenden gegen den Euro ausgesprochen. In Rumänien gibt es zwar entsprechende Pläne, ein konkreter Termin zeichnet sich bislang allerdings nicht ab.

Dr. Norbert Prack
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