Frankreich-Urlaub: Einreise, Inzidenz und Corona-Regeln

Blick auf den Eiffelturm in Paris
Wahrzeichen: Der Pariser Eiffelturm ist wieder für Touristen zugänglich ∙ © Shutterstock/Neirfy

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Frankreich ist eines der liebsten Urlaubsländer der Deutschen. Wer dorthin reisen möchte, muss jedoch bestimmte Vorgaben beachten. Das sind die Regeln für die Einreise und vor Ort.

  • Für die Einreise genügt ein Impfnachweis oder Antigen-Schnelltest

  • Aktuelle Inzidenz: 78,8 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Frankreich ist von der Corona-Pandemie stärker betroffen als Deutschland. Die Zahl der Neuinfektionen ist seit einigen Wochen aber wieder rückläufig. Der Inzidenz-Wert der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner liegt aktuell bei 78,8 (Stand: 20. September, Quelle: Johns Hopkins University) – das ist ein ähnliches Niveau wie in Deutschland.

Frankreich: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise nach Frankreich

Rückkehr aus Frankreich nach Deutschland

Transit durch Frankreich

Reisen mit der Bahn: Im Zug nur mit Maske

Fieberkontrollen und Maskenpflicht im Flugzeug

Die wichtigsten Corona-Regeln in Frankreich

Urlaub auf Korsika

Französische Überseegebiete teilweise Hochrisiko-Gebiete

Wichtig für die Einreise nach Frankreich

Keine Reisewarnung

Momentan gilt für dieses Land keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Ausnahmen finden Sie in der untenstehenden Tabelle. Des Weiteren wird ein Einreiseformular* benötigt.

ReisewarnungNein
Corona-RisikogebietNein
Hochinzidenz-GebietNein
Virusvarianten-GebietNein
AusnahmenDie Region Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie die französischen Überseegebiete Guadeloupe, Martinique, St. Martin, St. Barthélemy, Französisch-Guayana und Französisch-Polynesien gelten als Hochrisiko-Gebiete. Für sie gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.
Registrierung für die EinreiseJa – Hier finden Sie das Einreiseformular*
Corona-Test bei EinreiseJa – Ein PCR- oder Antigen-Test ist Pflicht
Corona-Test für GeimpfteNein
Quarantäne-Pflicht nach EinreiseNein – Keine Quarantäne-Pflicht
Quarantäne-Pflicht nach RückkehrNein Bei der Rückkehr aus der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie von den französischen Überseegebieten Guadeloupe, Martinique, St. Martin, St. Barthélemy, Französisch-Guayana und Französisch-Polynesien gelten die Regeln zur Rückkehr aus Hochrisiko-Gebieten inklusive Melde- und Nachweis-Pflicht.

Das Einreiseformular kann auch in englischer Sprache* heruntergeladen werden.

Für die Einreise nach Frankreich ist Impf- bzw. Genesenenennachweis oder ein negativer Corona-Test erforderlich.

Als vollständig geimpft gilt man in Frankreich

  • 7 Tage nach der zweiten Impfung (Biontech, Moderna, Astrazeneca)

  • 28 Tage nach einer Impfung mit Johnson & Johnson, bei der nur eine Impfdosis nötig ist

  • 7 Tage nach einer einzigen Impfung, wenn zusätzlich eine Genesung von einer vorangegangenen Covid-19-Infektion nachgewiesen werden kann.

Als Tests werden PCR- und Antigen-Schnelltests anerkannt, die nicht älter als 72 Stunden sind. Wer aus Spanien nach Frankreich einreist, benötigt einen Test, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Ausnahmen von der Corona-Testpflicht gelten im kleinen Grenzverkehr für Fahrten (maximal 24 Stunden) nach Frankreich im Umkreis von weniger als 30 Kilometer vom eigenen Wohnort sowie generell für Kinder unter 12 Jahren.

Was Reisende zum Fliegen in Corona-Zeiten wissen müssen.

Eine Liste mit häufig gestellten Fragen zum Thema Reisen und Grenzverkehr findet man auf den Internetseiten der Saarländischen Landesregierung*

Überschwemmungen in Südfrankreich: Infos für Reisende

Einige Regionen im Süden Frankreichs leiden derzeit unter heftigen Niederschlägen und Überschwemmungen. Besonders angespannt ist die Lage im Departement Gard zwischen Montpellier und Nîmes. Diese Region ist bei ausländischen Touristen sehr beliebt. Dort wurden am Dienstag, 14. September, etliche Straßen, darunter auch eine Autobahn und Nationalstraßen, sowie Bahnstrecken überflutet. Für die kommenden Tage sind weitere heftige Regenfälle angekündigt.

Es gilt eine Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe Orange für das Departement Gard und einige angrenzende Departements.

Die am Dienstagabend auf Abschnitten von Geröll und Wassermassen blockierte Autobahn A9 zwischen Nîmes und Montpellier ist inzwischen wieder eingeschränkt befahrbar. Der unterbrochene Bahnverkehr zwischen beiden Städten kann laut Bahnbetreiber SNCF voraussichtlich erst am Wochenende wieder in Betrieb gehen.

Mit neuen Störungen im Reiseverkehr ist durch den erwarteten Dauerregen zu rechnen. Aktuelle Verkehrsinformationen findet man auf den Internetseiten der französischen Verkehrsbehörden* (in französischer Sprache). Infos zum Zugverkehr in Frankreich sind bei der französischen Staatsbahn* zu finden.

Campingurlauber sollten sich vor der Anreise bei ihrem Platzbetreiber nach der aktuellen Lage erkundigen. Bei dem Unwetter am Dienstag wurde auch ein Campingplatz überflutet, 60 Menschen mussten evakuiert werden.

Rückkehr aus Frankreich nach Deutschland

  • Meldepflicht vor der Rückkehr: NEIN (Ausnahmen siehe unten)

  • Testpflicht zur Rückkehr: JA (Ausnahmen: siehe unten)

Regeln für die Rückkehr nach Deutschland

Alle Reiserückkehrer müssen einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, den Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. 

Hier finden Sie die Regeln für die Einreise nach Deutschland.

Folgende Regionen gelten als Hochrisiko-Gebiete:

  • Provence-Alpes-Côte d'Azur

  • die französischen Überseegebiete Guadeloupe, Martinique, St. Martin, St. Barthélemy, Französisch-Guayana und Französisch-Polynesien

Für diese Gebiete gilt auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Das hat gravierende Folgen für Reise-Rückkehrer: In Deutschland gilt eine 10-tägige Quarantäne-Pflicht, von der man sich frühestens am fünften Tag freitesten kann. Zusätzlich zur digitalen Einreiseanmeldung ist bereits vor der Einreise nach Deutschland ein Corona-Test (PCR- oder Antigen-Schnelltest) verpflichtend. Geimpfte und Genesene sind von der Test- und Quarantäne-Pflicht befreit. Hier finden Sie alle Details zur Einreise aus Hochrisiko-Gebieten.

Weitere Informationen zur Maut, den Kraftstoffpreisen und den Verkehrsbestimmungen in Frankreich.

Transit durch Frankreich

Der Transit durch Frankreich ist zu allen Tageszeiten problemlos möglich. Dabei sind die Einreisebestimmungen nach Frankreich zu beachten (siehe oben).

Wer nach Spanien weiterfährt, benötigt zur Einreise dort einen negativen Covid-19-Test (PCR- oder Antigen-Schnelltest) oder den Nachweis einer vollständigen Impfung bzw. Genesung.

Alle Informationen zur Einreise nach Spanien

Reisen mit der Bahn: Im Zug nur mit Maske

Für Reisende gilt prinzipiell: Ein Mund-Nasen-Schutz muss während der gesamten Fahrt und an den Bahnhöfen getragen werden. Es ist ratsam, Fahrkarten vorab zu buchen und diese als Onlineticket abzuspeichern, um den Kontakt zu anderen Reisenden noch geringer zu halten. Genauere Informationen findet man bei der französischen Bahngesellschaft SNCF*.

Fieberkontrollen und Maskenpflicht im Flugzeug

Allen Flugpassagieren wird bei Ausreise vor dem Boarding die Körpertemperatur gemessen, damit sich das Virus nicht auf engem Raum im Flugzeug ausbreiten kann. Außerdem gilt den ganzen Flug über eine Maskenpflicht. Dasselbe gilt für den Aufenthalt in den Flughäfen.

Weitere Infos zum Fliegen in Corona-Zeiten.

Die wichtigsten Corona-Regeln in Frankreich

  • Alle Personen über elf Jahren müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln (inklusive Taxis) und öffentlichen geschlossenen Räumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dies gilt im Freien auch bei Menschenansammlungen. In Regionen mit besonders hohen Infektionsraten kann im Freien auch eine generelle Maskenpflicht vorgeschrieben sein.

  • In vielen Bereichen gibt es eine Nachweispflicht: Für Restaurants, Cafés, Museen, Sehenswürdigkeiten, Theater, Schwimmbäder, in Zügen, Überlandbussen, usw. müssen Besucher eine vollständige Impfung bzw. Genesung nachweisen. Alternativ reicht auch ein negativer Corona-Test (nicht älter als 48 Stunden). Touristen können die vollständige Impfung etwa mit dem EU-weit gültigen Corona-Zertifikat auf dem Handy nachweisen. Kinder unter 12 Jahren benötigen keinen Test, Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren sind bis zum 30. September davon ausgenommen.

  • Restaurants und Cafés sind geöffnet. Die Auslastung der Lokale ist aber auf 50 Prozent begrenzt und pro Tisch sind maximal sechs Personen erlaubt.

  • Hotels und Pensionen dürfen Urlauber aufnehmen.

  • Veranstaltungen (Festivals, Konzerte, Sportevents) mit maximal 5000 Personen sind erlaubt. Besucher müssen einen Gesundheitsnachweis vorlegen.

  • Nachtclubs sind unter Auflagen geöffnet.

Corona-Tests in Frankreich sind für ausländische Touristen kostenpflichtig. Als Obergrenze hat die Regierung einen Preis von 49 Euro für einen PCR-Test und 29 Euro für einen Antigen-Schnelltest festgelegt.

Urlaub auf Korsika

Für die Einreise nach Korsika ist neben dem französischen Einreiseformular zusätzlich eine schriftliche Erklärung* (französisch) erforderlich. Diese ist auch in englischer Sprache* erhältlich. Sie muss für alle Reisenden über 12 Jahren ausgefüllt werden.

Darüber hinaus benötigen Reisende einen negativen Covid-19-Test (PCR, max. 72 Std. alt bzw. Antigen-Schnelltest, max. 48 Std. alt) den Nachweis einer vollständigen Impfung oder ein Genesenen-Zertifikat. Davon ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. Flug- und Fährreisende müssen die Dokumente bereits beim Boarding vorlegen.

Details zu den Bestimmungen erfährt man bei der Präfektur der Region Korsika*.

Bei den Fähren, etwa nach Korsika, gelten folgende Sicherheitsvorkehrungen: Reisende werden vorab vom Anbieter per E-Mail oder SMS informiert. Während der gesamten Überfahrt ist das Tragen einer Gesichtsmaske in den öffentlichen Bereichen verpflichtend. Die Anzahl der Sitzplätze ist verringert, damit der Mindestabstand eingehalten wird.

Französische Überseegebiete zum Teil Hochrisiko-Gebiete

Die französischen Überseegebiete sind zum Teil ebenfalls als Hochrisiko-Gebiete eingestuft.

Hochrisiko-Gebiete:

  • Guadeloupe

  • Martinique

  • St. Martin

  • St. Barthélemy

  • Französisch-Guayana

  • Französisch-Polynesien

Keine Hochrisiko-Gebiete:

  • La Réunion

  • St. Pierre et Miquelon

  • Mayotte

  • Neukaledonien

  • Wallis und Futuna

Die Einreisbestimmungen in die einzelnen Überseegebiete weichen vom französischen Mutterland ab und unterscheiden sich auch untereinander.

Einen detaillierten Überblick über die Einreiseregeln zu allen Überseegebieten erhält man auf den Internetseiten des französischen Innenministeriums* (nur in französischer Sprache).

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