XFG Stratus, Nimbus und Cicada: Diese Corona-Varianten sind aktiv

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Von Redaktion

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Corona Virus in 3D Darstellung
Das Corona-Virus lässt sich mittels Test gut nachweisen© iStock.com/wildpixel

XFG Stratus, Nimbus und Cicada: Welche Corona-Varianten sind aktuell aktiv? Was bringen Tests, Impfung, Maske? So ist die Lage im Winter 2026.

  • 7-Tage-Inzidenz sinkt aktuell in Deutschland

  • Alte Tests funktionieren auch bei neuen Corona-Varianten

  • Angepasster Corona-Impfstoff ist verfügbar

Der internationale Gesundheitsnotstand wegen Sars-CoV-2 ist seit Mai 2023 beendet. Corona gibt es aber weiterhin.

Fallzahlen: Corona in Deutschland

Fachleute sehen bezüglich des Corona-Virus weiterhin eine sehr breite Grundimmunität aus Impfungen und Infektionen in Deutschland. Laut Pandemie-Radar des Bundesgesundheitsministeriums ist die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner) derzeit in Sachsen-Anhalt (10,8) am höchsten und in Hamburg (2,5) am niedrigsten. Auf ganz Deutschland bezogen ist die Inzidenz in den vergangenen Wochen sinkend. Die Viruslast von SARS-CoV-2 im Abwasser ist aktuell aber steigend.

Covid-Infektionen: Hohe Dunkelzimmer

Die Corona-Aktivität ist auch im Verlauf des Winters 2026 noch sehr viel niedriger als während der Pandemie. Fachleute schätzen jedoch die Dunkelziffer der Covid-19-Infektionen als relativ hoch ein.

Stratus, Nimbus, Cicada: Wie gefährlich sind die Varianten?

Die SARS-CoV-2-Linie XFG Stratus wurde in der jüngsten Auswertung des Robert Koch-Instituts mit einem Anteil von 38 Prozent am häufigsten unter den zirkulierenden Corona-Linien nachgewiesen, wobei die Linien NB.1.8.1 ("Nimbus") und ´das noch etwas neuere BA.3.2 ("Cicada") mit annähernd ähnlich hohen Anteilen im gleichen Zeitraum vertreten waren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das von den neuen Varianten zusätzliche Risiko ebenfalls als gering ein und es werden keine signifikanten Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Covid-19-Impfstoffe gegen schwere Erkrankungen erwartet.

Typische Symptome von XFG Stratus beispielsweise sind neben Fieber, Schnupfen und Gliederschmerzen vor allem Heiserkeit und ein trockener Husten. Die Viren der Stratus-Variante vermehren sich vor allem in den oberen Atemwegen und können sich dadurch schneller verbreiten.

Sind alte Corona-Tests noch brauchbar?

Antigentests (Schnelltests) auch aus dem letzten Jahr können weiterhin genutzt werden, solange ihr Haltbarkeitsdatum nicht überschritten ist und sie bei der empfohlenen Temperatur gelagert wurden. Es gibt bisher keine Hinweise, dass die Tests bei den neuen Varianten nicht funktionieren könnten. Nach Ablauf der Haltbarkeit wird die Aussagekraft zunehmend unzuverlässiger.

Gut zu wissen: Es gibt schon seit Längerem keinen Anspruch mehr auf kostenlose Schnelltests. Corona-Selbsttests sind aber in Apotheken, häufig auch in Drogerie- oder Supermärkten erhältlich. Ärztinnen und Ärzte können – unabhängig davon, ob ein positiver Schnelltest vorliegt – bei spezifischen Symptomen einen PCR-Test veranlassen.

Impfung: Gibt es einen neuen Impfstoff?

Seit September 2025 ist ein angepasster Impfstoff des Herstellers Biontech verfügbar. Mit einer Auffrischung impfen lassen sollten sich laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) Menschen ab 60 Jahren, Personen mit Vorerkrankungen, Bewohner und Bewohnerinnen von Pflegeheimen oder Beschäftigte, die im Gesundheitsbereich tätig sind. Der beste Zeitpunkt für eine Auffrischimpfung ist laut Stiko der Herbst, um bestmöglichen Schutz während der Infektionssaison zu erreichen. In der Regel sollten nach der letzten Impfung oder Infektion zwölf Monate vergangen sein.

Die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass die derzeit zugelassenen Covid-19-Impfstoffe auch bei den neueren Varianten vor schweren Krankheitsverläufen schützen.

Muss man jetzt Maske tragen?

Maskenpflichten für öffentliche Verkehrsmittel oder andere öffentliche Bereiche gibt es in Deutschland nicht. Für immungeschwächte Personen kann die Maske ein sinnvoller Schutz sein. Wer sich und andere schützen möchte, bleibt bei einer akuten Atemwegsinfektion drei bis fünf Tage zu Hause, reduziert Kontakte, niest bzw. hustet in die Armbeuge und wäscht regelmäßig die Hände.

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Mit Material von dpa.