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Der ADAC

Corona-Lockdown: Reisen in Deutschland & Europa

Verweilsverbotszone-Schilder hängen an Laternenpfählen
Die Zeit der Corona-Beschränkungen ist noch nicht vorbei: Verweilverbotszone in Düsseldorf ∙ imago images/Sven Simon

Bis mindestens 18. April gilt in ganz Deutschland ein verschärfter Lockdown. Reisen sollen möglichst nicht stattfinden. Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick.

  • Deutschland-Urlaub wegen Lockdown praktisch unmöglich

  • Die wichtigsten Bestimmungen innerhalb Deutschlands und Europas

  • Quarantäne-Regeln für Rückkehrer aus Risikogebieten

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind alle Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, auf private Reisen, Tagesausflüge und Verwandtenbesuche zu verzichten. Das haben Bund und Länder gemeinsam beschlossen. Hotels und andere Unterkünfte dürfen daher bis mindestens 18. April keine Touristen beherbergen.

Auch Campingplätze dürfen keine Urlauber aufnehmen. Ob sie generell schließen müssen, hängt von den Verordnungen der einzelnen Bundesländer ab. Mehr Infos dazu finden Sie auf Pincamp*, dem Campingportal des ADAC.

Das Abraten von touristischen Reisen durch die Regierungen von Bund und Ländern ist jedoch kein grundsätzliches Reiseverbot: Wer – zum Beispiel geschäftlich – auf Reisen gehen muss, sollte sich vorab informieren, ob gegebenenfalls ein Beherbergungsverbot für Beschränkungen sorgt.

Beherbergungsverbote in Deutschland: Wo darf man übernachten?

Corona in Deutschland

Geschäfte, Zoos, Museen dürfen mancherorts öffnen

Neben Hotels und anderen Unterkünften sind auch Restaurants, Cafés und andere Lokale geschlossen und dürfen nur Speisen zum Mitnehmen verkaufen. Einzelhandelsgeschäfte, die keine Waren des täglichen Bedarfs verkaufen, haben in Regionen mit niedrigen Inzidenzwerten wieder offen.

Auch Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten dürfen in manchen Bundesländern bei einer 7-Tages-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner Besucher empfangen.

Reisen mit Bus, Bahn und Flugzeug

Die Deutsche Bahn stellt während des Lockdowns in Deutschland rund 85 Prozent des regulären Sitzplatzangebotes zur Verfügung. Bei der Wahl eines möglichst wenig frequentierten Zuges hilft die Auslastungsanzeige*, die auf der Bahn-Webseite für jede Verbindung abrufbar ist.

Der grenzüberschreitende Bahnverkehr ist eingeschränkt. Dies betrifft Verbindungen nach Frankreich, Tschechien und Italien. Reisende sollten sich vor Fahrtantritt über die Verbindungen informieren, rät die Deutsche Bahn*.

Die Nachtzüge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben wegen der Pandemie ihre Verbindungen auch nach Deutschland eingeschränkt. Bis voraussichtlich 28. April sind die Nightjet-Verbindungen* aus Österreich und der Schweiz nach Deutschland stark reduziert.

Mit einem vorerst deutlich reduzierten Angebot fährt das Fernbusunternehmen Flixbus wieder. Zunächst sollen rund 40 Ziele angefahren werden, darunter stark nachgefragte Strecken wie Berlin-Hamburg oder Berlin-München.

Trotz des Lockdowns bietet Lufthansa weiterhin Flüge ins In- und Ausland an. Aufgrund des begrenzten Angebots ist eine rechtzeitige Buchung empfehlenswert. Zudem ist dringend ratsam, sich frühzeitig nach dem Flugstatus zu erkundigen. Kurzfristige Streichungen oder veränderte Abflugzeiten sind möglich.

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Weitere Corona-Regeln in Deutschland

Eine Übersicht der Corona-Regeln in den Bundesländern findet man auf der Webseite des Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes*. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht gibt es in allen Ländern ein Mindest-Bußgeld von 50 Euro.

Urlaub in Europa nur begrenzt möglich

Die meisten europäischen Länder sind vom Robert-Koch-Institut als Corona-Risikogebiete eingestuft, es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Island ist der einzige Staat in Europa, in dem es nicht mindestens eine Risiko-Region gibt. Zudem gibt es auch in Europa Länder oder einzelne Regionen, die als Hochinzidenz- bzw. Virusvarianten-Gebiete gelten. Allerdings ist der Deutschen liebste Ferieninsel Mallorca kein Corona-Risikogebiet mehr.

Deutschlands Nachbarländer haben die Einreisemöglichkeiten teils massiv eingeschränkt.

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Belgien

Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Belgien ab, das Robert-Koch-Institut (RKI) hat das ganze Land als Risikogebiet eingestuft.

Belgien verbietet bis zum 18. April touristische Reisen nach Belgien und von Belgien ins Ausland. Das Reiseverbot wird Behördenangaben zufolge sowohl im Straßen-, Flug-, und Schiffs- als auch im Schienenverkehr kontrolliert. Es sind nur unbedingt notwendige Reisen* erlaubt.

Wer dennoch ein- oder ausreist, muss im Besitz einer ehrenwörtlichen Erklärung sein. Ein entsprechendes Musterformular hierzu soll zur Verfügung gestellt werden und durch die erforderlichen Unterlagen belegt werden.

Die Einreise nach Belgien ist grundsätzlich ohne Grenzkontrollen möglich. Alle Reisenden (ausgenommen Transitreisende) müssen innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise ein elektronisches Public Health Passenger Locator Form* ausfüllen, auch Personen mit Wohnsitz in Belgien (nach mehr als 48-stündigem Auslandsaufenthalt). Dies wird stichprobenartig kontrolliert. Unterlässt man es, kann das zu einer Geldbuße von etwa 250 Euro führen.

Reisende, die länger als 48 Stunden in Belgien bleiben, müssen einen negativen PCR-Test vorlegen (nicht älter als 72 Stunden) und sich umgehend für mindestens sieben Tage in Quarantäne begeben. Am 7. Tag des Aufenthalts müssen sie sich erneut testen lassen. Dazu erhalten sie eine SMS der belgischen Behörden, mit der sie zu einem Testzentrum gehen können.

Das Land befindet sich bis auf Weiteres im Lockdown. Aber alle Geschäfte haben geöffnet. Es gelten jedoch strikte Hygienevorgaben (u.a. Personen- und Zeitbeschränkungen).

  • Friseure, Kosmetikstudios und Freizeitparks sind geschlossen.

  • Restaurants, Cafes und Bars sind ebenfalls geschlossen und dürfen lediglich Essen zum Mitnehmen anbieten (bis max. 22 Uhr). Ab 20 Uhr darf generell kein Alkohol mehr verkauft werden.

  • Jeder Haushalt darf nur eine bestimmte Person zu Hause empfangen – und zwar immer dieselbe. Personen, die allein wohnen, dürfen zwei Personen empfangen (aber nicht gleichzeitig).

  • Private Zusammenkünfte im Freien sind auf zehn Personen beschränkt. Kinder bis zwölf Jahren werden nicht mit dazu gerechnet.

  • Hotels bleiben geöffnet, Mahlzeiten müssen in den Zimmern eingenommen werden.

  • In Flandern gilt eine Ausgangssperre von 0 bis 5 Uhr, in Brüssel und Wallonien von 22 bis 6 Uhr. Ausnahmen sind gestattet, wenn essentielle Gründe vorliegen.

  • In Brüssel gilt im öffentlichen Raum ein generelles Alkoholverbot.

  • In der Öffentlichkeit muss generell eine Maske getragen und ein Abstand von mindestens 1,50 Metern zu anderen Personen eingehalten werden.

  • Schwimmbäder und Museen sind geöffnet. Private Saunen dürfen für Personen aus demselben Haushalt öffnen.

Verschärfte Corona-Regelungen zu Ostern

Nicht systemrelevante Geschäfte dürfen rund um die Osterfeiertage nur noch mit Termin empfangen. Friseure müssen schließen. Im Freien dürfen sich nur noch vier anstelle von zehn Personen mit Maske treffen.

Dänemark

Hier finden Sie viele weitere Informationen zum Urlaub in Dänemark.

Griechenland

Alle Informationen für die Reise nach Griechenland in Corona-Zeiten finden Sie hier.

Was Sie bei der Fahrt mit dem Auto über den Landweg nach/aus Griechenland wissen müssen, erfahren Sie hier.

Italien

Hier erfahren Sie, was deutsche Urlauber bei An- und Abreise sowie in Italien vor Ort erwartet.

Alles Wissenswerte für einen Urlaub auf Sardinien und was am Gardasee gilt, lesen Sie hier.

Kroatien

Umfassende Informationen zum Urlaub in Kroatien in Corona-Zeiten finden Sie hier.

Niederlande

Alle Informationen zum Reisen in die Niederlande finden Sie hier.

Österreich

Hier erfahren Sie, was Österreich-Urlauber in Corona-Zeiten beachten müssen.

Portugal

Alle Informationen zum Reisen nach Portugal finden Sie hier.

Schweden

Hier erfahren Sie, was Schweden-Urlauber in Corona-Zeiten beachten müssen.

Schweiz

Hier erfahren Sie, was Schweiz-Urlauber in Corona-Zeiten beachten müssen.

Slowenien

Das Robert-Koch-Institut hat das ganze Land zum Corona-Risikogebiet (Hochinzidenz-Gebiet) erklärt. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung ausgesprochen.

Das müssen Slowenien-Reisende bei der Rückkehr nach Deutschland beachten

Wer von Deutschland nach Slowenien reist, ist von der ansonsten geltenden 10-tägigen Quarantänepflicht befreit, wenn er beim Grenzübertritt einen negativen PCR-Test vorlegt, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Tests müssen in einem EU-Mitgliedstaat bzw. in Norwegen, Island, Liechtenstein oder der Schweiz durchgeführt worden sein. Ein Antigentest ist nicht ausreichend.

Ebenfalls von der Quarantänepflicht befreit sind Personen, die gegen Covid-19 geimpft sind oder die sich in der Vergangenheit mit dem Virus SARS-CoV-2 nachweislich infiziert haben und davon genesen sind.

Der Transit durch Slowenien ist für deutsche Staatsangehörige auch ohne Quarantäne möglich, solange die Durchreise innerhalb von sechs Stunden nach Einreise erfolgt. Kurze Zwischenstopps (z.B. zum Tanken) sind nicht ausdrücklich verboten. Als weitere Voraussetzung muss dem Durchreisenden der Grenzübertritt in das Nachbarland erlaubt sein.

Autofahrer aus Deutschland dürfen die Grenze zwischen Österreich und Slowenien nur über die Autobahnübergänge Karawankentunnel und Spielfeld sowie über die Grenzstelle Loibltunnel passieren. Zwischen Italien und Slowenien stehen nur die Grenzpunkte Vrtojba/St. Andrea, Fernetiči/Fernetti, Škofije/Rabuiese und Krvavi potok/Pesse zur Verfügung.

Die slowenische Regierung hat am 12. April die geltenden Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert. Die Bürger dürfen jetzt ihre jeweilige Region wieder ohne Ausnahmeerlaubnis verlassen. Viele Geschäfte, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe öffnen wieder. Dasselbe gilt für Friseure und Kfz-Werkstätten. Die landesweite nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr ist aufgehoben. Auch Museen und andere Freizeiteinrichtungen können wieder Besucher empfangen.

Die Kontaktbeschränkungen bestehen fort. Es gilt die Aufforderung, Abstand zu halten (mindestens 1,5 Meter). In den meisten Regionen müssen die Menschen auch im Freien Masken tragen, in geschlossenen öffentlichen Räumen sowie im öffentlichen Personenverkehr ist dies ohnehin Pflicht.

Viele weitere Informationen für Ihre Reise nach Slowenien finden Sie hier.

Tschechien

Die Zahl der Neuinfektionen in Tschechien ist derzeit sehr hoch. Das gesamte Land wurde vom Robert-Koch-Institut zum Corona-Risikogebiet (Hochinzidenz-Gebiet) erklärt, es gibt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Es gibt deshalb strenge Grenzkontrollen:

  • Nach Deutschland dürfen prinzipiell nur noch deutsche Staatsbürger und Personen mit einem Aufenthaltstitel für Deutschland einreisen.

  • Bei der Einreise ist ein vorab durchgeführter negativer Corona-Test verpflichtend. Anschließend muss man sich in Quarantäne begeben.

  • Ausnahmen vom Einreiseverbot und von der Quarantäneplicht (aber nicht von der Testpflicht) gibt es für Berufspendler, die in systemrelevanten Branchen arbeiten. Die Behörden definieren Betriebe als systemrelevant und dementsprechend stellen die Arbeitgeber individuelle Bescheinigungen aus, die an der Grenze vorzuzeigen sind. Die Pendler müssen sich täglich testen lassen.

Für die Einreise nach Tschechien sind die Grenzübergänge prinzipiell geöffnet. Wegen des Lockdowns in Tschechien sind aber touristische Reisen bis auf Weiteres verboten. Erlaubt sind nur Fahrten aus triftigen Gründen.

Reisende, die einen triftigen Grund haben, müssen für die Einreise nach Tschechien ein Online-Formular* ausfüllen und einen negativen Covid-19-PCR-Test oder Antigen-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden bzw. 24 Stunden ist. Nach der Einreise muss man dennoch eine Quarantäne (Selbstisolierung) einhalten. Diese kann man erst mit einem weiteren PCR-Test beenden, der frühestens nach fünf Tagen durchgeführt wird. Ausnahmen von der Test- und Quarantänepflicht gelten u.a. für Berufspendler und Kraftfahrer im kommerziellen Güterverkehr, wenn der Aufenthalt in Tschechien nicht länger als 12 Stunden dauert.

Der Zug-Fernverkehr von Deutschland nach Tschechien ist stark eingeschränkt.

Generell gilt in ganz Tschechien die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie überall im Freien, wenn kein Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen eingehalten werden kann. Auch im Auto muss man eine Maske tragen, wenn Personen mitfahren, die nicht zu einem gemeinsamen Haushalt gehören. In der Öffentlichkeit werden nur noch FFP2-Masken oder OP-Masken anerkannt.

Derzeit gelten folgende Lockdown-Maßnahmen:

  • Gaststätten und Hotels sind geschlossen. Die Beherbergung von Dienstreisenden ist aber prinzipiell möglich.

  • Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist verboten.

  • Kulturelle Einrichtungen (Museen, Schlösser, Theater, Kino) und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen.

  • Nur absolut notwendige Geschäfte sind geöffnet.

Alle Informationen zu den Hygienemaßnahmen findet man in englischer Sprache beim tschechischen Gesundheitsministerium*.

Wichtig für die Rückkehr aus dem Ausland nach Deutschland

In ganz Deutschland gilt eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Sie betrifft sowohl Flugreisende als auch Menschen, die mit Bahn, Bus oder Auto unterwegs waren.

Alle Flugreisenden müssen bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen – auch wenn sie aus Nicht-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. Ohne negativen Test ist kein Mitflug möglich. Die Regelung gilt voraussichtlich bis 12. Mai.

Alle Details zu Quarantäne und Testpflicht sowie zum digitalen Einreiseformular finden Sie hier. Ebenso alles Wichtige zur Einreise aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten.

Reise-Recht: Wenn Sie jetzt ein Hotel gebucht haben

ADAC Juristen weisen darauf hin, dass Gäste trotz des Lockdowns möglicherweise auf ihren Hotelkosten sitzen bleiben können. Da es kein Reiseverbot gibt, ist die Rechtslage folgendermaßen: Muss ein Gast einen Hotelaufenthalt vorzeitig abbrechen, weil der Hotelier aufgrund einer behördlichen Anordnung die Leistung nicht weiter anbieten darf, so darf die Unterkunft nur den tatsächlich verbrachten Aufenthalt berechnen.

Wenn der Hotelier jedoch weiter anbieten darf, zum Beispiel bei Geschäftsreisenden, und der Gast selbst den Aufenthalt absagt oder verkürzt, muss der Gast für das Zimmer grundsätzlich auch dann zahlen, wenn er es nicht nutzt.

Coronavirus: Das sind Ihre Rechte als Reisende

ADAC erweitert Leistungen wegen Corona

Der ADAC hat für alle Plus- und Premium-Mitglieder seine Leistungen erweitert und übernimmt zusätzlich anfallende Übernachtungs- und Heimreisekosten, sollte während einer Reise eine coronabedingte Quarantäne von den Behörden angeordnet werden.

Zudem bezahlt der ADAC einen Covid-19-Test, wenn dadurch eine schadenmindernde Wirkung zu erwarten ist – beispielsweise, weil so eine frühere Heimreise möglich würde. Die Leistung gilt grundsätzlich weltweit. Ausnahme: Bereits vor der Abreise lag eine Reisewarnung für das betroffene Land oder den spezifischen Ort vor.

Für sorgenfreie Ferien: ADAC erweitert sein Leistungsangebot

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