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Der ADAC

Beherbergungsverbote in Deutschland

Frau mit Mundschutz steht mit einem Koffer in einer Hotellobby
Hotelaufenthalte sind für Reisende aus Corona-Hotspots in den meisten Bundesländern nur nach negativem Corona-Test erlaubt ∙ © iStock.com/South_agency

Wegen des deutschlandweiten Lockdowns sind Hotelübernachtungen für Urlauber vom 2. bis 30. November 2020 nicht möglich.

Lockdown im November

Massive Einschränkungen ab 2. November

Um die weitere Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, haben Bund und Länder massive Einschränkungen im privaten und öffentlichen Bereich beschlossen. Diese gelten in ganz Deutschland ab 2. November vorerst bis zum Monatsende:

  • In der Öffentlichkeit und privat dürfen sich generell nur noch Angehörige von zwei verschiedenen Haushalten treffen. Die Zahl von maximal zehn Personen darf dabei nicht überschritten werden.

  • Touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Unterkünften in Deutschland sind verboten. Lediglich Geschäftsreisende sind weiterhin zugelassen.

  • Restaurants, Cafés und andere Lokale müssen schließen und dürfen nur noch Speisen zum Mitnehmen verkaufen.

  • Museen, Theater, Kinos, Freizeitparks, Schwimmbäder und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen.

  • Freizeitsport ist nur noch individuell, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt.

WICHTIG:

Die folgenden Informationen geben den Stand bis einschließlich 1. November wieder. Wie die Situation im Dezember sein wird, ist bisher noch nicht absehbar.

  • Übernachtung nach negativem Corona-Test meist möglich

  • Erhebliche Unterschiede bei Beherbergungsverboten der einzelnen Bundesländer

  • Rechtliche Tipps für Betroffene

Risikogebiete in Deutschland

Menschen aus deutschen Corona-Hotspots müssen mit deutlichen Einschränkungen rechnen, wenn sie in andere Bundesländer reisen und dort übernachten möchten. Die Lage in den einzelnen Ländern und was sie für Reisende aus Risikogebieten bedeutet.

Wird in einer Stadt, einem Land- oder Stadtkreis die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (7-Tage-Inzidenz-Wert) überschritten, gilt das Gebiet als Risikogebiet.

Eine tagesaktuelle Übersichtskarte der Risikogebiete in Deutschland* gibt es beim Robert-Koch-Institut.

Ein Ausreiseverbot für Menschen aus den betroffenen Gebieten besteht derzeit nicht.

Für Reisende, die sich in einem Corona-Hotspot aufgehalten haben oder dort wohnen, gelten besondere Regeln, wenn sie andere Orte in Deutschland besuchen und beispielsweise in Hotels, Pensionen, Jugendherbergen oder ähnlichen Beherbergungsbetrieben übernachten wollen. Die Regelungen gelten auch für Übernachtungen auf
Campingplätzen.

Allerdings legt jedes Bundesland selbst fest, was es als Corona-Hotspot definiert und für Reisende aus welchen Landkreisen eventuell Beherbergungsverbote ausgesprochen werden. Reisende aus möglichen Hotspots sollten sich daher immer vor der Anreise mit ihrer Unterkunft in Verbindung setzen, um zu erfahren, ob sie dort nächtigen dürfen oder nicht.

Dienstreisen sind in der Regel dennoch möglich. Die Bestimmungen der einzelnen Länder finden Sie im Folgenden.

Was Urlauber aus Risikogebieten tun können, die ihre Reise bereits gebucht haben

Die Verordnungen der einzelnen Bundesländer

Baden-Württemberg

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Bayern

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Berlin

In der aktuellen Verordnung gibt es keine Regelung zur Beherbergung von Reisenden aus innerdeutschen Risikogebieten.

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Brandenburg

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Bremen

In der aktuellen Verordnung des Landes finden sich keine Regelungen zu Reisenden aus innerdeutschen Risikogebieten.

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Hamburg

Beherbergungsbetriebe dürfen keine Touristen aus einem Corona-Hotspot aufnehmen, außer

a) diese bestätigen schriftlich, dass sie sich in den vorangehenden 14 Tagen nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben

b) sie verfügen über einen negativen Corona-Test, der nicht älter ist als 48 Stunden

Als innerdeutsche Corona-Hotspots gelten in Hamburg Gebiete, in denen die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz 50 überschreitet.

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: NEIN

  • Übernachtung nach negativem Test erlaubt: JA

Hessen

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Mecklenburg-Vorpommern

Touristen aus einer innerdeutschen Risikoregion können ohne Auflagen nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen, wenn sie keine Symptome haben, die auf eine Covid-19-Erkrankung hinweisen.

Personen mit Covid-19-Symptomen müssen nach der Einreise unverzüglich eine 14-tägige Quarantäne in einer geeigneten Unterkunft antreten und die für sie zuständige Behörde* kontaktieren. Das zuständige Gesundheitsamt kann die Quarantäne verkürzen, wenn zwei Corona-Tests mit mindestens 5 bis 7 Tagen Abstand ein negatives Ergebnis zeigen.

Als innerdeutsche Corona-Hotspots gelten in Mecklenburg-Vorpommern Gebiete, in denen die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz am Anreisetag 50 überschreitet. Die Daten finden sich tagesaktuell auf den Seiten des Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg Vorpommern*

  • Einreise aus Corona-Hotspot möglich: JA (wenn keine Covid-19-Symptome)

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN (außer bei Covid-19-Symptomen)

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Niedersachsen

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Nordrhein-Westfalen

Die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen hält die Option des Beherbergungsverbots für Reisende aus "besonders betroffenen Gebieten" zwar vor, es wird davon aber derzeit kein Gebrauch gemacht.

Welche Gebiete innerhalb Deutschlands in Nordrhein-Westfalen als Corona-Hotspots gelten, legt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales fest und veröffentlicht sie. In Nordrhein-Westfalen sind derzeit mit Blick auf diese Kategorisierung keine Einschränkungen für Reisende aus oder in diese Städte/Regionen vorgesehen.

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Rheinland-Pfalz

In der aktuellen Verordnung gibt es keine Regelung zu Reisenden aus innerdeutschen Risikogebieten.

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Saarland

In der aktuellen Verordnung gibt es keine Regelung zu Reisenden aus innerdeutschen Risikogebieten.

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Sachsen

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Sachsen-Anhalt

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Schleswig-Holstein

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Thüringen

In der aktuellen Verordnung gibt es keine Regelung zu Reisenden aus innerdeutschen Risikogebieten.

  • Einreise aus Corona-Hotspot erlaubt: JA

  • Quarantäne nach Einreise aus Hotspot: NEIN

  • Übernachtung in Beherbergungsbetrieb erlaubt: JA

Reise schon gebucht? Das gilt für Urlauber aus und in Hotspots

Wenn die Infektionszahlen in Ihrer Urlaubsregion steigen, kann der Tourismus durch Landesgesetze wieder eingeschränkt oder verboten werden. Dann muss der Hotelier oder Vermittler von Ferienwohnungen von sich aus stornieren, weil er die touristische Übernachtung wegen der Corona-Pandemie nicht weiter anbieten darf.

Das Gleiche gilt, wenn Sie aufgrund landesrechtlicher Regelungen in der Urlaubsregion nicht
beherbergt werden dürfen, weil Sie aus einem Corona-Risikogebiet in Deutschland kommen.

Wenn Sie noch gar nicht angereist sind, kann Sie der Hotelier auffordern, einen negativen
Corona-Test
vorzulegen, bevor Sie die Reise antreten. Fast alle Verordnungen der Bundesländer sehen vor, dass eine Quarantäne oder ein Beherbergungsverbot durch die Vorlage eines negativen Corona-Tests abgewendet werden kann. Diese Art der Mitwirkung dürfte dem Gast nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) auch zumutbar sein. Verweigern Sie diese, kommt wohl keine kostenfreie Stornierung in Betracht.

Anders kann es sich allerdings darstellen, wenn es dem Mieter/Gast nicht möglich ist, einen
negativen Corona-Test vorzulegen,
zum Beispiel weil die Anreise unmittelbar bevorsteht
und ein Testergebnis nicht mehr rechtzeitig zu erwarten ist oder dies mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden wäre.

Umfassende Informationen zu Ihren Rechten als Reisender in Corona-Zeiten finden Sie hier.

Quelle: Corona-Verordnungen der Länder, dpa, Stand: 26. Oktober 2020

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