Tankkosten: Benzinpreis und Dieselpreis weiterhin auf hohem Niveau
Von Redaktion

Preisschock an der Zapfsäule: Die Kraftstoffpreise sind im Vergleich zur Vorwoche in ganz Deutschland zwar leicht rückläufig, dennoch weiterhin auf hohem Niveau. Plus: Wie Sie beim Tanken trotzdem sparen können.
Bundesweit kostet ein Liter Super E10 0,3 Cent weniger, Diesel 2,6 Cent weniger als vor einer Woche
Ölpreis schießt weiterhin in die Höhe
Kosten sparen: Abends statt morgens tanken
+ Aktuellste Informationen zum Sprit- und Ölpreis im Zuge des Nahost-Krieges finden Sie hier +
Benzinpreis und Dieselpreis (Stand: 17. März)
Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Spritpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,042 Euro, und damit 0,3 Cent weniger gegenüber der Vorwoche. Etwas gesunken ist auch der Dieselpreis: Ein Liter kostet im Schnitt 2,162 Euro, das sind 2,6 Cent weniger als vor einer Woche.
Dennoch liegen die Preise beider Kraftstoffsorten noch immer über der Marke von zwei Euro je Liter, da der Krieg im Nahen Osten in ganz Deutschland die Spritpreise sprunghaft ansteigen hat lassen. Dies war letztmals am 7. September 2022 der Fall. Die Preise sind Tagesdurchschnittspreise vom Dienstag, 17. März. Aktuelle Preisbewegungen vom Mittwoch, 18. März, sind dabei nicht erfasst.
Ölpreis steigt von 91 auf rund 103 US-Dollar (Stand: 17. März)
Die Spritpreise sind in Deutschland derzeit besonders hoch – dies zeigt auch der Vergleich mit dem europäischen Ausland, wo der Preisanstieg in den Tagen seit dem Kriegsbeginn im Iran teilweise deutlich geringer ausfiel. Der Ölpreis liegt aktuell bei 103 US-Dollar und damit deutlich über dem Wert der Vorwoche. Die Kraftstoffpreise haben diesen Schritt nach oben allerdings schon in den vorherigen Tagen vorweggenommen.
Der ADAC spricht sich dafür aus, vorübergehend die Energiesteuer auf Kraftstoffe abzusenken. Diesel könnte auf den EU-Mindeststeuersatz für Energie abgesenkt und Benzin vergleichbar reduziert werden. Das würde für ca. 15 Cent Entlastung je Liter Kraftstoff sorgen.
Eine Energiesteuersenkung hätte den Vorteil, dass sie schnell und befristet umgesetzt werden könnte und damit finanziell besonders belasteten Autofahrerinnen und Autofahrern helfen würde. Der ADAC erwartet jedoch gleichzeitig, dass eine Entlastung vollständig an den Zapfsäulen und somit beim Verbraucher ankommt.
Aktuelle Infos zu den Spritpreisen infolge des Krieges in Nahost.
Kosten sparen: Nicht morgens tanken
Wer beim Tanken sparen möchte, sollte die Preisunterschiede im Tagesverlauf beachten und möglichst die besonders teure Phase zwischen 7 und 8 Uhr meiden.
So wird Tanken für Sie zusätzlich günstiger
Neben einer spritsparenden Fahrweise lassen sich die Tankkosten mit diesen Tipps weiter reduzieren:
Die erstbeste Tankstelle ist nicht immer die günstigste: Autofahrende sollten deshalb vor dem Tanken Spritpreise vergleichen und an teuren Anbietern vorbeifahren. Die Preisunterschiede der Tankstellen betragen im Normalfall bis zu 7 Cent je Liter, im Vergleich zu Autobahntankstellen sogar noch deutlich mehr. So spart man nicht nur, sondern fördert auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.
Auf teures Super E5 verzichten: In der Regel vertragen alle Benziner ab Produktionsdatum November 2010 Super E10. Daher sollte man auf das teurere E5 nach Möglichkeit verzichten. So lassen sich je Liter im Schnitt weitere 5 bis 6 Cent sparen.
Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App "ADAC Drive". Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.