Tankkosten: Der aktuelle Benzinpreis und Dieselpreis in Deutschland

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Von Redaktion

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Tanken- Zapfhahn im blauem Auto
Günstiger tanken: Wer beispielsweise in den Abendstunden zur Zapfsäule fährt, kann sparen© Shutterstock/Fahroni

Preisschock an der Zapfsäule: Der Krieg in Nahost hat die Kraftstoffpreise auf ein sehr hohes Niveau hinaufkatapultiert. Auch im Vergleich zur Vorwoche sind sie noch einmal angestiegen. Plus: Wie Sie beim Tanken trotzdem sparen können.

  • Ein Liter Super E10 kostet 3,2 Cent mehr, Diesel 12,6 Cent mehr als vor einer Woche

  • Aber: Trendwende bei den Tagesdurchschnittspreisen

  • Kosten sparen: Abends statt morgens tanken

Benzinpreis und Dieselpreis im Wochenvergleich (Stand: 24. März)

Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Spritpreise in Deutschland im Wochenvergleich zeigt, ist der Preis für Diesel-Kraftstoff seit der vergangenen Woche massiv gestiegen. Ein Liter Diesel kostet im bundesweiten Mittel derzeit 2,288 Euro – das sind 12,6 Cent mehr als in der Vorwoche.

Auch Super E10 hat sich erneut deutlich verteuert, wenn auch in geringerem Maße als Diesel. So liegt der Preis für einen Liter Super E10 im Schnitt derzeit bei 2,074 Euro – ein Plus von 3,2 Cent.

Aktuelle Preisbewegungen vom Mittwoch, 25. März, sind dabei nicht erfasst.

Aktueller Ölpreis (Stand: 24. März)

Im Laufe der vergangenen Woche erreichten die Preise beider Kraftstoffsorten ihre jeweiligen Jahreshöchststände: Super E10 kostete am Freitag, 20. März, 2,086 Euro, Diesel am Montag, 23. März, im Schnitt 2,310 Euro. Damit lag der Dieselpreis nur noch 1,1 Cent unter dem Allzeithoch vom März 2022.

Krieg in Nahost: Warum sind die Spritpreise so hoch?

Weil der Iran eine der wichtigsten Handelsrouten für Öltanker, die Straße von Hormus, blockiert, war der Ölpreis seit Kriegsbeginn dramatisch gestiegen. Der Preis für ein Fass Öl der Nordseesorte Brent lag Anfang März kurzzeitig sogar bei 120 US-Dollar. Zum Vergleich: Am Freitag, 27. Februar, vor dem Beginn des Irankriegs, kostete ein Barrel Rohöl der Sorte Brent noch rund 72 US-Dollar.

Prognose für Spritpreis schwierig

Angesichts der großen Unruhe und Verunsicherung im Markt ist eine Prognose äußerst schwierig, so ADAC Kraftstoffexperte Christian Laberer. Der Ölpreis ist in normalen Zeiten der zentrale Treiber für Veränderungen der Spritpreise. Erste Zahlen vom Donnerstagmorgen, 26. März, deuten zumindest bei Diesel tendenziell weiter in Richtung Entspannung. Gleichzeitig stieg der Ölpreis allerdings, was eigentlich für steigende Spritpreise sprechen würde.

Krieg in Nahost: Spritpreise im Tagesverlauf

Nationale Ölreserven freigegeben

Nach Einschätzung der ADAC Fachleute zeigen die Preissprünge beim Öl deutlich, wie groß die Verunsicherung derzeit ist und wie viel Bewegung im Weltmarkt steckt.

Um die Märkte zu beruhigen, geben Deutschland und die anderen 31 Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) nun einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Nach dem Start der Freigabe strategischer Ölreserven setzt die IEA auf eine schnelle Beruhigung der Märkte.

Aktuell drohen laut Experten in Deutschland keine Engpässe bei Benzin oder Diesel. Die Versorgung läuft, die Reserven sind gut gefüllt.

ADAC fordert Absenkung der Energiesteuer

Der ADAC spricht sich dafür aus, vorübergehend die Energiesteuer auf Kraftstoffe abzusenken. Diesel könnte auf den EU-Mindeststeuersatz für Energie abgesenkt und Benzin vergleichbar reduziert werden. Das würde für ca. 15 Cent Entlastung je Liter Kraftstoff sorgen.

Aktuelle Spritpreise: Österreich-Modell soll für Entlastung sorgen

Eine andere, von der Bundesregierung vorgesehene Maßnahme soll bereits zum 1. April kommen: Die Einführung des sogenannten Österreich-Modells, bei dem nur einmal am Tag die Spritpreise angehoben, jedoch beliebig oft gesenkt werden dürfen. Die einmalige Preisanhebung soll künftig um 12 Uhr mittags eines jeden Tages erfolgen. Damit wäre der günstigste Zeitpunkt zum Tanken künftig kurz vor zwölf Uhr – die bisherige Empfehlung, abends zu tanken, wäre damit überholt.

In Bezug auf das Österreich-Modell bleibt der ADAC skeptisch, ob sich dadurch niedrigere Preise erzielen lassen.

Kosten sparen: Nicht morgens tanken

Bis Ende März gilt jedoch unverändert: Wer beim Tanken sparen möchte, sollte die Preisunterschiede im Tagesverlauf beachten und möglichst die besonders teure Phase zwischen 7 und 8 Uhr meiden.

So wird Tanken für Sie zusätzlich günstiger

Neben einer spritsparenden Fahrweise lassen sich die Tankkosten mit diesen Tipps weiter reduzieren:

  • Die erstbeste Tankstelle ist nicht immer die günstigste: Autofahrende sollten deshalb vor dem Tanken Spritpreise vergleichen und an teuren Anbietern vorbeifahren. Die Preisunterschiede der Tankstellen betragen im Normalfall bis zu 7 Cent je Liter, im Vergleich zu Autobahntankstellen sogar noch deutlich mehr. So spart man nicht nur, sondern fördert auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

  • Auf teures Super E5 verzichten: In der Regel vertragen alle Benziner ab Produktionsdatum November 2010 Super E10. Daher sollte man auf das teurere E5 nach Möglichkeit verzichten. So lassen sich je Liter im Schnitt weitere 5 bis 6 Cent sparen.

  • Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App "ADAC Drive". Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.