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- Nicht mit einer Fahrstunde abspeisen lassen -

Checkliste Probefahrt

Nur eine Viertelstunde Probefahrt in Begleitung des Verkäufers und dann sofort den Kaufvertrag unterschreiben – diese Zeiten sind vorbei. Nicht zuletzt der hohe Druck im Neuwagenmarkt öffnet den Kunden viele Möglichkeiten, vor einem Autokauf intensiv das Marktangebot zu vergleichen. Nachstehend eine ADAC-Checkliste zu Probefahrt und Neuwagenkauf.
  • Vor der Probefahrt

    Eine Probefahrt kann auch einmal mehrere Tage dauern, ohne dass daraus eine Kaufverpflichtung erwachsen muss. Dazu mietet man sich das in die engere Wahl gezogene Fahrzeug beim Autohaus. Das ist allemal billiger als ein Fehlkauf. Kommt es zum Kaufvertrag, rechnen die meisten Händler die Miete auf den Fahrzeugpreis an.

    Insbesondere bei Oberklasse-Marken wird auch schon einmal ein Fahrzeug für ein Wochenende vors Haus gestellt und der Interessent hat nur den verbrauchten Treibstoff zu bezahlen. Manchmal kommen noch Aufschläge für Mehrkilometer ab einer gewissen Grenze (zumeist 100 Kilometer) dazu.

    Hier eine ADAC-Checkliste für die Probefahrt:

    • eigene Bedürfnisse formulieren (maximaler Preis, Sitzplätze, Gepäckraum, Form, Verbrauch, Fahrleistungen, Anhänge- und Dachträgerlast etc.)
    • Prospekte besorgen und auswerten
    • Testberichte (ADAC Autotests, Praxistests, Pannenstatistik) studieren
    • Auswahl auf etwa fünf Fahrzeuge eingrenzen
    • Neuwagenpreise vergleichen, dabei Sonderaktionen beachten
    • Sitzproben in Ausstellungsfahrzeugen machen
    • beim Händler einen Probefahrt-Termin mit dem gewünschten Modell vereinbaren; idealerweise per Fax, das drückt ernsthaftes Interesse aus; dabei zwei, drei Alternativtermine vorschlagen; Rückrufnummer angeben
    • Termine während der Woche sind leichter zu bekommen als von Freitag bis Montag
    • Route festlegen mit Strecken, die dem Fahrer bereits vertraut sind (z.B. Einkaufsfahrt, Fahrt zum Arbeitsplatz, zur Schule, zu Freunden etc.); auch enge und winkelige Gassen zum Einschätzen der Manövrierfähigkeit einplanen
    • eigene Kinder mitnehmen (bzw. Kinder von Bekannten, wenn eigener Nachwuchs erwartet wird)

  • Beim Händler
    • Ausdruck des betreffenden ADAC-Testberichts mitnehmen
    • gültigen Führerschein und Personalausweis bereit halten
    • gegebenenfalls zweiten Fahrer (Ehepartner etc.) registrieren lassen
    • Fahrzeug vor Übernahme genau auf Mängel untersuchen und diese in die Übernahme-Bestätigung eintragen; erst dann unterschreiben
    • Selbstbeteiligungen um die 1000 Euro für Unfälle während der Probefahrt sind üblich; die genaue Höhe sollte Ihnen vorher genannt werden und auch in der Übernahme-Bestätigung stehen
    • Funktionen des Fahrzeugs erläutern lassen
    • typisches eigenes Ladegut bereit halten, Ein- und Ausladen probieren (mit Gegenständen, die für Hobbys benötigt werden, etwa Angelruten, Modellflugzeuge, Musikinstrumente, Ski etc.)
    • bei einem Unfall sofort das Autohaus benachrichtigen und das weitere Vorgehen mit ihm abstimmen
    • keine Personen fahren lassen, die nicht beim Händler registriert wurden, sonst ist der dort angemeldete Probefahrer auch für die Schäden anderer haftbar

  • Während der Probefahrt
    • positive und negative Auffälligkeiten sowie weiterführende Fragen vom Beifahrer aufschreiben lassen
    • nicht nur mit hohen Drehzahlen sportlich fahren, sondern auch bewusst im Bummeltempo und auf schlechten Straßen, um Brumm- und Klapper-Geräuschen auf die Spur zu kommen
    • Erfahrungen der Mitfahrer abfragen (genügend Beinraum, gut verstellbare Sitze, Aussicht)
    • prüfen, ob das Fahrzeug in die eigene (Tief-)Garage passt
    • alle Klappen öffnen, Ablagen probeweise mit den im bisherigen Auto mitgeführten Utensilien befüllen (und dabei unnütze Gegenstände aussortieren)

  • Nach der Probefahrt
    • nach Rückkehr von der Probefahrt das Fahrzeug gemeinsam mit dem Verkäufer auf Mängel untersuchen und Mängelfreiheit schriftlich bestätigen lassen
    • bei Unfällen die Polizei verständigen, den Händler sofort informieren
    • sollten während der Fahrt Mängel auftreten, diese sofort nennen und schriftlich festhalten lassen
    • Kaufentscheidung erst mit einigen Tagen Abstand fällen
    • Mitschriften von den Probefahrten auswerten
    • aufgetauchte Fragen klären
    • Zusicherungen bezüglich spezieller Fahrzeug-Eigenschaften (z.B. „Winterreifen werden kostenlos montiert“, „Der Wagen ist bis spätestens … da“) schriftlich im Kaufvertrag fixieren

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