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Wann sich vom Gebrauchten trennen?

28.02.2017

JetztrechnetsicheinNeuer

Wann rechnet sich ein neues Auto? Wir geben Tipps.

Millionen Autofahrer stehen jedes Jahr vor der gleichen Frage: Noch eine Reparatur oder sich vom alten Auto trennen? Wir geben Ihnen den richtigen Rat und Tipps, wie Sie das meiste Geld für Ihren Alten herausholen.


Jedes Jahr wechseln in Deutschland mehr als zehn Millionen Pkw den Besitzer. Etwa 3,5 Millionen Neuwagen und 7 Millionen Gebrauchtwagen. Stets eine schwierige Entscheidung: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Autotausch? Und: Wo bekomme ich das meiste Geld für meinen Gebrauchten?


Die Zeiten ändern sich: Noch in den 1970er-Jahren lag das Durchschnittsalter der Pkw-Flotte bei ungefähr fünfeinhalb Jahren. Inzwischen ist es auf über neun Jahre angestiegen. Das mag auch daran liegen, dass manchen Menschen das Geld für den Neuwagenkauf fehlt. Vor allem aber zeigt es, wie zuverlässig die meisten aktuellen Fahrzeuge sind: 150.000 Kilometer Laufleistung sind heute die Regel. In den 60ern gaben Autos nach etwa 100.000 Kilometern endgültig den Geist auf.


Die Pannenstatistik zeigt: je älter, desto anfälliger

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Heutige Fahrzeuge haben kaum typische Schwachpunkte


Peter Sobotta vom ADAC Technikzentrum in Landsberg beobachtet den Pkw-Markt seit Jahren. Regelmäßig testet er mit seinen Kollegen beliebte Gebrauchte und analysiert Mängel. "Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kann man sein Auto heute sehr lange fahren, typische Schwachstellen gibt es eigentlich nicht mehr", sagt Sobotta. Eher sorgen vereinzelte Fehler in der Produktion oder mangelhafte Bauteile für die Probleme: "Bei 20.000 Einzelteilen, die meist auch noch vom billigsten Anbieter kommen, kann immer was schiefgehen." Auf solche Fehler oder Rückrufaktionen der Hersteller weist der ADAC in seinem Gebrauchtwagenportal hin.


Für die Motorwelt hat Sobotta den durchschnittlichen Wertverlust eines Pkw berechnet. Unmittelbar nach der Erstzulassung stürzt der Restwert regelrecht ab, um dann, nach etwa zwei Jahren, in einen gleichmäßigen Sinkflug überzugehen. Die Zahlen zeigen: Wer seinen Neuwagen schon nach fünf Jahren ersetzt, macht ein ziemlich schlechtes Geschäft, 65 Prozent Verlust sprechen eine deutliche Sprache. Zum Vergleich: In den folgenden fünf Jahren beträgt der Wertverlust insgesamt nur noch 25 Prozent.


"Meist lohnen sich Reparaturen auch bei älteren Autos"


Irgendwann steigen die Reparaturkosten spürbar an. Für viele Autobesitzer ein Anlass, an einen Neuen zu denken. Ein typischer Denkfehler, sagt Sobotta. "Auch wenn es Nerven und Geld kostet: In aller Regel lohnen sich auch bei acht Jahre alten Autos Reparaturen für ein paar Hundert Euro." Wird es deutlich teurer, lohnt es sich nachzurechnen. Denn: Reparaturen erhöhen den Verkaufswert des Wagens nicht.


Wertverlust und Reparaturkosten

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Eine Faustregel hilft bei der Entscheidung: Sollte die Reparatur mehr als die Hälfte des Restwerts ausmachen, ist es besser, den Schaden nicht zu beseitigen, sondern den Wagen abzustoßen.

Wer trotzdem noch viel Geld in den Alten steckt, sollte ihn auch wirklich bis zum bitteren Ende behalten.


Ein frischer TÜV bringt beim Verkauf richtig Geld 


Regelmäßige Inspektionen sind immer wichtig. Darauf aus Sparsamkeit bei alten Autos zu verzichten - davon hält ADAC Technik-Experte Helmut Klein nichts. Einerseits, weil sie für die Sicherheit des Autos unverzichtbar sind. Andererseits, weil ein Gespräch mit dem Automechaniker Hinweise auf anstehende, wirklich teure und unwirtschaftliche Reparaturen liefern kann. Genau wie der ADAC Gebrauchtwagen-Check. 


Was Käufer immer schätzen: einen frischen TÜV-Stempel. Hierzu Sobotta: "Selbst dann, wenn der Restwert laut Tabelle an der Nulllinie kratzt: Das bringt gut 2000 Euro." Keinen Einfluss auf den Wert haben dagegen Schönheitsreparaturen. Kratzer im Lack oder Steinschläge in der Motorhaube sind in den Richtpreisen einkalkuliert.


Hier lesen Sie, wie Sie den richtigen Preis für Ihren Gebrauchten ermitteln.


Quelle: ADAC Motorwelt 3/2017



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