Schneller Check: FAST-Test bei Verdacht auf Schlaganfall

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Von Tanja Echter

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Arzt zeigt MRT-Gehirnscan von Kopf und Schädel
Zeit ist Hirn: Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute bis zum Behandlungsbeginn© iStock.com/Makhbubakhon Ismatova

Ein schiefes Lächeln, ein kraftloser Arm oder eine verwaschene Aussprache können Anzeichen für einen Schlaganfall sein. Mit dem FAST-Test können Sie die wichtigsten Symptome ohne medizinische Vorkenntnisse selbst überprüfen.

  • FAST steht als Abkürzung für Face, Arms, Speech und Time

  • Warnsignale wie Sehstörungen oder Schwindel im Blick haben

  • Bei auffälligen Symptomen sofort 112 wählen

Was ist der FAST-Test?

FAST ist eine Abkürzung und steht für die englischen Begriffe Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit). Mit dem FAST-Test können Angehörige und Ersthelfer typische Anzeichen für einen Schlaganfall überprüfen. Der Schnelltest liefert keine Diagnose. Bei Verdacht auf einen Schlaganfall gilt unabhängig vom Ergebnis: Sofort 112 wählen.

FAST-Test: So gehen Sie vor

  • Face: Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln. Wirkt das Gesicht asymmetrisch oder hängt ein Mundwinkel herab, kann dies auf eine Gesichtslähmung hindeuten.

  • Arms: Prüfen Sie die Bewegungsfähigkeit, indem die Person versucht, beide Arme nach vorne auszustrecken und die Handflächen nach oben zu drehen. Sinkt ein Arm direkt wieder ab, dreht er sich ein oder kann er gar nicht erst angehoben werden, kann eine einseitige Lähmung vorliegen.

  • Speech: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder spricht undeutlich und abgehackt, kann dies auf einen Schlaganfall hinweisen.

  • Time: Gelingt der Person eine dieser Aufgaben nicht, rufen Sie umgehend den Rettungsdienst (112), da der Verdacht auf einen Schlaganfall besteht.

Welche Symptome erfasst der FAST-Test nicht?

Beim FAST-Test werden nur einige der möglichen Symptome geprüft. Auch plötzliche Sehstörungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Taubheitsgefühle oder starke Kopfschmerzen können auf einen Schlaganfall hindeuten. Bei einem begründeten Verdacht sollten Sie deshalb unabhängig vom Resultat des FAST-Tests den Rettungsdienst (112) verständigen.

BEFAST-Test: Gleichgewicht und Sehvermögen prüfen

Mit einer ergänzten Version, dem BEFAST-Test, können weitere Symptome untersucht werden. Das B steht dabei für Gleichgewicht (Balance), das E für Auge (Eye). Achten Sie darauf, ob die betroffene Person an starkem Schwindel oder Gleichgewichtsverlust leidet bzw. eine deutliche Gangunsicherheit zeigt. Fragen Sie sie, ob sie Doppelbilder oder verschwommen sieht. Wichtig: Ein unauffälliges Ergebnis schließt einen Schlaganfall nicht sicher aus.

Lebensrettende Daten: Der ADAC Notfallpass

Ein Notfallpass liefert den Rettungskräften im Ernstfall entscheidende Informationen. Im ADAC Notfallpass liegen alle Daten sicher verschlüsselt in der Wallet-App auf dem Smartphone. Er ist bereits in den Großteil der Rettungskette integriert und kann von den Rettungskräften ausgelesen werden.

Warum zählt bei einem Schlaganfall jede Minute?

Je schneller die medizinische Behandlung auf einer Schlaganfallstation (Stroke Unit) in einem Krankenhaus beginnt, desto eher lassen sich die Folgeschäden durch einen Schlaganfall begrenzen.

Auch wenn die Beschwerden nach kurzer Zeit wieder abklingen, kann eine transitorische ischämische Attacke (TIA) stattgefunden haben. Sie kann einem Schlaganfall vorausgehen und ist ebenfalls ein medizinischer Notfall. Rufen Sie die 112 und fahren Sie nicht selbst ins Krankenhaus!

Erste Hilfe bei einem Schlaganfall

Rufen Sie bei einem Verdacht umgehend die 112 und weisen Sie am Telefon ausdrücklich auf einen möglichen Schlaganfall hin. Bleiben Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei der betroffenen Person, beruhigen Sie sie und lockern Sie enge Kleidung.

Ist die Person bewusstlos, atmet aber normal, bringen Sie sie in die Seitenlage und kontrollieren Sie weiterhin die Atmung. Ist keine normale Atmung vorhanden, beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung und setzen Sie diese fort, bis die Rettungskräfte übernehmen.

Hinweis: Diese Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Alle Angaben ohne Gewähr.