Reiseapotheke in der Schwangerschaft: Was (nicht) hineingehört

Eine schwangere Frau in einer Apotheke
In der Apotheke können sich Schwangere umfassend zur Reiseapotheke beraten lassen© iStock.com/bernardbodo

Die Reiseapotheke in der Schwangerschaft sollte vieles enthalten, was auch sonst hineingehört. Einige Medikamente und Wirkstoffe sind allerdings tabu.

  • Bei Medikamenten ärztlichen Rat einholen

  • Beim Mückenschutz ist fachliche Beratung sinnvoll

  • Paracetamol ist bei Schmerzen das Mittel der Wahl

Die Reiseapotheke in der Schwangerschaft sollte die gleiche Grundausstattung enthalten wie außerhalb der "Kugelzeit". Bei den Medikamenten gibt es jedoch einiges zu beachten. Bestimmte Wirkstoffe können die Entwicklung des Kindes stören, die Wehentätigkeit beeinflussen oder die Blutungsneigung erhöhen. Außerdem gibt es einige Dinge, die schwangere Frauen zusätzlich im Gepäck haben sollten, um bestmöglich für den Urlaub gerüstet zu sein.

Was gehört in die Reiseapotheke?

Zur Grundausstattung jeder Reiseapotheke gehören alle Medikamente, die Sie auch zu Hause regelmäßig einnehmen müssen. Packen Sie diese in ausreichender Menge ein, da im Ausland häufig nicht das gleiche Präparat verfügbar ist.

Außerdem enthält jede gut ausgestattete Reiseapotheke:

  • Pflaster und Verbandszeug

  • Schere

  • Pinzette

  • Fieberthermometer

  • Hautdesinfektionsmittel

  • Medikamente gegen Schmerzen, Fieber und Durchfall

Je nach Reiseland und persönlichen Bedürfnissen sind weitere Medikamente und Hilfsmittel sinnvoll:

  • ein Medikament gegen Übelkeit

  • Medikamente gegen Erkältungsbeschwerden

  • ein Mittel gegen Verstopfung

  • Insektenschutzmittel

  • antiallergische Salbe (z. B. bei Insektenstichen)

  • Zeckenzange

Was braucht eine Schwangere im Urlaub?

Über die Grundausstattung hinaus können in der Schwangerschaft weitere Medikamente und Hilfsmittel notwendig sein. Dazu zählen zum Beispiel ein Folsäurepräparat im ersten Trimester oder andere ärztlich verordnete Präparate. Auch der Mutterpass sollte auf Reisen unbedingt dabei sein.

Für Frauen, die aufgrund der Schwangerschaft unter Wassereinlagerungen in den Beinen leiden, ist es besonders bei langen Flug- oder Autoreisen ratsam, geeignete Kompressionsstrümpfe zu tragen. Diese helfen gleichzeitig, einer gefährlichen Thrombose vorzubeugen. Lassen Sie sich dazu am besten in einem Sanitätshaus oder Orthopädiefachgeschäft beraten. Kompressionsstrümpfe wirken nur, wenn sie genau die richtige Größe haben.

Reisetabletten in der Schwangerschaft?

In Hinblick auf Schmerz- und Reisetabletten ist es ratsam, sich vor Reiseantritt in der behandelnden Arztpraxis oder in der Apotheke umfassend zu den Risiken und Nebenwirkungen der einzelnen Wirkstoffe beraten zu lassen. Umfassende Informationen zur Verträglichkeit von Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit bietet darüber hinaus das Internetportal www.embryotox.de der Charité Universitätsmedizin Berlin.

Mückenschutz in der Schwangerschaft

Ein Schutz vor Mücken ist insbesondere in Ländern wichtig, in denen die Insekten Erkrankungen übertragen. Anti-Mücken-Mittel für die Haut können mit Einschränkungen auch in der Schwangerschaft verwendet werden.

Repellents mit dem Wirkstoff Icaridin gelten als geeignet, weil der Wirkstoff nur in geringer Menge über die Haut in den Körper gelangt. DEET-Produkte mit einer besonders hohen Wirkstoffdosis (zum Beispiel DEET 40 % oder DEET 50 %) hingegen sollten Schwangere nicht anwenden.

Eine als unbedenklich geltende Alternative ist das Repellent IR3535 (EBAAP), das zudem gut hautverträglich ist und im Gegensatz zu DEET nicht die Schleimhäute reizt.

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Hinweis: Diese Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Alle Angaben ohne Gewähr.