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"Mobil in der Stadt": Städte im Osten spitze

29.11.2017

Der neue ADAC Monitor "Mobil in der Stadt" zeigt, wie zufrieden Einwohner, Pendler und Besucher der 15 größten deutschen Städte mit ihrer persönlichen Mobilität sind. Große Unterschiede gibt es nicht nur zwischen den Städten, sondern auch zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern: Pkw, öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Fahrrad und Fußgänger. 

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Dresden schneidet bei der Befragung am besten ab. Vor allem der ÖPNV überzeugt.

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Das nervt die Befragten.

Dresdner und Leipziger sind insgesamt am zufriedensten mit dem städtischen Verkehr. Mit größerem Abstand folgen Hannover, Bremen und München. Am wenigsten zufrieden sind die Nutzer in Köln und Duisburg, auch Berlin und Stuttgart können nicht überzeugen.

Die detaillierten Ergebnisse aller Städte finden Sie hier.

Unterschiede bei der Beurteilung gibt es zwischen den Stadtbewohnern im Vergleich zu Pendlern und Besuchern. Auch das Alter spielt eine Rolle: Die unter 30-Jährigen bewerten ihre Mobilität deutlich besser als ältere.

Autofahrer sind am unzufriedensten

Betrachtet man Autofahrer, ÖPNV-Nutzer, Radfahrer und Fußgänger getrennt, zeigt sich, dass Autofahrer am unzufriedensten sind. Leipzig, Dortmund und Dresden schneiden auf niedrigem Niveau noch am besten ab. Schlusslichter bei den Autofahrern sind Hamburg, Köln, Berlin und Stuttgart.

Das sind die größten Kritikpunkte von Autofahrern:

  • Zu hohe Parkgebühren
  • Zu wenig Parkplätze
  • Verhalten von Radfahrern
  • Schlechtes Baustellenmanagement

 

ÖPNV überzeugt

Überwiegend zufrieden sind die Nutzer des ÖPNV. Dresden erzielt einen herausragenden Spitzenwert, mit Abstand folgen Leipzig und Hannover. Am wenigsten zufrieden sind die ÖPNV-Nutzer in Duisburg.

ÖPNV-Nutzer sind aus folgenden Gründen am zufriedensten:

  • Dichtes Haltestellennetz
  • Kurze Wege beim Umsteigen
  • Enge Taktung
  • Sehr gute Beschilderung an Bahnhöfen/Stationen

Was sie dennoch bemängeln:

  • Zu hohe Fahrpreise
  • Mangelnde Informationen bei Störungen
  • Zu wenige Parkplätze an Bahnhöfen und Haltestellen

 

Fußgänger äußern sich positiv

Fußgänger sind am zufriedensten. Dresden, München und Leipzig belegen bei den Fußgängern die Spitzenplätze.

Die positivsten Aspekte aus Sicht der Fußgänger:

  • Direkte Wege
  • Sichere Möglichkeiten, die Straße zu überqueren
  • Breite Gehwege

Ärger gibt es wegen:

  • Zu wenigen Sitzmöglichkeiten entlang der Gehwege
  • Verhalten von Radfahrern

 

Radfahrer zufriedener als Autofahrer

Radfahrer sind zwar deutlich zufriedener als Autofahrer, jedoch weit entfernt von den hohen Werten der ÖPNV-Nutzer und Fußgänger. Leipzig und Hannover schneiden am besten ab, Hamburg, Köln, Berlin und Duisburg belegen die hinteren Plätze.

Das schätzen Radfahrer:

  • Direkte Wege
  • Planbarkeit der Zielerreichung

Das ärgert sie:

  • Verhalten von Autofahrern
  • Verhalten von anderen Radfahrern

 

Bus, Bahn, Fahrrad oder Auto? Wie zufrieden sind Sie mit der Mobilität in Ihrer Stadt? 
Diskutieren Sie mit auf der ADAC Community!

ADAC Community

ADAC Geschäftsführer Alexander Möller:

„Mit dem Monitor schafft der ADAC eine fundierte Grundlage für den Dialog in den Großstädten über ein besseres Angebot für alle Verkehrsteilnehmer. Der Monitor zeigt aber auch deutlich, dass Rücksichtslosigkeit und Konflikte wichtige Themen sind und im Interesse der Verkehrssicherheit für mehr Verständnis geworben werden muss. In vielen Großstädten gibt es bei der Zufriedenheit der Bürger mit dem Verkehrsangebot noch viel Luft nach oben. Der ADAC macht mit dem Monitor transparent, wer dabei gut vorankommt.“ 

Wissenswertes zur Methodik

Bei der repräsentativ angelegten Studie "Mobil in der Stadt" haben Einwohner, Pendler und Besucher die Mobilität in den 15 größten deutschen Städten bewertet. Dabei wurden Autofahrer, Nutzer des ÖPNV, Fahrradfahrer und Fußgänger nach ihrer Zufriedenheit mit den jeweiligen Verkehrsbedingungen befragt. Die "Komma Forschungs- und Beratungsgesellschaft" hat die Befragung im Auftrag des ADAC im Sommer 2017 durchgeführt. Dabei wurden Zufriedenheits-Indizes zu allen vier Fortbewegungsarten erstellt und anschließend zu einem Gesamtindex zusammengeführt.