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Der ADAC

Neuzulassungen: Kfz-Markt im Januar um ein Drittel eingebrochen

drei SUVs fahren nebeneinander auf der Straße
169.754 Pkw wurden im Januar neu zugelassen – rund 31 Prozent weniger als im Vorjahresmonat ∙ © ADAC/Uwe Rattay

Der Corona-Lockdown setzt dem Automarkt in Deutschland hart zu: Im Januar 2021 wurden 169.754 Pkw neu zugelassen, das sind 31 Prozent weniger als im Januar 2020. Das ergeben die jüngsten Neuzulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts.

  • Drastische Verluste für alle deutschen Automarken

  • Im Januar 16.315 Neuwagen mit Elektroantrieb zugelassen

  • VW bleibt stärkste Automarke

  • Škoda ist die stärkste Importmarke

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) begründete das dramatische Tief zum Jahresanfang mit der Schließung der Autohäuser während des Lockdowns und dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung Ende 2020, mit der der Bund Kaufanreize setzen wollte. Viele Verbraucher hatten deshalb noch im Dezember zum reduzierten Preis ein neues Auto gekauft. Diese Käufer fehlten im Januar.

Deutsche Marken: Zweistellige Verluste

Einbrüche mussten im Januar alle deutschen Automobilhersteller hinnehmen. Die meisten sogar im zweistelligen Bereich. Audi (-47,4%) und Mini (-41,5%) traf es am härtesten. Kaum besser sah es für Mercedes (-31,2%) und VW (-29,9%) aus. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verloren aber auch BMW (-19,4%), Opel (-16,8 %) und Porsche (-3,9%).

Mit einem Marktanteil von 20,1 Prozent aller Neuzulassungen bleibt der bisherige Branchenprimus VW auch im Januar deutlich vor Mercedes (10,6%) und BMW (9,7%) die mit Abstand am stärksten nachgefragte Marke.

Importmarken: Teils Verluste von mehr als 70 Prozent

Die Bilanz bei den wichtigsten Importmarken ist ebenfalls düster. Zuwächse konnten lediglich Tesla (+23,4%) und Volvo (+9,4%) verzeichnen. Rückgänge von mehr als 70 Prozent zeigten sich dagegen bei Jaguar (-77,9%) und Honda (-70,1%). Ebenfalls unerfreulich lief der Autoverkauf bei Suzuki (-37,2%), Citroën (-54,0%), Subaru (-57,8%) und Lexus (-45,0%). Peugeot (-35,1%), Nissan (-33,4%), Alfa Romeo (-30,7%), Seat (-22,8%) und Škoda (-20,4%). Renault (-17,4%) und Fiat (-14,8%) kamen am glimpflichsten davon. Škoda war mit einem Neuzulassungsanteil von 6,7 Prozent die stärkste Importmarke.

Trend zu Elektroautos hält an

Laut KBA wurden im Januar 16.315 Neuwagen mit Elektroantrieb zugelassen. Das waren fast 118 Prozent mehr als im Januar des Vorjahres. Somit handelte es sich bei fast jeder zehnten Neuzulassung um ein Elektrofahrzeug. Über ein Viertel der Zulassungen fiel auf Hybridfahrzeuge, die mit 45.449 Exemplaren (Marktanteil 26,8%) mittlerweile sogar dieselbetriebene Pkw (26,1%) überholt haben.

Dr. Norbert Prack
Redakteur
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Katharina Dümmer
Redakteurin
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