Pkw-Neuzulassungen Mai 2024: E-Autos sind wenig gefragt

Eine Frau geht in ihr Haus während das Elektroauto aufgeladen wird
Dem E-Auto läuft die Kundschaft davon: Auch im Mai war der Absatz eher schwach© Shutterstock/husjur02

Der Absatz von Elektroautos in Deutschland schwächelt weiterhin. Auch der Gesamtmarkt für Pkw-Neuzulassungen ist leicht rückläufig. Das sind die Gewinner und Verlierer im Mai 2024.

  • Über 30 Prozent weniger E-Autos als im Vorjahresmonat

  • Gut 4 Prozent weniger Pkw-Neuzulassungen als im Mai 2023

  • VW, Mercedes und BMW bleiben die beliebtesten Autohersteller

Im Mai sind rund 29.700 neue Pkw mit batterieelektrischem Antrieb (BEV) zugelassen worden, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldet. Das waren 30,6 Prozent weniger als im selben Monat des Vorjahres und ungefähr genauso viele wie im April 2024.

Elektroautos bei 12,6 Prozent Marktanteil

Der Anteil der E-Autos (BEV) an den gesamten Pkw-Neuzulassungen lag bei 12,6 Prozent. Auch das war weniger als im Vorjahr, teilt das KBA mit. Im Mai 2023 machten die BEV noch 17,3 Prozent aller Neuzulassungen aus.

Der größte Anteil an den Neuzulassungen entfiel auf Benziner mit 37,9 Prozent. An zweiter Stelle lagen Hybridfahrzeuge (24,3 Prozent), dann erst folgten Pkw mit Dieselantrieb (19,0 Prozent).

E-Autos: Fehlende Kaufprämie ist spürbar

Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr zunächst die Kaufprämie für gewerbliche Elektroautos gestrichen und im Herbst überraschend auch die für private. Die Nachfrage brach daraufhin zu Jahresbeginn ein. Zwar zeichnete sich im Februar und März 2024 eine aufsteigende Tendenz ab, doch dieser Mini-Höhenflug wurde im April und Mai 2024 vorerst gestoppt.

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Weniger Neuzulassungen als im Vorjahr

Insgesamt kamen im vergangenen Monat laut KBA 236.425 Pkw neu auf die Straße. Vergleicht man diese Zahlen mit denen des Vorjahresmonats, zeigt sich ein Minus von 4,3 Prozent. Im Vergleich zum April 2024 macht sich ebenfalls ein leichter Rückgang von 2,7 Prozent bemerkbar.

Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß bei den Neuzulassungen im Mai stieg wie schon im Vormonat an, diesmal um 3,3 Prozent und betrug 124 g/km.

Die beliebtesten Marken im Mai 2024

Nicht von der Spitze der beliebtesten Autohersteller zu verdrängen ist mit 20,1 Prozent aller Neuzulassungen einmal mehr VW. Mit respektvollem Abstand folgen Mercedes und BMW. Audi und Škoda belegen wie schon im April die Plätze vier und fünf.

Die beliebtesten Modelle im Mai

Die vorderen drei Plätze bei den beliebtesten Modelle belegt einmal mehr VW: Unangefochten auf Platz 1 liegt seit Monaten der Golf, gefolgt vom Tiguan. Die dritte Position hat im Mai der Opel Astra erobert.

Spitzenreiter Alternative Antriebe

Unter den zulassungsstärksten Modellen nach alternativen Antriebsarten gab es gegenüber dem Vormonat wiederholt nur einen Modellwechsel: Bei den Elektro (BEV) Pkw konnte der VW ID.3 die meisten Neuzulassungen im Mai 2024 verzeichnen. Bei den weiteren Antriebsarten zeigten sich die zulassungsstärksten Modelle des Vormonats (siehe Bildergalerie).

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Pkw-Bestand 2023

Mit 60.680.636 registrierten Kraftfahrzeugen (Kfz) lag der Fahrzeugbestand in Deutschland am 1. Januar 2024 um 0,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Den größten Anteil am Bestand haben ohne Zweifel die Pkw mit rund 49,1 Millionen Fahrzeugen. Gut jeder dritte Wagen war auf eine Frau zugelassen. Rund 88,3 Prozent aller Pkw waren auf private Halterinnen und Halter zugelassen.

Anteil der Elektroautos weiterhin gering

Der Anteil von E-Autos und Plug-in-Hybriden an der Gesamtzahl aller in Deutschland zugelassenen Pkw ist gering. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) lag dieser am 1. Januar 2024 bei 2,9 Prozent (E-Autos) beziehungsweise bei 1,9 Prozent (Plug-in-Hybride).

Der seit 2017 deutliche Zuwachs von E-Autos am Pkw-Bestand in Deutschland hat sich 2023 durch auslaufende Förderungen etwas abgeflacht, ist aber weiterhin signifikant.

ADAC Fachleute merken hierzu an, dass neue Fahrzeuge zunehmend als Mildhybride ausgeführt werden und somit nicht mehr als reine Diesel oder Benziner, sondern als Hybride in der Statistik geführt werden.

Dies führt zu einem Rückgang der Bestandszahlen bei den Benzin- und Dieselfahrzeugen, welcher zu einem großen Teil durch die Zunahme bei den Hybridfahrzeugen kompensiert wird. Rein technisch gesehen ist ein Mildhybrid ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, das zusätzlich von einem kleinen Elektromotor unterstützt wird.

Rein elektrisches Fahren ist mit einem Mildhybrid allenfalls eingeschränkt möglich. Um die Statistik wieder aussagekräftiger werden zu lassen, sollte künftig bei den Hybriden eine Differenzierung nach Mild- und Vollhybriden erfolgen und diese auch in Benzin- und Dieselhybride unterschieden werden.