Sprit im Ausland: Benzinpreise in Europa steigen wegen Irankrieg

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Von Regina Ammel, Katharina Dümmer

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Viele Autos aus Deutschland an einer Tschechischen Tankstelle
Lange Warteschlangen in Tschechien: Hier war der Sprit trotz des Irankriegs zuletzt billiger als in Deutschland© imago images/Bernd März

Reisende, die jetzt mit dem Auto ins Ausland fahren oder auf dem Heimweg sind, können je nach Reiseland mit einem gut geplanten Tankstopp Geld sparen. Allerdings steigen wegen des Irankriegs aktuell überall in Europa die Spritpreise.

  • Update: Deutscher Zoll kontrolliert wegen Tank-Tourismus vermehrt an den Grenzen

  • Kraftstoffpreise entwickeln sich derzeit sehr dynamisch

  • Benzin in Polen meist am günstigsten, Diesel in Tschechien

Wer zu einer Autofahrt ins Ausland startet, tankt häufig hinter der Grenze billiger. Insbesondere wenn es in Richtung Osten oder Südosten geht, sind die Spritpreise fast immer deutlich niedriger als in Deutschland. Dies geht aus Daten der EU-Kommission hervor. Dieser Trend setzt sich derzeit auch trotz des Irankriegs fort.

Reisende sollten jetzt allerdings beachten, dass die Kraftstoffpreisentwicklung dieser Tage sehr dynamisch ist, denn der Krieg im Nahen Osten lässt die Ölpreise kräftig ansteigen.

Lohnt sich der Tankstopp im Ausland?

Wer jetzt Autoreisen in Europa unternimmt, sollte die Spritpreise genau studieren und seine Tankstopps je nach Route entsprechend planen. So lassen sich Kosten sparen.

Hierzulande hat der Krieg im Nahen Osten die Kraftstoffpreise bereits deutlich steigen lassen, und auch in den anderen europäischen Ländern ist ein ähnlicher Preisanstieg zu beobachten.

Doch trotz der aktuellen Entwicklungen gibt es weiterhin Länder, in denen man sein Fahrzeug günstiger als in Deutschland betanken kann. Das sind Länder, in denen bereits in der Vergangenheit Benzin und Diesel fast immer billiger waren als in Deutschland. Dazu gehören beispielsweise Luxemburg, Österreich, Polen und Tschechien.

Der österreichische Automobilclub ÖAMTC meldete am Sonntag, 8. März, einen durchschnittlichen Dieselpreis pro Liter von 1,894 und pro Liter Benzin 1,689.

Selbst wenn dort der Literpreis aufgrund des Irankriegs ebenfalls deutlich steigt, bleibt er vorerst unter den Kraftstoffpreisen in Deutschland, weil diese Länder bei der Preissteigerung von einem niedrigeren Niveau aus starten und zumeist auch eine andere Steuer- und Abgabenpolitik auf Kraftstoffe haben.

Teurer als in Deutschland war der Diesel meistens in der Schweiz. Aktuell liegt der Preis bei 2,28 Euro. Die Niederlande haben sehr oft höhere Kraftstoffpreise als Deutschland. Dort lohnt sich der Tankstopp meist nicht.

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Tanktourismus ins Nachbarland nicht immer ratsam

Viele Autofahrer und Autofahrerinnen überlegen, ins benachbarte Ausland zum Tanken zu fahren. In Tschechien führte dies bereits zu langen Warteschlangen an den Zapfsäulen.

Die günstigen Spritpreise in Polen und Tschechien lösten in den vergangenen Tagen zudem eine Art Tank-Tourismus aus. Bis zu 60 Cent ließen sich an der Zapfsäule pro Liter sparen. Doch während der Sprit im Tank (und bis zu 20 Litern in Reservekanistern) zollfrei die Grenze passieren darf, müssen größere Mengen verzollt werden. Der deutsche Zoll führt deshalb vermehrt Stichprobenkontrollen durch. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Grenzgebieten Brandenburgs, Sachsens und Bayerns.

Der ADAC rät davon ab, lange Strecken oder größere Umwege nur zum Tanken zurückzulegen. Dies lohnt aufgrund des Kraftstoffverbrauchs für diese Strecken und auch wegen des Zeitaufwands selten. Wenn man allerdings sowieso in einem günstigen Land unterwegs ist, lohnt es sich natürlich, den Tank – zum Beispiel auch vor der Heim- oder Weiterreise – noch einmal vollzumachen. Wer zusätzlich Reservekanister füllen möchte, sollte die erlaubte Menge an Kraftstoff keinesfalls überschreiten.

Auch im Ausland regionale Unterschiede

Auch im Ausland gibt es zum Teil starke regionale Unterschiede. In manchen Ländern ist der Sprit außerdem – genau wie in Deutschland – an den Autobahnen sehr viel teurer als hinter der jeweils nächsten Ausfahrt. Darauf sollte man auch als Tourist achten. Wer für Deutschland die Spritpreise in Echtzeit verfolgen möchte, dem hilft die ADAC Drive App.

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