Stillstand auf der Autobahn: Alles zum Thema Stau in Bayern
Von Redaktion Südbayern

Überlastete Autobahnen, Baustellen und wachsendes Verkehrsaufkommen: Spätestens in den Ferien ist Stau auf den Autobahnen im Freistaat Alltag. Auch für den ADAC Südbayern sind Verkehrsbehinderungen ein großes Thema. Der Mobilitätsclub bietet eine Vielzahl an Angeboten und Services rund um das Thema Stau an.
Das Ziel unserer Verkehrsexperten und -expertinnen: Autofahrer in Bayern frühzeitig und möglichst vollumfänglich über die Lage auf den Autobahnen informieren, bei der Vorbereitung der Reise mit Rat und Tat zur Seite stehen und auch im Ernstfall helfen. Das gilt natürlich, wenn eine Panne den Weg in den Urlaub erschwert, aber auch im Stau selbst. Ein wichtiger Punkt unserer Arbeit sind auch nachträgliche Analysen. Auf Basis der Stauzahlen in Bayern können wir Stau-Hotspots erkennen und mit diesem Wissen Prognosen erstellen, die den Reisenden zugutekommen.
Staulage auf den Autobahnen in Bayern: Rückblick auf den August 2026

Der August ist traditionell einer der staureichsten Monate des Jahres. Auf den Autobahnen des Freistaates macht sich hier vor allem der Reiseverkehr bemerkbar. Dieses Jahr starteten die Sommerferien am ersten Augustwochenende, was für ein hohes Verkehrsaufkommen und zahlreiche Staus gesorgt hat. Zudem erschwerten viele Baustellen auf den Autobahnen die Situation der Reisenden. Die Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lkw, die aufgrund des aktuellen Niedrigwassers am Wochenende des 15. und 16. Augusts in Kraft trat, wirkte sich ersten Analysen zufolge nicht besonders auf das Verkehrsgeschehen auf den Autobahnen aus.
Mit insgesamt 2554 Kilometern hat Bayern im Ländervergleich das längste Autobahnnetz. Auch die längste Autobahn, die Nord-Süd-Verbindung A7, führt durch Bayern. Gerade in den Reisezeiten sorgt zudem das hohe Verkehrsaufkommen in den Nachbarländern für Rückstaus bis nach Bayern und dementsprechend viele Behinderungen des Verkehrsflusses.

Stauservices des ADAC Südbayern
Der ADAC Südbayern weiß um die Herausforderungen, die auf den Autobahnen Bayerns warten. Daher bieten wir zahlreiche Services rund um das Thema Stau an. Von der Unterstützung bei der Routenplanung durch unsere Stauprognosen sowie vor Ort in unseren Geschäftsstellen, über die Hilfe beim Kauf der passenden Vignetten für die Urlaubsreise bis hin zu unseren ADAC Stauberatern und dem fliegenden Auge, dem ADAC Flugbeobachter.
„Vor allem in der Reisezeit stehen Staus und Behinderungen auf den Routen in die Urlaubsländer auf der Tagesordnung. Wir empfehlen allen Reisenden, das Verkehrsaufkommen tagesaktuell zu prüfen und gegebenenfalls eine andere Route zu wählen oder zeitlich auszuweichen.“
Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern©ADAC Südbayern
Der ADAC informiert Sie über die aktuelle Verkehrslage. Lassen Sie sich Staumeldungen und Baustellen für alle Autobahnen in Bayern anzeigen, oder auch bundesweit. So haben Sie die Möglichkeit, Staus großflächig zu umfahren und gelangen schneller an Ihr Ziel. Hier geht's zu den aktuellen Verkehrsmeldungen.
FAQ | Stau in Bayern
Bayern ist eines der wichtigsten Transitländer in Europa. Vor allem auf der Nord-Süd-Route führt kaum ein Weg am Freistaat vorbei. Das gilt sowohl für den Güterverkehr als auch für Reisende, die nach Österreich, über den Brenner nach Italien oder die Tauernroute nach Kroatien und Slowenien wollen. In Kombination mit Baustellen und einem hohen Verkehrsaufkommen rund um große Städte wie München, Nürnberg und Augsburg lassen sich so eine Vielzahl der Staus erklären.
Um Daten zur Stauermittlung zu sammeln, greift der ADAC auf Fahrzeugflotten mit ihren Geschwindigkeitsdaten zurück. Die „Floating Car Data“ liefern täglich 1,2 Milliarden Positions- und Geschwindigkeitsinformationen. Diese Live-Daten ermöglichen eine Berechnung von Verkehrsstörungen auf deutschen Straßen.
Der ADAC erfasst eine Verkehrsstörung, wenn auf einem Straßenabschnitt von mindestens 300 Metern über einen Beobachtungszeitraum von zehn Minuten die Durchschnittsgeschwindigkeit von mehreren Fahrzeugen unter 30 Prozent der erlaubten Geschwindigkeit fällt. Die Verzögerungszeit gegenüber „freier Fahrt“ muss mindestens eine Minute betragen. Liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 40 und 20 km/h, spricht der ADAC von „stockendem Verkehr“, bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h von „Stau“. Beide Ereignisse werden als Verkehrsstörung gezählt.
In der Hauptferienzeit ist der ADAC Südbayern auch im Stau für alle Reisenden da. Mit Beginn der Pfingstferien starten jedes Jahr die Stauberater auf ihren Motorrädern in die neue Saison. Bis zum Ende der Sommerferien in Bayern Mitte September sind sie insbesondere vor Feiertagen sowie an vielen Ferienwochenenden auf den Autobahnen in Südbayern unterwegs, wenn das Verkehrsaufkommen besonders hoch ist. Die Stauberater sind beliebte Ansprechpartner für alle Verkehrsteilnehmenden und können beispielsweise bei der Suche nach einer Alternativroute helfen. Aber auch an Unfallstellen unterstützen die Stauberater und tragen so ihren Teil zu mehr Sicherheit auf den Autobahnen bei.
Fünf Stauberater sind in Südbayern zu den Hauptreisezeiten auf folgenden Autobahnen im Einsatz:
A8 Autobahnkreuz München-Süd bis AS Frasdorf sowie Autobahndreieck Inntal bis AS Traunstein/Siegsdorf (bei Bedarf bis AS Piding)
A93 Autobahndreieck Inntal bis AS Kiefersfelden
A99 Autobahnkreuz München-West bis Autobahnkreuz München-Süd
A9 Autobahnkreuz München-Nord bis AS Ingolstadt
Die Flugbeobachtung des ADAC Südbayern ist eines der wirksamsten Instrumente, das Verkehrsgeschehen und dessen Entwicklung live aus der Luft zu verfolgen. Aus einem Ultraleichtflugzeug heraus beobachten die Experten zu Reisestoßzeiten stauanfällige Routen und geben ihre Erkenntnisse an die ADAC Stauberater am Boden sowie Medien weiter. Zusätzlich zum Gebiet der ADAC Stauberater deckt der ADAC Stauflieger noch die A95 (München bis Garmisch-Patenkirchen) und die A7 bei Füssen mit Fernpassstraße ab.
