Fahrgast-Bilanz 2019: Immer mehr Deutsche fahren Bus und Bahn

Fahrgäste warten auf einfahrende U-Bahn in Berlin
2019 gab es fast 32 Millionen Fahrten pro Tag in öffentlichen Verkehrsmitteln ∙ © imago images/Emmanuele Contini

Busse und Bahnen haben im vergangenen Jahr erneut mehr Fahrgäste befördert als im Vorjahr. Mehr als 11,6 Milliarden Mal waren diese 2019 im Linienverkehr unterwegs, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist eine Steigerung um 0,4 Prozent zum Vorjahr.

  • Zahl der Fahrten im Bahnfernverkehr steigt 2019 auf Rekordwert

  • Die mit Abstand meisten Fahrten gab es im öffentlichen Personennahverkehr

  • Rückgang bei Fernbussen um 7,9 Prozent

  • Der ÖPNV wurde 2019 mehr als fünf Milliarden Mal genutzt


Nach der vorläufigen Auswertung des Statistischen Bundesamtes gab es 2019 fast 32 Millionen Fahrten pro Tag in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Zahl der Fahrgastbeförderungen nahm damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent zu, wie die Statistiker weiter mitteilten. Damit hat sich der kontinuierliche Anstieg seit dem Jahr 2004 fortgesetzt, als erstmals vergleichbare Daten vorlagen.

Bus und Bahn: Zuwachs beim Bahnfernverkehr – Rückgang bei Fernbussen

Einen überdurchschnittlichen Zuwachs verzeichnete vergangenes Jahr der Bahnfernverkehr. Die Zahl der Fahrten stieg um 1,9 Prozent auf mehr als 151 Millionen. Das waren mehr als je zuvor. Mit dem Fernbus hingegen waren 2019 weniger Fahrgäste unterwegs. Hier gab es einen deutlichen Rückgang um 7,9 Prozent auf 21 Millionen Fahrgäste. Dieser Vorjahresvergleich wird jedoch durch einen Sondereffekt beeinflusst: Ein Teil der Linienverbindungen wurde auf Unternehmen mit Sitz im Ausland verlagert und ist dadurch nicht mehr in der Statistik enthalten.

Laut Fahrgast-Bilanz am meisten genutzt: ÖPNV

Die mit Abstand meisten Fahrten gab es im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). 11,4 Milliarden Fahrgäste (0,4 Prozent mehr als 2018) nutzten ihn. Ein großer Anteil entfiel dabei auf Busse (5,3 Milliarden Menschen, Rückgang um 0,4 Prozent), gefolgt von Straßen-, Stadt- und U-Bahnen und Eisenbahnen/S-Bahnen.

Rückgang der Mobilität in der Corona-Krise

In diesem Jahr sind wegen der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie spürbare Rückgänge zu erwarten. Der Reiseverkehr ist seit März weitgehend lahmgelegt. Auch der ÖPNV wird angesichts der Arbeit im Homeoffice weniger genutzt.

Der ADAC hat zu dieser Thematik eine Umfrage durchgeführt: Wie die Corona-Krise unsere Mobilität beeinflusst

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