Luft-Wasser-Wärmepumpe: Funktion, Kosten, Stromverbrauch

• Lesezeit: 11 Min.

Von Konstantin Grassl, André Gieße

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Eine Wärmepumoe steht vor einem Haus
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe gewinnt Energie direkt aus der Umgebungsluft und macht das Eigenheim klimafreundlicher© IMAGO/Markus Matzel

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die am häufigsten eingebaute Wärmepumpe in Deutschland. Wie sie funktioniert, was sie inklusive Einbau kostet und wie viel Strom sie verbraucht.

  • Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme fürs Haus

  • Inklusive Einbau kostet diese Heizungsanlage aktuell 20.000 bis 35.000 Euro

  • Dimensionierung, Vorlauftemperatur und Dämmung bestimmen Stromverbrauch

Was ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Wärmpepumpe steht vor einem Haus
Beim Monoblock-System befinden sich alle Komponenten meist außen in einem Gerät© Shutterstock/klikkipetra

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (LWWP) ist eine Heizungsanlage, die der Außenluft – selbst bei Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius – Wärme entzieht und diese an ein wassergeführtes Heizsystem im Haus abgibt, also an Heizkörper oder die Fußbodenheizung. Zusätzlich kann sie für Warmwasser sorgen. Dies geschieht über einen Kältekreislauf. Bei diesem Prozess verbraucht die Wärmepumpe Strom. Es gibt Luft-Wasser-Wärmepumpen in Monoblock-Bauweise und Split-Geräte mit Innen- und Außeneinheit.

Bauformen: Monoblock oder Split

  • Monoblock: Die Monoblock-Bauweise vereint den gesamten Kältekreislauf in einem einzigen, geschlossenen Gehäuse. Die Geräte können entweder im Garten oder im Haus platziert werden. Meist werden sie außen installiert, die Wärme gelangt über Wasserleitungen ins Gebäude.

  • Split: Bei der Split-Variante sind Außen- und Inneneinheit über Kältemittelleitungen verbunden. Der geräuschintensive Teil (Ventilator, Verdampfer, oft auch Kompressor) wird nach außen verlagert, während die Wärmeübertragung an das Heizungswasser im Haus stattfindet.

  • Innenaufstellung: Bei dieser Installationsart wird die komplette Wärmepumpe (meist als Monoblock-System) im Gebäudeinneren – typischerweise im Keller oder im Hauswirtschaftsraum – untergebracht. Das Gerät saugt die Luft über Kanäle an. Das schützt vor Witterung.

Unterschiede zu Luft-Luft-Wärmepumpe und Sole-Wasser-Wärmepumpe

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erwärmt Heizwasser und Leitungswasser. Im Unterschied dazu bläst eine Luft-Luft-Wärmepumpe warme Luft wie ein Klimagerät direkt in die Räume. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen wiederum nutzen Erdwärme bzw. das Grundwasser.

Luft-Wasser-WPLuft-Luft-WPSole-Wasser-WP

Wärmequelle

Außenluft

Außenluft

Erdreich

Wärmeverteilung

Heizkörper, Fußbodenheizung

Raumluft über Innengeräte

Heizkörper, Fußbodenheizung

Warmwasser

Ja

Nein

Ja

Kosten inkl. Einbau

20.000–35.000 €

5000–15.000 €

30.000–50.000 €

Eignung

Neubau, Bestand

Passivhaus, Einzelräume

Neubau, Bestand mit Grundstück

Wie funktioniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Wärmepumoe steht vor einem Haus
Bei einer Split-Wärmepumpe sind Außen- und Inneneinheit über Kältemittelleitungen verbunden© IMAGO/Guido Schiefer

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank: Ein Ventilator saugt die Außenluft an, im Verdampfer nimmt ein Kältemittel die Wärme aus der Luft auf, ein strombetriebener Verdichter hebt sie auf ein höheres Temperaturniveau und gibt sie an das Heizwasser ab. Verdampfer und Verflüssiger arbeiten zusammen als Luft-Wasser-Wärmetauscher. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen zunehmend das Kältemittel Propan, das klimafreundlich ist und höhere Vorlauftemperaturen ermöglicht.

Der Kältekreislauf in vier Schritten

  • Verdampfen: Ein Ventilator saugt Außenluft an. Im Verdampfer nimmt das Kältemittel die Wärme auf und verdampft schon bei Minusgraden.

  • Verdichten: Ein Verdichter (Kompressor) presst das gasförmige Kältemittel zusammen, Druck und Temperatur steigen.

  • Verflüssigen: Im Verflüssiger gibt das heiße Kältemittel seine Wärme an das Heizwasser ab und wird wieder flüssig.

  • Entspannen: Ein Expansionsventil senkt den Druck, das Kältemittel kühlt ab und der Kreislauf beginnt neu.

Leistungszahl (COP), SCOP und Jahresarbeitszahl

Um die Effizienz und Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe einschätzen zu können, spielen drei Kennzahlen eine zentrale Rolle, auf die Sie bei der Auswahl und dem Vergleich achten sollten:

  • Coefficient of Performance (COP): Eine Momentaufnahme unter festgelegten Prüfbedingungen, die sich zum direkten Vergleich verschiedener Wärmepumpen eignet. Sie gibt an, wie viel Wärme ein Gerät aus einer Kilowattstunde (kWh) Strom erzeugt. Ein COP von 4 bedeutet beispielsweise: Aus 1 kWh Strom entstehen 4 kWh Wärme.

  • Seasonal Coefficient of Performance (SCOP): Dieser Normwert aus dem Labor gibt den Wirkungsgrad einer Wärmepumpe über ein gesamtes Jahr bzw. eine komplette Heizperiode an, indem sie die realitätsnäheren, wechselnden Außentemperaturen und die tatsächliche Auslastung realistisch miteinbezieht.

  • Jahresarbeitszahl (JAZ): Dieser Praxiswert beschreibt das reale Verhältnis von erzeugter Wärme zu verbrauchtem Strom über ein ganzes Jahr im tatsächlichen Betrieb im eigenen Haus. Eine JAZ ab 3 gilt bei Luft-Wasser-Wärmepumpen als gut, ab 4 als sehr gut.

Vorlauftemperatur bestimmt Effizienz der Wärmepumpe

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizwasser in Heizkörper oder Fußbodenheizung fließt. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeitet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Dazu gibt es folgende Faustregel: Jeder Grad weniger senkt ihren Stromverbrauch um ca. 2,5 Prozent.

HeizsystemVorlauftemperaturTypische JAZEffizienz

Fußbodenheizung

30–35 °C

4–5

sehr gut

Niedertemperatur-Heizkörper

40–50 °C

3,5–4

gut

Klassische Heizkörper

55–70 °C

2,5–3

eingeschränkt

Moderne Geräte erreichen 70 Grad Celsius, wirtschaftlich arbeiten sie bis ca. 55 Grad Celsius.

Was kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Luft-Wasser-Wärmepumpen kosten samt Einbau im Einfamilienhaus meist 20.000 bis 35.000 Euro.

Kosten für Anschaffung und Einbau der Wärmepumpe

KostenpositionRichtwert

Luft-Wasser-Wärmepumpe (Gerät)

10.000–18.000 €

Installation und Inbetriebnahme

3000–6000 €

Puffer- und Warmwasserspeicher

1500–4000 €

Fundament

500–1500 €

Elektroarbeiten und Zähler

1000–2500 €

Heizkörpertausch (falls nötig)

500–1000 € pro Heizkörper

Demontage der Altanlage

500–2000 €

Was kostet eine 10-kW-Luft-Wärmepumpe?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 10 kW Heizleistung kostet im Jahr 2026 inklusive Einbau ca. 25.000 bis 32.000 Euro. Diese Geräteklasse genügt für einen sanierten Altbau mit ca. 130 bis 160 Quadratmetern oder einen Neubau mit bis zu 250 Quadratmetern Wohnfläche.

Förderung für die Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gilt auch für Wärmepumpen in Bestandsgebäuden. Seit 21. Juli 2026 gelten für die staatliche Heizungsförderung folgende neue Konditionen:

  • Grundförderung: 30 Prozent der förderfähigen Kosten sind für alle Antragsteller möglich.

  • Klimageschwindigkeitsbonus: Der Bonus von aktuell 16 Prozent gilt beim Austausch einer Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung. Er sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um je 4 Prozentpunkte und läuft im August 2028 komplett aus.

  • Einkommensbonus: Er ist gestaffelt (10, 30 oder 40 Prozent), je nach dem zu versteuernden Jahres-Haushaltseinkommen (bis 50.000, bis 40.000 und bis 30.000 Euro). Neu ist ein Freibetrag von 10.000 Euro pro minderjähriges Kind, der das anzurechnende Einkommen mindert.

  • Effizienzbonus: Der frühere 5-Prozent-Bonus für besonders energieeffiziente Wärmepumpen (z.B. für natürliche Kältemittel oder Erdwärme) ist für Neuanträge seit 21. Juli 2026 entfallen.

  • Förderquote: Für die meisten selbstnutzenden Eigentümer gilt die Förderobergrenze von 70 Prozent der Kosten. Haushalte mit niedrigeren Einkommen (unter 30.000 bzw. unter 40.000 Euro mit Kind) können die maximale Förderquote von bis zu 80 Prozent ausschöpfen.

  • Zuschuss: Das förderfähige Kostenlimit von 28.000 Euro sinkt schrittweise alle 6 Monate (jeweils zum 1. Februar und 1. August) um 750 Euro, bis es Ende 2030 bei 22.000 Euro ankommt.

Den Förderantrag stellen Sie vor Beginn der Arbeiten bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Stromverbrauch der Luft-Wasser-Wärmepumpe

Der Stromverbrauch ist der entscheidende Hebel für die Betriebskosten einer Wärmepumpe. Wie viel Strom sie benötigt, hängt von ihrer Effizienz ab (ausgedrückt durch die Jahresarbeitszahl, JAZ).

Wie viel Strom verbraucht die Luft-Wasser-Wärmepumpe im Jahr?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe verbraucht in einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern je nach Gebäudezustand ca. 1800 bis 9000 kWh Strom im Jahr. Für die Berechnung teilt man den Wärmebedarf durch die JAZ des Gerätes, die ein Energieberater oder Heizungsbauer kalkuliert. Bei 15.000 kWh Wärmebedarf und einer JAZ von 3,5 sind es zum Beispiel rund 4300 kWh Strom im Jahr.

Gebäude (150 m²)WärmebedarfJAZStromverbrauchStromkosten*

Neubau

8000 kWh

4,5

1780 kWh

445 €

Sanierter Altbau

15.000 kWh

3,5

4290 kWh

1070 €

Unsanierter Altbau

25.000 kWh

2,8

8930 kWh

2230 €

* bei 25 Cent pro kWh Wärmepumpenstrom

Einfluss der Außentemperatur

Die Anlage einer Wärmepumpe steht in einem Heizungsraum
Die Inneneinheit der Wärmepumpe steuert die Wärmeverteilung im Haus und stellt die Verbindung zum Warmwasserspeicher her © iStock.com/wavipicture

Je kälter die Außenluft, desto niedriger ist die Leistungszahl: Bei plus 7 Grad Celsius erreichen gute Geräte einen COP von 4 bis 5, bei minus 7 Grad Celsius oft nur noch 2,5 bis 3. An sehr kalten Tagen oder bei extremem Frost springt daher automatisch ein elektrischer Heizstab – meist als integrierte Zusatzheizung in der Inneneinheit der Wärmepumpe – ein. Er wandelt Strom eins zu eins in Wärme um, um das System zu unterstützen.

Betriebskosten senken mit Wärmepumpenstrom und Photovoltaik

  • Wärmepumpentarif: Spezielle Tarife kosten 2026 ca. 20 bis 28 Cent pro kWh und damit weniger als Haushaltsstrom. Meist ist für die Abrechnung ein separater Stromzähler nötig.

  • Photovoltaik: Eigener Solarstrom aus einer PV-Anlage senkt die laufenden Stromkosten der Wärmepumpe, vor allem bei der Warmwasserbereitung im Sommer.

  • Heizkurve optimieren: Die Heizkurve der Wärmepumpe regelt, wie heiß das Heizwasser je nach Außentemperatur werden muss. Ziel ist es, das Wasser nur so stark zu erwärmen, wie es für ein gemütliches Haus wirklich nötig ist.

Vorteile und Nachteile der Luftwärmepumpe

In den meisten Fällen ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe eine wirtschaftliche und klimafreundliche Heizlösung. Dennoch gibt es neben den vielen Stärken auch Punkte, die Sie bedenken sollten.

Vorteile der Luft-Wasser-Wärmepumpe

  • Niedrigere Anschaffungskosten als Erdwärme: Im Vergleich zu Sole-Wasser-Wärmepumpen entfallen teure und genehmigungspflichtige Erdbohrungen oder großflächige Erdarbeiten. Das macht die Installation einfacher und günstiger.

  • Geringer Platzbedarf und einfache Nachrüstung: Die Außeneinheit lässt sich flexibel im Garten oder an der Hauswand aufstellen, während die Inneneinheit nur wenig Raum einnimmt. Dadurch eignet sie sich hervorragend für den Austausch alter Heizungen im Bestand.

  • Hohe staatliche Förderung: Der Umstieg auf erneuerbare Energien wird finanziell stark bezuschusst, auch der Umstieg auf eine Wärmepumpe. Das senkt die Investitionskosten spürbar und verkürzt die Amortisationszeit.

  • Klimafreundlicher Betrieb: Wärmepumpen nutzen die kostenlose Umgebungswärme und stoßen vor Ort kein CO₂ aus. Wird das Gerät mit Ökostrom oder einer eigenen Photovoltaikanlage betrieben, heizen Sie nahezu klimaneutral.

  • Kühlen im Sommer: Viele moderne Systeme bieten die Funktion der aktiven Kühlung. Über eine bestehende Fußboden- oder Flächenheizung lässt sich die Raumtemperatur in den heißen Sommermonaten um wenige Grad sanft absenken.

Nachteile der Luft-Wasser-Wärmepumpe

  • Geringere Effizienz bei Frost: Wenn die Außentemperaturen im Winter tief fallen, muss der Verdichter mehr Strom aufwenden, um die gewünschte Vorlauftemperatur zu erreichen. Das senkt den Wirkungsgrad an besonders kalten Tagen.

  • Lautstärke der Außeneinheit: Mit modernen Geräten, die im Nachtmodus kaum lauter als ein Kühlschrank sind, dem passenden Mindestabstand (meist 3 bis 4 Meter) und einem durchdachten Aufstellort lässt sich die Lärmbelastung von ca. 25–35 dB(A) minimieren.

  • Abhängigkeit vom Strompreis: Da die Wärmepumpe für den Verdichtungsprozess Strom benötigt, beeinflussen schwankende Preise für Netzstrom direkt die laufenden Betriebskosten (mit eigener PV-Anlage und Stromspeicher an sonnigen Tagen etwas weniger).

  • Höhere Erstinvestition als bei einer Gasheizung: Die reinen Anschaffungs- und Installationskosten liegen über denen einer klassischen fossilen Gasheizung, was jedoch durch Fördermittel und niedrige Betriebskosten wettgemacht werden kann.

  • Eingeschränkte Effizienz im unsanierten Altbau: In schlecht gedämmten Gebäuden mit hohen Vorlauftemperaturen arbeitet die Luftwärmepumpe weniger effizient. Hier kann vorab eine Dämmung oder der Einsatz einer Hybridheizung sinnvoll sein.

Wann ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sinnvoll?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist sinnvoll in Neubauten und in gedämmten oder teilsanierten Bestandsgebäuden, die mit einer Vorlauftemperatur bis ca. 55 Grad Celsius auskommen.

Luft-Wasser-Wärmepumpe im Altbau

Im Altbau lohnt sich eine Luft-Wasser-Wärmepumpe häufiger als gedacht. Entscheidend sind:

  • Dämmzustand: Neue Fenster und ein gedämmtes Dach senken den Wärmebedarf deutlich.

  • Heizkörpergröße: Große Heizkörper geben auch mit niedriger Vorlauftemperatur genug Wärme ab.

  • Vorlauftemperatur: Reichen an kalten Tagen unter ca. 55 Grad Celsius, ist das Haus in der Regel geeignet.

  • Nachrüstung: Größere Heizkörper und ein hydraulischer Abgleich, bei dem jeder Heizkörper genau die benötigte Wassermenge erhält, steigern die Effizienz.

  • Hybridlösung: Ein vorhandener Gas- oder Ölkessel deckt die Spitzenlast an sehr kalten Tagen.

Richtige Dimensionierung nach Heizlast

Eine Handwerkerin installiert eine Fußbodenheizung
Ideale Kombination: Wegen der niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten Luft-Wasser-Wärmepumpen in Verbindung mit einer Fußbodenheizung besonders effizient© Shutterstock/Standret

Die passende Größe der Luft-Wasser-Wärmepumpe richtet sich nach der Heizlast, also der Wärmeleistung, die das Haus am kältesten Tag benötigt. Ein Fachbetrieb berechnet sie raumweise nach DIN EN 12831. Richtwerte sind: ca. 40 Watt pro Quadratmeter im Neubau, 60 bis 80 Watt im sanierten und über 100 Watt im unsanierten Altbau.

Das sollten Sie bei der Planung vermeiden:

  • Überdimensionierung: Die Anlage schaltet ständig ein und aus (Takten), was Verschleiß und Stromverbrauch erhöht.

  • Unterdimensionierung: Die Wärmepumpe schafft die Heizlast nicht, der teurere Heizstab läuft häufig mit.

Warmwasser: Temperatur und Speichergröße

Eine Luft-Wärmepumpe erwärmt Wasser effizient auf 50 bis 55 Grad Celsius, Geräte mit Propan schaffen bis zu 70 Grad Celsius. Optimal sind ca. 50 Grad Celsius. Für vier Personen genügen meist ca. 300 Liter Fassungsvermögen im Warmwasserspeicher.

Personen im HaushaltSpeichergröße

1–2

150–200 Liter

3–4

200–300 Liter

5–6

300–400 Liter

Welche ist die beste Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Die eine beste Luft-Wasser-Wärmepumpe gibt es nicht. In unabhängigen Vergleichen (z.B. Stiftung Warentest) liegen Premium-Hersteller extrem dicht beieinander. Welches Gerät am besten ist, entscheidet primär die Heizlast des Hauses. Auf folgende Kriterien sollten Sie beim Kauf achten:

  • Jahresarbeitszahl: Die JAZ-Berechnung des Fachbetriebs für das eigene Haus sollte mindestens 3,5 ergeben.

  • Schallleistungspegel: Empfehlenswert ist ein maximaler Geräuschpegel von unter 55 bis 60 dB(A) direkt am Gerät im normalen Betrieb, Spitzenmodelle liegen unter 50 dB.

  • Kältemittel: Propan ist klimafreundlich und zukunftssicher. Synthetische Kältemittel (F-Gase) werden durch EU-Verordnungen schrittweise verboten.

  • Steuerung: App und Smart-Home-Anbindung erleichtern die Optimierung, etwa um teuren Netzstrom durch günstigen eigenen Solarstrom zu ersetzen.

  • Förderfähigkeit: Das Gerät muss die technischen Mindestanforderungen für die KfW-Heizungsförderung erfüllen und auf der BAFA-Liste förderfähiger Wärmepumpen stehen.

  • Service: Ein dichtes Servicenetz erleichtert Wartung und Reparaturen.

Häufige Fragen zur Luft-Wasser-Wärmepumpe

Warum keine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Ungeeignet ist sie, wenn ein schlecht gedämmtes Haus dauerhaft Vorlauftemperaturen über 55 Grad Celsius braucht, denn dann steigt der Stromverbrauch stark.

Was kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau?

Meist kostet sie aktuell 20.000 bis 35.000 Euro. Bei 30.000 Euro bleiben nach der Förderung je nach Bonus ca. 10.000 bis 22.000 Euro Eigenanteil.

Wie viel Strom verbraucht eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Jahr?

Im Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern ca. 1800 bis 9000 kWh, im sanierten Altbau ca. 4300 kWh.

Wie sinnvoll ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

In Neubauten und sanierten Bestandsgebäuden sehr sinnvoll: Sie ist günstiger als Erdwärme, wird gefördert und heizt bei guter Planung günstiger als Gas.

Was bedeutet Innenaufstellung bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Bei der echten Innenaufstellung steht die Wärmepumpe einschließlich Kältekreis, Verdichter und Ventilator im Gebäude. Sie saugt Außenluft über einen Luftkanal an und führt die nach der Wärmeentnahme abgekühlte Luft über einen zweiten Kanal wieder nach außen.

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