Was tun bei einer Panne?

19.12.2018

Wenn Ihr Fahrzeug eine Panne hat, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und konzentriert vorzugehen. Mit unseren Tipps verhalten Sie sich bei einer Panne richtig, um sich selbst und andere nicht zu gefährden.

Ein ADAC MItglied ruft die ADAC strassenwacht um Hilfe
©ADAC/Beate Blank 

So sichern Sie Ihr Fahrzeug nach einer Panne richtig ab

Wie sichern Sie sich und Ihr Fahrzeug bei einer Panne oder Unfall richtig ab, um sich und andere nicht zu gefährden? Unsere Tipps:

  • Ruhe bewahren – Sicherheit geht immer vor!
  • Das Fahrzeug möglichst sicher abstellen (z.B. Parkplatz, Haltebucht, Standstreifen oder rechter Fahrbahnrand).
  • Immer auf den fließenden Verkehr achten.
  • Warnblinkanlage beim Ausrollen einschalten.
  • Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht das Standlicht anschalten.
  • Motor abstellen.
  • Warnweste überziehen (Unsere Empfehlung: Am besten tragen alle Insassen eine Warnweste).
  • Alle Insassen auf der zur Fahrbahn abgewandten Seite aussteigen lassen (Beifahrerseite).
  • Tiere bitte anleinen.
  • Einen sicheren Warteplatz aufsuchen (z.B. hinter der Leitplanke).
  • Nicht die Fahrbahnen überqueren!
  • Warndreieck aufstellen (Hülle zur Erinnerung auf den Sitz legen): Am äußersten Fahrbahnrand entlang oder hinter der Leitplanke dem Verkehr entgegen laufen, das aufgeklappte Warndreieck dabei etwa auf Brusthöhe vor sich hertragen. Passen Sie die Entfernung dabei immer an die örtlichen Gegebenheiten und die Sichtverhältnisse an. Bei Kurven und Erhöhungen (Bergkuppen) das Warndreieck immer davor aufstellen. Richtwerte: Stadtverkehr ca. 50 Meter, Landstraße ca. 100 Meter, Autobahn mind. 150 Meter (entspricht dem Abstand zwischen 4 Leitpfosten).
  • Ein geöffneter Kofferraum warnt den nachfolgenden Verkehr zusätzlich.
  • Pannennotruf per Telefon oder Notrufsäule absetzen. Zur nächsten Notrufsäule den schwarzen Pfeilen auf den Leitpfosten am Straßenrand folgen.
  • Gefährden das stehende Fahrzeug, verlorene Ladung oder Fahrzeugteile den Verkehr, die Polizei unter 110 zur Absicherung bzw. Bergung verständigen. Niemals selbst bergen!
  • Nach behobener Panne das Warndreieck wieder einpacken!

 

Wichtig:
Beachten Sie, dass im Ausland andere Gesetze und Richtlinien gelten können. Informieren Sie sich immer rechtzeitig vor Fahrt- bzw. Reiseantritt über die aktuellen Bestimmungen des jeweiligen Landes und der Region.

So melden Sie Ihre Panne richtig

Tipp Icon

ADAC Pannenhilfe

Der einfachste Weg ist die Nutzung der Pannenhilfe App für Android und iOS oder der Pannenhilfe Online. Die Standortdaten können hier gleich via GPS an die Pannenhilfe übermittelt werden.
Oder Sie rufen uns einfach mobil unter 22 22 22 (Verbindungskosten je nach Netzbetreiber/Provider) bzw. über das Festnetz unter 0 180 2 22 22 22  an (6 ct/Anruf dt. Festnetz). 

Wie melden Sie Ihre Panne oder Ihren Unfall richtig, um möglichst schnell Hilfe zu bekommen und wieder mobil zu werden? Unsere Tipps:

Ruhe bewahren - Überblick verschaffen!

Wichtige Informationen bereithalten: 

  • Vor- und Nachname
  • ADAC Mitgliedsnummer (falls zur Hand)
  • Fahrzeugmarke, -typ, -farbe
  • Kfz-Kennzeichen Ihres Fahrzeugs
  • Pannen- oder Unfallort
  • Pannen- oder Unfallursache
  • Handynummer für evtl. Rückfragen

 

Pannen- oder Unfallort möglichst präzise bestimmen: Je präziser die Ortsangaben, desto einfacher und schneller kann Ihnen geholfen werden. Unbedingt immer die Fahrtrichtung angeben.

  • Navigationssystem: Die meisten Fahrzeuge und Mobiltelefone beinhalten heutzutage ein Navigationssystem mit Standortbestimmung, diese muss allerdings aktiviert sein. Des Weiteren finden sich im Internet diverse Webseiten, die eine automatische Lokalisierung des Standortes anbieten. Die Standortdaten können hier relativ einfach abgelesen und übermittelt werden.
  • Straßenname und Hausnummer: Straßennamensschilder stehen meistens an Kreuzungen und Einmündungen. Straßennamen finden sich auch oftmals auf Klingeltableaus, Briefkästen und Hausnummernschildern.
  • Ortsname und Ortsteil: Ortsschilder finden sich an Ortsein- bzw. Ortsausgängen oder an Ortsteilübergängen in Städten. Fragen Sie ggf. bei Passanten nach.
  • Bundesstraße: Auf klassifizierten Bundesstraßen sind weiße Stationszeichen im Abstand von 200 - 500 Meter am rechten Straßenrand aufgestellt. Sie geben Auskunft über die Straßennummer und -kategorie, die Abschnittsnummer und Station bzw. Kilometer. In Form und Anbringung unterscheiden sie sich allerdings je nach Bundesland. Die meist prismaförmigen oder rechteckigen Zeichen finden sich in der Regel an Leitplanken und Leit- oder Schildpfosten. Ersatzweise können auch die gelben Bundesstraßennummern auf den Wegweisern, in Kombination mit den Namen der letzten und der nächsten Ortschaft sowie der ungefähren Entfernung zu einer der beiden, zur Orientierung dienen.
  • Autobahn: Alternativ zum Stationszeichen kann die Position auch durch die Autobahnnummer und die letzte Anschlussstelle oder die alten, blauen Kilometerschilder im Abstand von 500 Meter am rechten Straßenrand beschrieben werden.
  • Landes-, Staats- und Kreisstraßen: Auf Landes-, Staats- und Kreisstraßen sollte in jedem Fall der Name der letzten sowie der nächsten Ortschaft und die ungefähre Entfernung zu einer der beiden übermittelt werden.
  • Leitpfosten: Entfernungen können relativ einfach anhand der Leitpfosten bestimmt werden. Sie haben auf allen Straßen einen Regelabstand von 50 Meter.

 

Pannenursache oder Unfallschäden möglichst genau beschreiben. Häufige Pannenursachen sind: Springt nicht an, Reifenpanne, Schlüssel im Fahrzeug, Tank leer oder Unfall. Bei allen sonstigen Schäden ist Ihre Mithilfe gefragt:

  • Welchen Fehler meldet das Display Ihres Fahrzeugs?
  • Welche Kontroll- bzw. Warnleuchte leuchtet im Cockpit auf? Ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung bzw. das Bordbuch des Fahrzeugs ist hier hilfreich.
  • Welche ungewöhnlichen Geräusche, Gerüche oder Vibrationen traten auf?
  • Steigt Dampf aus dem Motorraum oder Auspuff und welche Farbe hat er?

 

Notrufsäulen - Kein Handy zur Hand, kein Empfang oder Akku leer? 

  • Notrufsäulen finden sich auf Bundesstraßen und Autobahnen im Abstand von zwei Kilometern. Einfach nur den schwarzen Pfeilen auf den Leitpfosten folgen.
  • Ausdrücklich die ADAC Pannenhilfe verlangen. 
  • Bei den älteren Notrufsäulen muss man den Standort noch angeben. Dieser ist hinter der Klappe vermerkt. Die neueren Säulen verfügen über eine automatische Standorterkennung.

So leisten Sie Erste Hilfe

Sie trauen sich nicht, nach einem Unfall verletzten Personen zu helfen? Die ersten Minuten nach einem Unfall sind jedoch entscheidend für den Erfolg der Erstversorgung von Verletzten und deren weiterer Behandlung im Krankenhaus. Leisten Sie daher unbedingt Erste Hilfe.

Erste Hilfe leisten

Gerade nach schweren Verkehrsunfällen zählt jede Minute. Je früher die Einsatzkräfte am Unfallort eintreffen, umso größer sind die Chancen den Unfallopfern helfen zu können und desto schneller löst sich auch der Stau. Behindern Sie also bitte die eintreffenden Rettungskräfte nicht und leisten Sie den Anweisungen von Polizei und Einsatzkräften unbedingt Folge.

Gaffen geht gar nicht

Gut zu wissen:

Mit der Rettungskarte wird die Rettungszeit deutlich verkürzt und die Überlebenschancen steigen.