Motorradkleidung richtig pflegen

25.2.2019

Wer Motorrad fährt, braucht zwingend hochwertige Motorradbekleidung. Mit richtiger Reinigung und Pflege hält die teure Ausrüstung nicht nur länger – sie behält auch ihr gutes Aussehen und ihre Funktionstüchtigkeit. Unsere Tipps zur Pflege von Leder- und Textilkleidung.

Leder Pflege Putzen Motorrad Set
Textilkleidung darf durchaus auch mal in die Waschmaschine.   ©Shutterstock/Nor Gal 
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Lederkleidung reinigen und einfetten

Kombis, Hosen und Jacken aus Glattleder sollten Sie auch während der Saison mit einem feuchten Tuch regelmäßig reinigen. Hartnäckige Verschmutzungen wie Fliegen können Sie zuvor einweichen. Bewährte Hausmittel dafür sind Kernseife und ein weicher Schwamm. Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Lederkleidung regelmäßig mit Lederfett einreiben. Das verhindert nicht nur das Austrocknen und Verhärten des Leders, es schützt auch gegen allzu schnelles Eindringen von Nässe. Noch besser können Sie Lederbekleidung gegen Regen schützen, indem Sie vor dem Einfetten auf die trockene Oberfläche ein Imprägnierspray für Motorradkleidung auftragen. Der Regen perlt dann besser ab und das Leder saugt sich nicht so schnell voll. Wasserdicht wird die Bekleidung dadurch allerdings nicht.

Weil Leder als natürlicher Rohstoff atmet, sollten Sie mit dem Fett sparsam umgehen. Wird Leder zu stark eingefettet, setzen sich die Poren der Tierhaut zu und es bilden sich hässliche Rückstande. Am besten verwenden Sie einen weichen Lappen und reiben die Oberflächen kreisförmig und dünn ein. Im Motorrad-Zubehörhandel sind Lederfette ab rund sechs Euro zu bekommen. Neben farblos gibt es sie auch für schwarze Leder-Versionen. Wer auf Natur setzt, kann sogar Lederbalsam mit Bienenwachs wählen.  

Bei hydrophobiertem Leder, das durch spezielle Gerbprozesse wasserabweisend ist, sollten Sie nur Pflegemittel einsetzen, die diese Eigenschaft nicht einschränken. Normale Lederfette sind tabu. Auch für Velours- oder Nubukleder dürfen Sie statt fettigen Produkten nur ein spezielles Spray verwenden. Solches Leder kann mit einem Krepptuch gereinigt werden, das die speckig gewordene Oberfläche wieder aufraut.

Die immer wieder gestellte Frage, ob stark verschmutzte oder verschwitzte Lederkombis und Motorrad-Handschuhe in der Waschmaschine gereinigt werden können, ist nicht eindeutig zu beantworten: Es hängt vom Leder ab. Wenn, dann nur mit hohem Wasserstand im Schonwaschgang bei Temperaturen unter 30 Grad und auf jeden Fall nur mit Feinwaschmittel. Auf Schleudergang und Trockner sollten Sie verzichten. Trocknen Sie die Kleidung (ohne Sonneneinstrahlung) und fetten Sie sie danach kräftig ein. Bei neuen Lederhandschuhen ist ein Waschgang vor dem Tragen sogar ein probates Mittel, um ein Abfärben auf die Hände bei Regen zu verhindern. Ausrüstungsstücke mit Protektoren und Innenfutter sollten Sie nicht in der Waschmaschine reinigen, falls sich diese nicht herausnehmen lassen.

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Textilkleidung schonend waschen und anschließend imprägnieren

Bei Textilkleidung mit Membranen sollten Sie grundsätzlich die eingenähte Pflegeanleitung des Herstellers beachten. Prinzipiell können Sie solche Fahrerausrüstungen im Schonwaschgang mit Spezial- oder Feinwaschmittel in der Waschmaschine bei bis zu 30 Grad waschen. Starke Verschmutzungen sollten Sie vorbehandeln. Damit keine Waschmittel-Rückstände entstehen, sollten Sie die Kleidung ausreichend klarspülen. Am besten wiederholen Sie den Spülgang einfach. Weichspüler dürfen Sie aber auf keinen Fall verwenden. Die meisten Hersteller raten auch von der Nutzung eines Wäschetrockners ab.

Hinter der Faustregel „Besser oft ohne oder mit wenig Waschmittel, als selten mit viel pflegen“ steckt die Gewissheit, dass häufiges Waschen die Atmungsaktivität textiler Motorradbekleidung nicht beeinträchtigt. Spätestens nach drei Waschgängen sollten Sie jedoch Ihre Kleidungsstücke mit entsprechendem Imprägnierspray behandeln. Die Wasserdichtheit der Membrane wird dadurch nicht erhöht, aber das Imprägniermittel ummantelt die Fasern des Oberstoffes, der so besser gegen Schmutz und Wasser geschützt wird. Einige Hersteller empfehlen, Reinigung und Imprägnierung solcher Motorradbekleidung in einem Reinigungsbetrieb vornehmen zu lassen, der eine gleichmäßige Verteilung des Imprägniermittels auf der gesamten Fläche gewährleisten kann.

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Motorradkleidung richtig aufbewahren

Motorradbekleidung sollten Sie nur an trockenen Orten überwintern, an denen relativ gleichmäßige Temperaturen herrschen. Bestens ist hierfür ein Kleiderschrank geeignet, in den Sie die Kombi samt Innenfutter und Protektoren auf einen Bügel hängen können. Soll die Kleidung zusätzlich durch einen Kleidersack geschützt werden, muss dieser luftdurchlässig sein – einen Plastiksack ohne Luftlöcher sollten Sie unten offen lassen. Grundsätzlich sollten Sie es vermeiden, Leder und Textilien zu falten. Leder kann sich an den Faltstellen verziehen oder verfärben. Stapeln verstärkt diesen Effekt noch erheblich.