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Der ADAC

VW ID.3 Pro Performance (58 kWh) 1st Max (09/20 - 11/20)

Testergebnis

November 2020

Karosserie/Kofferraum

2,7

Innenraum

2,6

Komfort

2,4

Motor/Antrieb

1,1

Fahreigenschaften

2,4

Sicherheit

1,5

Umwelt/EcoTest

1,7

Autokosten

2,4

Gesamt

2,0

sehr gut

0,6 - 1,5

gut

1,6 - 2,5

befriedigend

2,6 - 3,5

ausreichend

3,6 - 4,5

mangelhaft

4,6 - 5,5

Stärken
  • hoher Antriebskomfort

  • sehr gute Fahrleistungen

  • sicheres Fahrwerk

  • schönes Raumgefühl vorn

  • gutes Platzangebot insgesamt

Schwächen
  • erhebliche Softwareprobleme (Updates mit Lösungen angekündigt)

  • Ergonomie-Mängel bei der Bedienung

  • liebloses Materialfinish im Innenraum

  • sehr teuer in der Anschaffung

  • mäßige Reichweite

  • maximale Ladegeschwindigkeiten nur bei optimalen Außentemperaturen

Fazit zum VW ID.3 Pro Performance (58 kWh) 1st Max (09/20 - 11/20)

Er gilt als der große Hoffnungsträger für Volkswagen: der neue ID.3. Das Design unterscheidet sich schon mal deutlich von bisherigen typischen VW-Modellen. Man soll auf den ersten Blick sehen, dass sich die Antriebstechnik fundamental geändert hat. Ein Elektromotor sorgt nun an der Hinterachse für Vortrieb, und das nachdrücklich wie geschmeidig. Man spürt: Die VW-Techniker haben durchaus Erfahrung mit dem E-Antrieb, denn die Antriebssysteme funktionieren einwandfrei. Ebenso die Lenkung, die einen sehr praktischen kleinen Wendekreis von rund zehn Metern ermöglicht. Das Fahrwerk ist sicher abgestimmt, es fehlt aber an Komfort; über manch regelmäßige Bodenwellen fahrend müssen die Passagiere im Takt mitnicken. Der Stromverbrauch liegt mit 19,3 kWh/100 km im Ecotest noch günstig, steigt aber schon bei Temperaturen unter 10 °C deutlich an. Dann reduziert sich die Reichweite auf unter 300 km, zusätzlich dauert das Laden länger. Die Rekuperation während der Fahrt kann man automatisch in Abhängigkeit der Verkehrssituationen regeln lassen, was ausgezeichnet funktioniert und den Verbrauch im Rahmen der Möglichkeiten optimiert. So optimal insgesamt der Antrieb funktioniert, so durchwachsen sieht es mit der Software im Auto aus. Bei jeder Fahrt gibt es neue oder andere Probleme (Bordcomputer, Standheizung, Fahrmodi), oft setzt etwas aus oder gibt falsche Werte wider. VW hat ein großes Update in Kürze versprochen, mit dem die Systeme stabiler und zuverlässiger laufen werden. Optimiert werden sollten auch die Anzeige-Strukturen auf den Displays, denn zu offensichtlich stammt alles vom Golf VIII, wurde aber nicht an die veränderten Anzeigegrößen angepasst. Schwierig wird es wohl, die Bediendefizite per Update zu lösen; die Lenkradtasten wie auch die Bedienelemente in der Mittelkonsole sind in dieser Ausführung - freundlich ausgedrückt - praxisfremd. Während das Raumgefühl auf den vorderen Plätzen dank weit nach vorn gezogener Scheibe luftig und großzügig ausfällt, kann das lieblose Materialfinish leider weniger überzeugen. Lob verdienen die Lichtleisten, Lampen und animierten Heckleuchten außen sowie die Ambientebeleuchtung und das breite ID-Light mit situativer Animierung unter der Frontscheibe innen. Sie alle können aber nicht lange von den exzessiven Sparbemühungen im Innenraum ablenken. Und so bleibt die Erkenntnis: Eine gute Arbeit sollte auch gut präsentiert werden, damit sie geschätzt wird. Denn der ID.3 hat durchaus technisch tolle Teile, die sind aber unter dem Fahrzeug versteckt. Ein paar bunte Lichtleisten sind letztlich doch etwas wenig für einen Kompakt-Wagen zu einem Preis nahe der 50.000-Euro-Marke.

Hier können Sie den ausführlichen Testbericht zum VW ID.3 Pro Performance (58 kWh) 1st Max (09/20 - 11/20) nachlesen.

PDF ansehen

Der ADAC Testbericht wurde mit dem Modell ID.3 durchgeführt

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