BMW M Concept (2026): So heftig wird der erste elektrische M3

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Von Redaktion

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Der leicht seitlich stehende BMW M Concept
Das M Concept ist zwar noch eine Studie, die Marschrichtung zur nächsten Generation des M3 ist aber schon deutlich erkennbar© BMW

Der nächste BMW M3 läutet eine neue Ära ein: Er kommt sowohl als elektrischer Hochleistungs-M3 mit vier Motoren als auch mit Reihensechszylinder. Deutlich mehr Leistung und eine intelligent gesteuerte Fahrdynamik sollen den M3 schneller und präziser machen.

  • Elektrischer BMW M3 mit bis zu 900 PS

  • Vier Elektromotoren und damit Allradantrieb

  • Verbrenner erst für 2028 angekündigt

Mit dem BMW M Concept Neue Klasse gibt BMW einen Ausblick auf die kommende Performance-Strategie der Marke. Die Überraschung: Erstmals wird es zwei unterschiedliche M3-Varianten geben – einen vollelektrischen M3 auf Basis der Neuen Klasse (interner Code: ZA0) sowie weiterhin einen benzinbetriebenen M3 (G84) mit ein wenig elektrischer Unterstützung. BMW will damit sowohl traditionelle M-Kunden als auch Freunde elektrischer Performance-Fahrzeuge ansprechen.

M3: Brutale Optik mit ausgestellten Radhäusern

Der leicht seitlich stehende von hinten fotografierte BMW M Concept
Weit nach oben ragendes Heck mit prägnanter Abrisskante. Das Detail könnte es so fast schon in Serie schaffen, um den Diffusor steht es schlechter© BMW

Das Konzeptfahrzeug illustriert auch die zukünftige Designsprache kommender Performance-Modelle aus Garching. Die Studie verbindet klassische BMW-M-Elemente mit auffälligeren Proportionen, breiten Radhäusern und einer massiven C-Säule. Aerodynamische Maßnahmen wie neu gestaltete Aero-Außenspiegel, ein monströser Luftauslass in der Motorhaube sowie ein breiter Frontsplitter, sollen die sportliche Optik unterstützen und nebenbei Fahrstabilität und Effizienz verbessern.

Lichter der Studie erinnern an Rennwagen

Detailaufnahme der Motorhaube des BMW M Concept
Gelbes Tagfahrlicht gab es bei BMW bislang nur für die sportlichsten Modelle der Marke. Das könnte sich nun ändern© BMW

An der Front kombiniert BMW eine neu interpretierte Niere mit einer durchgehenden Lichtsignatur. Hier spinnen die Bayern das bereits mit dem i3 neu eingeführte Modellgesicht auf eine sportliche Art weiter. Auffällig sind die gelben "M Yellow Lights", die sich an aktuellen GT-Rennfahrzeugen und dem BMW M Hybrid V8 orientieren. Bislang war das gelbe Tagfahrlicht bei Serienfahrzeugen nur den besonders sportlichen CS-Modellen vorbehalten.

Es bleibt abzuwarten, ob BMW M diese Philosophie mit den neuen Modellen künftig aufweicht. Auch am Heck setzen die Lichter sportliche Akzente. Ergänzt werden sie durch einen mehr oder weniger dezenten Spoiler und einen groß dimensionierten Diffusor, der es so wohl nicht ins Serienfahrzeug schaffen dürfte.

Schalensitze, Sportlenkrad und spezielle Dekore

Das Lenkrad des BMW M Concept
Lenkrad mit Schnellwahltasten: BMW zeigt mit der Studie, wie das Lenkrad der Neuen Klasse für Sportwagen aussehen wird© BMW

Im Innenraum setzt BMW wie beim Serien-i3 auf ein fahrerorientiertes Cockpit, das vom neuen Panoramic-iDrive-Bedienkonzept dominiert wird. Das M-Lenkrad kommt mit 12-Uhr-Markierung daher und wird anders als bei den Lenkrädern der M-Ausstattungslinie um Schaltwippen und die M1- und M2-Schnellwahltasten ergänzt. Sie erlauben schon bei heutigen M-Modellen den schnellen Wechsel auf vordefinierte Fahrzeugeinstellungen.

Ein Hingucker bei der Studie sind auch die Schalensitze mit Hosenträgergurten. Sie sind in knalligen Farben gehalten und auf das Wesentliche reduziert. Sogar im Fond finden sich Schalensitze, ebenfalls mit Sportgurten ausgestattet.

Elektrischer BMW M3 mit vier Motoren

Auf einer Rennbahn frontal fahrender BMW M Concept
Der nächste M3 auf Basis der Neuen Klasse wird das erste elektrische M-Modell sein© BMW

Technisch basiert das Konzept auf der "Neue-Klasse-Architektur", auf der auch der iX3 und der i3 aufbauen. Der kommende M3 nutzt aber ein speziell für BMW M entwickeltes Elektroantriebssystem. Die Ingenieure der M GmbH verwenden hier vier E-Motoren, deren Kraftverteilung über eine zentrale und schnell arbeitende Steuerungssoftware nahezu in Echtzeit geregelt wird. Dadurch kann das Fahrzeug wesentlich präziser auf Lenk- und Gaspedalbefehle reagieren als bisherige Allradsysteme.

Je Achse kommen zwei Motoren zum Einsatz, die in der Fahrzeugmitte verbaut werden. Frühere Gerüchte über sogenannte Radnabenmotoren, die direkt in der Felge ihren Platz finden, sind damit zerstreut. BMW wählt einen Ansatz, der die rotierenden Massen an den Rädern im Rahmen behält.

Bis zu 900 PS Leistung im Elektro-M3 denkbar

Das Cockpit, der Fahrersitz und Beifahrersitz des BMW M Concept
Die Schalensitze wird man auch beim Serienmodell finden können, die Hosenträgergurte sind allerdings mit Sicherheit nur Show© BMW

BMW spricht hier von einer neuen Dimension der Fahrdynamik. Mechanische Differenziale entfallen dank der Elektrotechnik vollständig. Die 800-Volt-Architektur und ein Akku mit mehr als 100 kWh Energie-Inhalt sollen kurze Ladezeiten und hohe Reichweiten ermöglichen. Die Batterie wird als tragendes Strukturelement ins Fahrzeug integriert und trägt damit auch zur Verwindungssteifigkeit bei.

Genaue Leistungsdaten hat BMW noch nicht mitgeteilt, denkbar sind je nach Variante zwischen 750 und 900 PS. Damit wäre der elektrische M3 das stärkste M-Serienmodell. Die Serienversion der elektrischen M3-Variante wird für Mitte 2027 erwartet. Preise wären reine Spekulation, allerdings versucht BMW seine E-Autos im Vergleich zu den Verbrennern gerade preislich konkurrenzfähig zu halten.

M3 mit Verbrenner kommt erst 2028

Draufsicht auf den BMW M Concept
Auch eine Verbrennerversion des kommenden M3 ist geplant. Diese soll aber rund ein Jahr nach der elektrischen Version gezeigt werden© BMW

Doch BMW setzt beim M3 nicht nur auf einen rein elektrischen Antrieb. In München wurde bereits bestätigt, dass der nächste M3 sowohl als vollelektrische Variante als auch mit Verbrennungsmotor angeboten werden soll. Nach aktuellem Stand arbeitet BMW an einer weiterentwickelten Version des bekannten 3,0-Liter-Biturbo-Motors (S58), der bereits im aktuellen M3 und M4 zum Einsatz kommt. Die Leistung soll zwischen 550 und 600 PS liegen. Erwartet werden Allradantrieb und eine Achtgang-Automatik sowie ein Marktstart ab Mitte 2028.

Für Fans der Modellreihe bedeutet die Zweisamkeit der Antriebe wahrscheinlich die größte Veränderung seit der Einführung des ersten M3 E30 im Jahr 1986. Was bleibt, ist die extreme Sportlichkeit bei Elektroantrieb und Verbrennungsmotor.

Hier geht es zum ADAC Test des aktuellen BMW M3 Touring

Text: Fabian Hoberg