CES Las Vegas 2022: Willkommen in der Zukunft

Neuheiten auf der CES in Las Vegas 2022
Sieht so das Cockpit der Zukunft aus? Conti will Displays hinter Holz verstecken ∙ © Continental

Auf der größten Elektronikmesse der Welt, der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, präsentierten im Januar 2022 über 4500 Aussteller technische Innovationen und Zukunftstrends. Darunter auch viele aus der Autobranche. Hier die interessantesten Ideen.

  • Autohersteller zeigten Trends und Neuheiten auf Elektronikmesse CES

  • Elektrisches, autonomes und vernetztes Fahren im Fokus

  • Die wichtigsten Premieren kamen von Sony, Togg, Mercedes und Vinfast

Nach einem Jahr Pause startete am 5. Januar 2022 die größte Digitalmesse Consumer Electronics Show (CES) wieder als Präsenzveranstaltung. 2021 fand die Messe nur online statt. Neben Elektronikkonzernen wie Sony und Samsung ist die CES auch für Autohersteller und Zulieferer immer wichtiger geworden. Über 180 Unternehmen aus dem Bereich Transport und Verkehr sind nach Las Vegas gekommen, zwölf Prozent mehr als 2020.

Dieses Jahr haben zwar kurz vorher noch einige große Hersteller ihre physische Präsenz wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Doch die Überraschungen kamen eh von den neuen Unternehmen. Und die waren vor Ort. Neben Elektronikkonzernen wie Sony präsentierten einige Autohersteller und Zulieferer ihre technischen Neuheiten, darunter BMW, Sony, Togg, John Deere, Stellantis und Vinfast.

Ihre Zukunftsthemen: Digitalisierung, Internet der Dinge, autonomes und elektrisches Fahren, Vernetzung, Augmented Reality, Robotik und Cybersicherheit.

BMW iX M60: Elektrisch mit mehr als 600 PS

Neuheiten auf der CES in Las Vegas 2022
Das luxuriöse Elektro-SUV iX krönt künftig eine kraftvolle M60-Version ∙ © BMW/Wilfried Wulff

Höhepunkt für Autofans bei BMW: Der iX als M- und damit Power-Version des "normalen" Elektroautos iX mit 619 PS und 1100 Newtonmeter Drehmoment. In 3,8 Sekunden sprintet das SUV auf 100 km/h und wird insgesamt bis zu 250 km/h schnell. Reichweite: 566 Kilometer. Mit einem Basispreis von 132.000 Euro ist der iX M60 deutlich teurer als das bisherige Topmodell, der iDrive50, der mindestens 100.000 Euro kostet. Ob so viel Leistung in einem E-Auto sein muss? Die Kunden werden die Frage beantworten.

Neuheiten auf der CES in Las Vegas 2022
Hingucker: Per Knopfdruck kann dieser BMW seine Farbe ändern ∙ © BMW/Tom Kirkpatrick

Mit einer speziellen Folie will BMW künftig seine Fahrzeuge optisch aufpeppen: Per Knopfdruck lässt sich elektronisch die Farbe ändern, derzeit allerdings nur von Weiß auf Schwarz. Elektrische Impulse regen unterschiedliche Farbpigmente an der Oberfläche an, die daraufhin die Farbe der Karosserie ändern. Neben einem Showeffekt soll die Technik die Energie für Heizung und Klima reduzieren: Eine weiße Oberfläche heizt im Sommer den Innenraum weniger auf, eine schwarze im Winter mehr.

Eine besondere Unterhaltung für Fond-Passagiere bietet das "In-Car-Movie-Theatre". Dabei schauen Passagiere auf einen ausklappbaren Monitor, der die kleineren Tablets an den Kopfstützen ersetzen soll. Denkbar ist der Einsatz des neuen Unterhaltungssystems in der nächsten Generation des 7er (ab 2022), weitere Modelle wie X5, X6 und 5er dürften folgen.

Bosch: Digitale Sonnenblende

Neuheiten auf der CES in Las Vegas 2022
Bringt mehr Sicherheit: Transparente Sonnenblende von Bosch ∙ © Bosch

Bosch zeigte unter anderem einen neuen Zentralrechner, um assistiertes und automatisiertes Fahren sicherer und einfacher zu gestalten. Sehr nützlich für den Fahrer ist auch die intelligente Sonnenblende Virtual Visor. Sie besteht aus einem transparenten LCD-Display und verdunkelt nur die Bereiche, über die der Fahrer geblendet wird. Trotz heruntergeklappter Blende herrscht somit freie Sicht nach draußen – ein Sicherheits-Plus. Eine Innenraumkamera scannt dabei permanent das Gesicht und erkennt, wohin der Fahrer blickt, und ob er von der Sonne geblendet wird.

Cake Bikes: Nutzrad mit E-Antrieb

Neuheiten auf der CES in Las Vegas 2022
Bis zu 50 km/h schnell sollen die neuen Lastenräder von Cake fahren ∙ © ADAC/Fabian Hoberg

Mit einem Elektromotor, aber nur mit zwei Rädern präsentierte Cake aus Schweden seine neue Produktpalette. Die Räder sind reine Nutzfahrzeuge und lassen sich je nach Anwendungszweck konfigurieren. Praktisch: eine große Batterie, die in der Mitte des Rahmens sitzt und sich einfach zum Laden entfernen lässt. Neben Rädern für Handwerksbetriebe oder Zulieferer in Städten bieten die Schweden dazu noch einen Anhänger an, aber auch Motorräder. Das günstigste Lastenrad mit 4,8-PS-E-Antrieb und einer Spitzengeschwindigkeit von rund 50 km/h kostet rund 3800 Dollar.

Chrysler Airflow: Reise in die Zukunft

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Chrysler Airflow: Der Elektrowagen soll 2024 auf den Markt kommen ∙ © ADAC/Fabian Hoberg

Mit dem bereits 2020 vorgestellten Airflow will Chrysler dem Tesla Model 3 und Ford Mustang Mach-e Konkurrenz machen. Die Studie soll mit einer Batterieladung bis zu 708 Kilometer weit fahren können. Als Antrieb dienen E-Motoren mit einer Leistung zwischen 170 und 245 PS. Im Innenraum geht es futuristisch zu: Drei Monitore informieren und unterhalten die Passagiere. Chrysler plant mit dem Serienstart spätestens 2024, in Europa könnte der Airflow unter einer anderen Konzernmarke von Stellantis (u.a. Opel, Peugeot, Fiat, Chrysler) auf den Markt kommen. Der Name geht auf ein stromlinienförmiges Modell von 1934 zurück. Zudem will Stellantis künftig mit Amazon bei der Software zusammenarbeiten.

Continental: Unsichtbares Display

Conti versteckt die Touchscreens im Holz auf dem Armaturenbrett ∙ Bild: © Continental, Video: © ADAC e.V.

Continental stellte unter anderem neue Displays vor. Das Privacy-Display kann zum Beispiel nur der Beifahrer sehen und etwa einen Film anschauen, ohne dass der Fahrer abgelenkt wird. Das sogenannte Shytech-Display tarnt sich wiederum als ganz gewöhnliches Armaturenbrett mit Holz und Leder. Und wird bei Bedarf zum Bildschirm: Er kommt erst dann zum Vorschein, wenn er benötigt wird. Wie funktioniert das? Klicken Sie auf das Video. Zudem zeigte Continental einen neuen "Geisterfahrerassistenten", der gefährdete Verkehrsteilnehmer vor Fahrzeugen warnt, die in der falschen Richtung unterwegs sind.

General Motors: Alles auf Elektro

Neuheiten auf der CES in Las Vegas 2022
Der neue Chevy Silverado fährt elektrisch ∙ © Chevrolet

GM-Chefin Mary Barra nutzte eine digitale Keynote auf der CES, um gleich drei Fahrzeuge zu präsentieren. Mit dem Silverado EV steht ab 2024 ein elektrischer Pick-up bei den GM-Händlern im Showroom. Zwei Motoren treiben alle vier Räder mit bis zu 664 PS und einem Drehmoment von über 1063 Newtonmetern an. Von 0 auf 100 km/h sprintet der Pick-up in 4,5 Sekunden, die Reichweite liegt bei 650 Kilometern. Mit einer DC-Schnellladung bei 350 kW sollen sich in 10 Minuten 150 Kilometer Reichweite nachladen lassen. Der Preis beginnt bei 40.000 Dollar für die reichweitenschwächere Basis und steigt je nach Ausstattung, Motorisierung und Batterie (bis zu 200 kWh) auf bis zu 107.000 Dollar.

Neuheiten auf der CES in Las Vegas 2022
Der Chevrolet Equinox fährt 2024 elektrisch vor ∙ © Chevrolet

Zudem hat GM zwei weitere Elektrofahrzeuge angekündigt: den Chevrolet Equinox EV 2024 und den Blazer EV 2023. Während die Preise für den Blazer noch nicht genannt wurden, wird der Equinox mit einem Einstiegspreis von etwa 30.000 Dollar auf den US-Markt kommen. Auch bei den Amerikanern wird im Innenraum alles digital. Zwei große Bildschirme lösen analoge Skalen und Zeiger selbst im kleinen Equinox ab.

Mercedes Vision EQXX: Knausert mit Strom

Der fahrende Mercedes EQXX von vorne zu sehen
Das aerodynamisch ausgefeilte E-Auto EQXX soll sehr sparsam fahren ∙ © Mercedes

Elektro-Skeptikern will Mercedes mit der Studie EQXX die Reichweitenangst nehmen. Das Konzeptfahrzeug hat eine um die Hälfte kleinere Batterie als der EQS, ist zudem 30 Prozent leichter, kann aber die gleiche Energiemenge speichern wie bisherige 107,8-kWh-Batterien. So soll das Konzeptfahrzeug mit einer Ladung rund 1000 Kilometer weit kommen. Daneben sorgt ein niedriger Luftwiderstandsbeiwert für einen geringen Stromverbrauch. Liegt der cW-Wert beim Serien EQS bei 0,20 soll er beim Konzeptfahrzeug bei 0,17 liegen. Den Verbrauch geben die Stuttgarter mit rund 10 kWh pro 100 Kilometer an. Zum Vergleich: Heutige Kompaktfahrzeuge verbrauchen meist rund 15 kWh pro 100 Kilometer. Die Technik der Batterie passt in die nächste Generation der Kompakt- und Mittelklassewagen von Mercedes, wie dem EQA oder EQC. Hier lesen Sie weitere Details zum Mercedes EQXX.

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Hyundai: Kleiner Elektro-Helfer

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Kann nicht nur Sekt servieren: Hyundais kleines Elektrogefährt ∙ © Hyundai

Eine kleine Mobilitätsplattform namens Mobile Eccentric Droid (MobED) stellte Hyundai vor: Sie ist 67 Zentimeter lang, 60 breit und 33 hoch. Die flache, rechteckige Plattform wird von vier 12 Zoll großen Rädern mit Einzelradaufhängung angetrieben. Radstand und Lenkwinkel lassen sich frei einstellen, das Fahrzeug kann sich verschiedenen Straßenbelägen und Höhenunterschieden anpassen. An jedem Rad sitzen drei Elektromotoren, die das Gefährt auf bis zu 30 km/h beschleunigen. Mit einer Akkukapazität von 2 kWh soll der MobED bis zu vier Stunden elektrisch fahren – als Lieferwagen, Gehhilfe, Servicekraft oder elektrischer Kinderwagen.

Hyundai Mobis: Fahren im Krebsgang

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© ADAC/Fabian Hoberg

Gleicher Name, andere Firma. Hyundai Mobis ist ein Zulieferer und Tochterunternehmen der Automarke und hat ein Konzept für einen radnahen Elektroantrieb entwickelt. Darin enthalten sind Antrieb, Federung, Lenkung und Bremse. Dank der kompakten Maße lassen sich die Räder des Konzeptautos um 90 Grad einschlagen, der Wendekreis fällt dadurch gering aus: Das Auto kann auf der Stelle drehen und im Krebsgang zur Seite fahren. 2023 soll eine Skateboard-Plattform mit vier Modulen fertiggestellt werden.

John Deere: Der Trecker denkt mit

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Der moderne Traktor weiß, was Unkraut ist und was nicht ∙ © John Deere

Landmaschinen-Hersteller John Deere gab einen Ausblick darüber, wie vernetzt die eigenen Fahrzeuge heute schon sind und künftig noch werden. Mit dem Roboter See&Spray erkennt der Trecker den Unterschied zwischen Nutzpflanze und Unkraut, kann damit gezielt mit Herbiziden gegen Unkraut sprühen und für jede Pflanze das richtige Mittel einsetzen. Das System nutzt Deep Learning, Kameras und Robotik, um Pflanzen von Unkraut zu unterscheiden.

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14 Tonnen schwer, autonom ackernd: Bald ist die Technik von John Deere zu haben ∙ © ADAC/Fabian Hoberg

Mit einem autonomen Schlepper sollen Landwirte demnächst bequem vom Sofa aus arbeiten können – während der Traktor selbstständig aussäht oder den Boden pflügt. Der John Deere Traktor 8R wiegt gut 14 Tonnen und leistet mehr als 400 PS. Mit einem Nachrüst-System lässt sich das Ungetüm aufrüsten, damit es per GPS die Felder autonom bearbeiten kann. Eingreifen muss der Besitzer per Smartphone nur, wenn sich Teile der Maschine, wie der Pflug, verstellt haben oder wenn ein Hindernis im Weg steht. Einen Preis für das autonome System nannte John Deere noch nicht, nur, dass es noch Ende des Jahres ausgeliefert werden soll.

REE Automotive: Transportiert mit Leopard

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Der Leopard ist skalierbar und transportiert bis zu 750 Kilogramm Waren ∙ © REE Automotive

Das Start-up aus Israel zeigte den elektrisch und autonom fahrenden Kleintransporter Leopard. Auf der flexiblen Technik-Plattform Reeboard lassen sich Länge und Breite des Chassis variieren. Möglich wird das durch die eingesetzten Radnabenmotoren. Bei einer Länge zwischen 2,90 bis 3,50 Metern und 1,20 bis 1,80 Metern Breite soll der fahrerlose Leopard bis zu 7,5 Kubikmeter Ladung und bis zu 750 Kilo transportieren können. Für die sogenannte letzte Meile, das Zustellen von Paketen vor Ort, sind die kompakten Maße ebenso interessant wie der kleine Wendekreis von nur 3,90 Metern. Als Antrieb dient ein E-Motor mit 136 PS sowie eine 50-kWh-Batterie. Eine Serienfertigung plant das Unternehmen derzeit (noch) nicht.

Sony Vision-S 02: Macht der Elektronikriese ernst?

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Sieht gut aus: Der Sony Vision-S 02 ∙ © ADAC/Fabian Hoberg

Die Überraschung auf der diesjährigen CES kam von Sony. Nachdem der Elektronikkonzern bereits vor zwei Jahren sein erstes Auto Vision-S 01 präsentiert hat, legen die Japaner nun mit einem zweiten Fahrzeug nach. Damals wollte Sony mit dem Konzeptfahrzeug seine Sensor- und Kameratechnik sowie Innenraumunterhaltung demonstrieren. Der neue Vision-S 02 wird noch einmal deutlich moderner: Das Konzeptauto kommt als 4,85 Meter langes SUV, das von zwei Elektromotoren mit jeweils 272 PS angetrieben wird. Design und Technik ähneln der Studie S01.

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Steigt der Elektronikriese Sony in die Autoproduktion ein? Das bleibt nach wie vor offen ∙ © ADAC/Fabian Hoberg

Innen setzt Sony auf die eigene Kernkompetenz und stellt den Passagieren drei aneinandergereihte Bildschirme zur Verfügung. Im Vision-S 02 steckt zudem eine umfangreiche Sensorik, die das Umfeld des Fahrzeugs beim automatisierten Fahren überwacht. Im Innenraum erkennen Sensoren Gesten der Insassen und erleichtern die Bedienung. Wie lange die Batterie für die E-Maschinen hält, und wie groß sie ist, verrät Sony nicht. Auch nicht, ob das siebensitzige SUV jemals in Serie gehen wird. Dafür gaben die Japaner bekannt, mit der neu gegründeten Firma Sony Mobility in die Automobilbranche einzusteigen. Ob sie tatsächlich eigene Fahrzeuge bauen wollen, steht aber noch nicht fest.

Togg: Der erste türkische Autohersteller

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Togg ist ein neuer türkischer Autohersteller ∙ © ADAC/Fabian Hoberg

Als erster türkischer Hersteller will Togg alles anders machen als bisherige Autohersteller. Das Konsortium aus fünf führenden türkischen Unternehmen (Anadolu Group, BMC, Kıraça Holding, Turkcell und Zorlu Holding) plant kein bloßes Auto, sondern ein rollendes Unterhaltungsgerät. Togg bedeutet Türkiye'nin Otomobili Girişim Grubu (TOGG). Schwerpunkt bei der Entwicklung liege nicht beim Auto, sondern bei der Elektronik und einem passenden Ökosystem. Dieses soll schneller und natürlicher arbeiten als die bisherige Technik und mit neuen Mobilitätslösungen ergänzt werden.

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Könnte auch als neuer Tesla durchgehen: Das Togg-SUV wirkt sehr modern ∙ © ADAC/Fabian Hoberg

Das Design kommt von Pininfarina, die Entwicklungsexpertise von einem namhaften Zulieferer. Togg will für seine Fahrzeuge zwei Modelle Akkus anbieten mit 300 und 500 Kilometern Reichweite sowie zwei Leistungsstufen. Beim Basismodell arbeitet eine 203-PS-Elektromaschine an der Hinterachse, in der höheren Variante kommt eine gleichstarke E-Maschine an der Vorderachse hinzu. Der Innenraum bietet Platz für fünf Personen, digitale Instrumente und Displays sowie eine gute Smartphoneanbindung sind up to date. Zudem soll das Infotainment-System Augmented-Reality-Funktionen bieten. Togg plant mit dem ersten Fahrzeug, einem kompakten SUV, noch Ende des Jahres im Werk in Gemlik. Zuerst für die Türkei, später auch für europäische Märkte wie Deutschland. Bis 2030 sind fünf E-Modelle vorgesehen.

Vinfast: E-Autos aus Vietnam

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Vinfast: Das kompakte SUV namens VF 5 soll dem Opel Mokka Konkurrenz machen ∙ © ADAC/Fabian Hoberg

Der neue vietnamesische Elektro-Autohersteller Vinfast will sein Modellprogramm ausbauen und sucht einen Produktionsstandort in Deutschland. Das gab der neue Hersteller auf der CES bekannt. Die Zeiten seien vorbei, Autos über die halbe Welt zu verschiffen, sagte CEO Le Thi Thu Thuy. 2024 soll eine Fabrik in den USA entstehen, wenig später eine in Deutschland, hoch gehandelt wird derzeit ein Standort in Thüringen. Vor wenigen Wochen präsentierten die Vietnamesen auf der L.A. Autoshow die beiden elektrischen Modelle VF 8 (damals noch als e35) und VF 9 (e36), nun folgen drei neue Modelle VF 5, VF 6 und VF 7.

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Der Vinfast VF 6 kann sich sehen lassen ∙ © ADAC/Fabian Hoberg

Die Elektrofahrzeuge VF 8 und VF 9 arbeiten beide mit einem 408 PS starken E-Motor. Während der 4,75 Meter lange VF 8 auf eine Batterie mit 86 kWh setzt, steckt im 5,12 Meter langen VF 9 ein Akku mit 95 kWh Kapazität. Das soll für eine Reichweite von 500 und 550 Kilometern sorgen. Das Design der SUV stammt von Pininfarina, Ex-Opel-Chef Michael Lohscheller schob das neue Unternehmen zumindest ein paar Monate mit an.

Ende des Jahres wurden die ersten Autos mit einer zehnjährigen Garantie (oder 200.000 Kilometer Laufleistung) in Vietnam verkauft. Preise nannte Vinfast für Deutschland noch nicht, die Autos sind ab Frühjahr aber bestellbar und sollen Ende des Jahres ausgeliefert werden. Künftig bietet Vinfast die Batterie zur Miete an.

ZF: Setzt auf hohe Leistung

Zulieferer ZF präsentiert den Fachbesuchern auf der Messe neue Lösungen für Autosoftware und neue Hardware. Hochleistungsrechner sollen dabei helfen, Informationen von Sensoren schneller aufzunehmen und zu verarbeiten und anschließend an Aktuatoren weiterzuleiten. Die Technik soll um 2025 in Autos automatisiertes Fahren ermöglichen, aber auch Funktionen wie die Fahrwerkskontrolle verbessern.

Text: Fabian Hoberg

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