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Einreise und Zoll für Tunesien

Einreisebestimmungen

Aktueller Hinweis Coronavirus

Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Tunesien.
Über die epidemiologische Lage und Beschränkungen im Land informieren seine Reise- und Sicherheitshinweise.

Besondere Einreisebestimmungen aufgrund der Coronapandemie

Letzte Aktualisierung am 22.7.2021

Für die Einreise gilt:
1. Elektronische Einreiseanmeldung
im Link unten, vor dem Abflug abzusenden und ausgedruckt mitzuführen.
2. Test
Negativer PCR-Test mit QR-Code oder von der Gesundheitsbehörde ausgestellt (digitales COVID-Zertifikat der EU). Er darf bei der Einreise maximal 72 Stunden alt sein. Nur für Personen ab 12 Jahren erforderlich. Er muss in englischer oder französischer Sprache verfasst sein und in ausgedruckter Form mitgeführt werden.
3. Quarantäne
Es ist eine 7-tägige Quarantäne abzuleisten. Ab dem 5. Tag muss ein PCR-Test durchgeführt werden, dessen negatives Ergebnis die Quarantäne beendet. Der Test ist vor der Abreise im Link unten zu reservieren und die Bestätigung bei der Einreise vorzuweisen.
4. Keine Quarantäne für Geimpfte und Genesene
- Nachweis einer vollständigen Covid-19-Impfung mit QR-Code oder von der Gesundheitsbehörde ausgestellt (digitales COVID-Zertiikat der EU).
- Ärztliche Bestätigung, dass die Person mindestens 6 Wochen vor Reiseantritt positiv getestet wurde und wieder genesen ist.
5. Keine Quarantäne für Pauschalreisende
- Nachweis eines Vouchers mit vorgebuchtem Flug, Transfer und Hotel.
- Negativer PCR-Test nach den og. Bedingungen.
- Während des Aufenthaltes sollen sich Reisende nur zusammen mit ihrer Reisegruppe bewegen.
6. Stichproben-Tests bei Einreise
Bei der Einreise kann stichprobenartig ein weiterer Test durchgeführt werden. Bei positivem Ergebnis erfolgt Quarantänepflicht.

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Reisedokumente für deutsche Staatsbürger

Für einen touristischen Aufenthalt bis zu 3 Monaten genügt der Reisepass, vorläufige Reisepass oder Kinderreisepass. Der Personalausweis wird nur bei Pauschaltouristen anerkannt, die auf dem Luftweg reisen und die Buchungsunterlagen (Hin- und Rückflugticket sowie Hotelvoucher für die Dauer des vorgesehenen Aufenthaltes) vorweisen können. Alle Personaldokumente müssen bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Der an der Grenze ausgegebene Einreisenachweis (Carte de visiteur non-résident) ist bis zur Ausreise aufzubewahren.

Besondere Bestimmungen für Kinder und Jugendliche

Für deutsche Minderjährige unter 18 Jahren, die allein, mit nicht sorgeberechtigten Erwachsenen oder mit nur einem Elternteil reisen, geben die ADAC Juristen folgende Hinweise:

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Minderjährige unter 18 Jahren mit tunesischen Eltern oder einem tunesischem Elternteil, die nicht von diesen begleitet werden, benötigen zum Verlassen des Landes die schriftliche Einverständniserklärung (autorisation parentale). Sie muss vom Gouvernorat in Tunesien oder einer tunesischen Vertretung in Deutschland beglaubigt sein.
Hinweis: Ein tunesischer Familienname im deutschen Kinderreisepass kann bei den tunesischen Behörden den Eindruck erwecken, dass zumindest ein Sorgeberechtigter tunesischer Staatsbürger ist. In diesen Fällen sollte deshalb ebenfalls die oben genannte Einverständniserklärung mitgeführt werden.

Ersatzausweise

Ausweispflicht

Generell gilt: Für Reisen ins Ausland und für die Rückreise nach Deutschland ist ein gültiges Ausweisdokument vorgeschrieben. Ist dies nicht vorhanden, können folgende Alternativen geprüft werden:

Abgelaufene Ausweispapiere

In einigen EU-Ländern genügt man der Ausweispflicht auch dann, wenn der Personalausweis, Reisepass, vorläufige Reisepass oder Kinderreisepass (jedoch nicht der vorläufige Personalausweis) nicht länger als 1 Jahr abgelaufen ist. In welchen Ländern das zutrifft, kann unter den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes im Link unten beim jeweiligen Land (Thema "Einreise und Zoll") nachgelesen werden.

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Es ist jedoch zu bedenken, dass ein solches abgelaufenes Personaldokument im Ausland z.B. bei der Hotelregistrierung oder von Banken nicht anerkannt werden muss. Deshalb kann das Reisen mit einem abgelaufenem Ausweisdokument zu Rückfragen oder sogar Problemen führen.

Vorläufige Ausweispapiere

Vorläufiger Personalausweis und Reisepass

Wird der Ausweis dringend benötigt, stellt die Passbehörde in der Regel sofort (innerhalb weniger Stunden) einen vorläufigen Personalausweis (3 Monate gültig) oder vorläufigen (grünen) Reisepass (ein Jahr gültig) aus. (Vorläufige Kinderreisepässe gibt es nicht, denn der Kinderreisepass wird immer sofort ausgestellt.)
Ob vorläufige Ausweise in den einzelnen Ländern anerkannt werden, haben wir jeweils unter "Einreisebestimmungen" aufgeführt.

Hinweis Express-Reisepass: Der vorläufige Reisepass enthält keinen elektronischen Chip, in dem die Fingerabdrücke und das Lichtbild gespeichert sind. Er wird deshalb nicht von allen Ländern anerkannt. Wer noch einige Werktage Zeit hat, kann bei der Passbehörde einen Express-Reisepass beantragen. Das ist ein vollwertiger Reisepass mit elektronischem Chip und einer Gültigkeit von 10 Jahren. Für die Express-Bearbeitung werden Zusatzgebühren erhoben.

Reiseausweis als Passersatz (RaP)

Kann die Passbehörde nicht mehr aufgesucht werden, z.B. an Feiertagen oder weil man das Fehlen des Personaldokumentes erst unterwegs bemerkt, kann die Bundespolizei nach ihrem Ermessen einen „Reiseausweis als Passersatz“ ausstellen. Die Ausgabe des RaP erfolgt bei der Bundespolizei an der Grenze, einigen Flughäfen oder einer Dienststelle. Erforderlich ist ein amtlicher Lichtbildausweis, für Deutsche unter 18 Jahren muss der gesetzliche Vertreter zustimmen.

Für die Beantragung und Abklärung der Einzelheiten ist die Kontaktaufnahme mit der Bundespolizei unter der Telefonnummer 0800 6 888 000 erforderlich. Der Antrag kann auch elektronisch gestellt werden unter

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ANERKENNUNG des Reiseausweises als Passersatz:

Ohne Einschränkung:
in allen folgenden EU-Ländern:
Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern.

Nur für die Einreise zu touristischen Zwecken:
in Albanien, Algerien, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und San Marino.

In Verbindung mit einem abgelaufenem deutschen Personalausweis oder Reisepass:
in Irland, Kanada (nur mit abgelaufenem Reisepass), Kroatien, Mexiko (nur mit abgelaufenem Reisepass und nur Inhaber von mexikanischen Aufenthaltstiteln, Visum nicht ausreichend), Montenegro (abgelaufener Personalausweis nur bei Aufenthalt bis 30 Tage), Rumänien, Schweiz, Serbien und Tunesien (abgelaufener Personalausweis nur bei Pauschalreise mit Flug).

In Verbindung mit dem gültigen Personalausweis:
auf den Seychellen.

In Verbindung mit einem gültigen Führerschein:
in Bulgarien und im Vereinigten Königreich Großritannien und Nordirland.

Bestätigte Nichtanerkennung: Ägypten, Malediven, Nordmazedonien, Sri Lanka und Türkei.

Zu beachten sind auch eventuelle Visa-Vorschriften.

HINWEIS: Das Reisen mit dem Reiseausweis als Passersatz geschieht auf eigenes Risiko, da das Zielland oder die Fluggesellschaft die Einreise mit diesem Dokument ablehnen oder seine Bestimmungen kurzfristig ändern kann.

Verlust des Ausweisdokumentes im Ausland

Bei Verlust des Ausweises im Ausland ist die Kontaktaufnahme mit der deutschen Auslandsvertretung (Botschaft, Konsulat) erforderlich. Dort wird ein „Reiseausweis als Passersatz zur Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland“ ausgestellt. Das Mitführen eines Lichtbildes und einer Kopie des Personaldokumentes vereinfacht das Verfahren. Der Diebstahl ist auch der örtlichen Polizei anzuzeigen, die Kopie der Anzeige dient als Nachweis für die Neubeantragung bei den deutschen Behörden.

Zollbestimmungen

Bei der Einreise zu beachten

Gebrauchsgüter

Ihren persönlichen Reisebedarf dürfen Sie vorübergehend zollfrei einführen.
Um eine reibungslose Wiederausfuhr sicherzustellen, wird empfohlen, Gegenstände von besonderem Wert bei der Einreise zu deklarieren. Unter anderem sind 2 Fotoapparate, 1 Videokamera und 1 Laptop erlaubt; lassen Sie diese Gegenstände vom Zoll in Ihren Reisepass eintragen.
Die Mitnahme von Geschenken ist zollfrei bis zu einem Wert von 100 TND erlaubt.
Sprechfunkgeräte dürfen nicht eingeführt werden. Sie sind aus dem Fahrzeug auszubauen; für Sonderfälle ist eine Genehmigung in Tunis einzuholen.

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Lebens- und Genussmittel

Zollfrei zum Verbrauch bleiben (für Reisende ab 17 Jahren):
200 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 400 g Tabak;
Alkohol: 2 Liter bis 25 Vol.-% oder 1 Liter über 25 Vol.-%;
0,25 Liter Parfüm; 1 Liter Eau de Toilette.

Weitere Produkte und Güter

Die Ein- und Ausfuhr von Waffen aller Art ist streng verboten. Besonderen Bestimmungen unterliegt die Mitnahme von Jagdwaffen (zu erfragen beim Tunesischen Fremdenverkehrsamt).

Bei der Ausreise zu beachten

Die Ausfuhr von Antiquitäten ist nur mit Genehmigung des »Ministry of Culture« erlaubt.
Der Zoll kann bei der Ausreise für in Tunesien gekaufte Waren die Vorlage der Rechnung verlangen. Bewahren Sie deshalb Kaufquittungen auf.

Alle Angaben ohne Gewähr.