Baden und wandern auf Teneriffa und Gran Canaria

1.2.2020

Die „Inseln des ewigen Frühlings“ vor der Küste Afrikas ziehen sowohl Sonnenanbeter als auch Naturliebhaber in ihren Bann. Sandstrände und Bergeinsamkeit – hier geht beides. 

Teneriffa Playa de las Teresitas
Fast wie in der Karibik: Die Playa de las Teresitas bei San Andrés auf Teneriffa
Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln, vereint schönste Strände, magische Vulkanlandschaften, weite Plantagen und malerische Dörfer. Ein Badeurlaub lässt sich hier hervorragend mit abwechslungsreichen Wanderungen verbinden. 
 

Puerto de la Cruz im Norden

Teneriffa Costa Martianez
Badeparadies direkt am Atlantik: Die Costa Martiánez in Puerto de la Cruz

Puerto de la Cruz besitzt zwar keine natürlichen Sandstrände, dafür aber die von César Manrique entworfene Badelandschaft Costa Martiánez. Das Ensemble des von Lanzarote stammenden Künstlers besteht aus sieben Pools und einem zentralen Salzwassersee. Zwischen Palmen, Lavafelsen und Skulpturen können sich die Gäste mit Blick zum 3718 m hohen Teide auf Sonnenliegen entspannen.

Die 6 km lange Küstenwanderung auf guten Wegen vom Castillo de San Felipe in Puerto de la Cruz zum Mirador San Pedro verspricht herrliche Ausblicke und Bademöglichkeiten. Entlang der kleinen Strandpromenade geht es am Ort Punta Brava und am Zoo Loro Park vorbei. Hinter zwei Hotelhochhäusern führt ein Abstecher nach rechts zu einem Aussichtspunkt, der direkte Weg am Ort Toscal und einer Industrieruine vorbei Richtung Casona und zum Mirador San Pedro mit weitem Blick über die Küste.

Badelandschaft Costa Martiánez*

Küstenwanderung zum Mirador San Pedro*

Santa Cruz de Tenerife im Nordosten

Teneriffa Cabezo del Tejo
Wanderungen im Anaga-Gebirge werden mit traumhaften Panoramen belohnt

Großartige Ausblicke auf die Nordküste garantiert die Rundwanderung zum Cabezo del Tejo im Anaga-Gebirge (6,6 km). Vom Parkplatz La Ensillada an der Anaga-Höhenstraße folgt man dem leicht bergauf führenden Weg parallel zur Straße durch Lorbeerwald und trifft nach einer halben Stunde auf einen Vermessungsstein, von wo sich ein schöner Blick auf den Roque de Anambro eröffnet. Ein breiterer Pfad leitet nach links zur Aussichtsplattform Cabezo del Tejo. Bergauf geht es zu einem Gebäude mit Sendemast, später trifft der Weg auf die Anaga-Höhenstraße, wo rechts ein Pfad bergauf führt und auf den Weg zurück zum Parkplatz stößt. 

Auf der Rückfahrt nach Santa Cruz de Tenerife empfiehlt sich bei San Andrés ein Stopp an der Playa de las Teresitas. Palmen und der feine, goldgelbe Sand, Strandliegen, Bars und Restaurants machen ihn zu einem der schönsten und bei Einheimischen beliebtesten Strände der Insel. 

Wanderung zum Cabezo del Tejo*

Playa de las Teresitas*

Landkarten von Gran Canaria und Tenriffa
Alle wichtigen Orte auf einen Blick

El Médano im Süden

Teneriffa Montana Roja
Eyecatcher an der Playa de la Tejita: die Montaña Roja, der „rote Berg“

Der rötliche Vulkankrater Montaña Roja trennt den Urlaubsort El Médano mit seinem 3 km langen Sandstrand von der Playa de la Tejita. Während sich an der Playa de El Médano auch viele Wind- und Kitesurfer tummeln, geht es an der rund 1 km langen und nur teilweise mit Sonnenliegen ausgestatteten Playa de la Tejita beschaulich zu. Hier ist ein Abschnitt auch für Liebhaber des Nacktbadens vorgesehen. 

Wer aktiv sein will, besteigt die 171 m hohe Montaña Roja (5,8 km). Am südlichen Ende der Strandpromenade von El Médano wandert man links in die Sanddünen des Naturschutzgebietes und über ein kleines Felsplateau. Vorbei am Abzweig zur Playa de la Tejita kommt man zu einer Lagune, Lebensraum vieler Vögel. Rechts Richtung Montaña Roja erreicht man den Gipfel und genießt die Aussicht auf Meer und Strände. Auf dem Rückweg lohnt ein Abstecher nach rechts zur 36 m hohen Montaña Bocinegro, von der es zurück zur Playa de El Médano geht. 

Playa de El Médano*

Playa de la Tejita*

Wanderung auf die Montaña Roja*

Costa Adeje im Südwesten

Teneriffa Barranco del Infierno
Ziel erreicht: Der 200 m hohe Wasserfall im Barranco del Infierno

Abwechslung zum Strandleben bietet die Wanderung durch den Barranco del Infierno (6,5 km hin und zurück). Am Ortsrand von Adeje führt ein Pfad zum Flussbett des Infierno und immer weiter in die „Höllenschlucht“ hinein. Entlang hoher Felswände und üppiger Vegetation und nach mehrmaligem Wechseln der Uferseite gelangt man zu einem großartigen Wasserfall, Höhe- und Wendepunkt des Weges. Nur 300 Wanderer dürfen pro Tag in die Schlucht, eine vorherige Anmeldung ist notwendig. 

Nach der Wanderung bieten sich an der Costa Adeje die Playas de Troya für einen Sprung ins Wasser an. Die künstlich angelegten grauen Strände fallen flach zum Meer ab, sind durch Wellenbrecher geschützt und für Familien mit Kindern ideal. Sonnenliegen, Duschen, Bars und Restaurants sind hier eine Selbstverständlichkeit. 

Wanderung durch den Barranco del Infierno

Playas de Troya*

Herrliche Badestrände und Surfspots, immergrüne feuchte Lorbeerwälder, Halbwüsten mit kakteenartigen Pflanzen und idyllische Orte locken ganzjährig Touristen auf die Kanareninsel Gran Canaria. 

Las Palmas de Gran Canaria im Nordosten

Gran Canaria Caldera De Bandama
Der Durchmesser der Caldera de Bandama beträgt rund einen Kilometer

Wer sein Hotel in Las Palmas hat, genießt die Sonne an der Playa de las Canteras, einem mehr als 3 km langen, gepflegten Sandstrand mit vorgelagertem Riff. Er gilt als einer der schönsten und saubersten in Europa. Eine von Palmen beschattete Promenade lädt zum Flanieren, Cafés, Bars und Restaurants zu einer Pause ein. 

Fast kreisrund ist die Caldera de Bandama. Gute Ausblicke in den 200 m tiefen Vulkankrater und in die umliegende Landschaft ermöglicht eine Wanderung am Kraterrand (rund 3,5 km). An der GC-802 von Las Palmas kommend folgt man der abzweigenden Carretera de Bandama aufwärts. An einer Linkskurve geht es auf einem Wanderweg bergab. Nach einer Rechtskurve führt der Weg zum Kraterrand und mit vielen Aussichtspunkten um ihn herum. Am Bandama Golfplatz leitet eine unbefestigte Straße zu einer geteerten, die auf die GC-802 trifft. 

Playa de las Canteras*

Wanderung um die Caldera de Bandama

Agüimes im Südosten

Gran Canaria Barranco de Guayadeque
Auf den Wegen im Barranco de Guayadeque sind feste Wanderschuhe nötig

Tipp für Urlaubern mit Unterkunft rund um Agüimes: der Barranco de Guayadeque. In den Felswänden der Schlucht gibt es alte Höhlenwohnungen und sogar eine Höhlenkapelle. Ein Besucherzentrum am Eingang der Schlucht, die als „Parque Arqueologico“ geschützt ist, informiert darüber. Wer die Schönheit des Barranco bis zur Caldera de los Marteles erkunden möchte, schließt sich am besten einer geführten Wanderung an, die vier bis fünf Stunden dauert und mit 600 Höhenmetern mittelschwer ist. 

Baden, vor allem aber surfen – oder den Surfern zusehen – kann man in Pozo Izquierdo. Der beliebteste Windsurfspot von Gran Canaria liegt gleich neben dem Badestrand. Im Sommer weht ein steter, starker auflandiger Wind und schafft beste Bedingungen. Jedes Jahr finden hier Weltcup-Meisterschaften statt. 

Geführte Wanderung im Barranco de Guayadeque*

Pozo Izquierdo*

Maspalomas im Süden

Gran Canaria Playa Maspalomas
Sahara-Feeling: Die Sanddünen von Maspalomas

400 Hektar grandiose Sanddünen prägen neben langen feinsandigen Stränden den Ort Maspalomas. Die Fußgängerpromenade Paseo Costa Canaria führt zum Dünen-Besucherzentrum vor dem Hotel Riu Palace. Über eine Treppe geht es in die Sandberge. Mit verschiedenfarbigen Holzbohlen markierte Wege leiten durch die Wüstenlandschaft. Der mittlere Weg verläuft nach Westen, dann südlich zu dem See Charca de Maspalomas, einem Zugvogelrevier. Am Strand rechts geht es zum Leuchtturm, nach links, vorbei an der Punta de Maspalomas, zurück (11 km). 

Jetski und Banana-Boot fahren, surfen, Beach-Volleyball spielen: An der knapp 3 km langen Playa del Inglés ist Action angesagt. Beliebt ist der Strand bei Familien mit Kindern wegen der geschützten Stellen, bei jungen Leuten der vielen Bars, Discos und Restaurants wegen. 

Wanderung durch die Dünen von Maspalomas*

Playa del Inglés*

Agaete im Westen

Gran Canaria Playa de las Nieves
Blick von der Playa de las Nieves auf die felsige Küstenlandschaft

Nur 2 km westlich von Agaete lädt in Puerto de las Nieves ein kleiner, durch die Hafenmole geschützter Kiesstrand zum Sonnenbad ein. Es gibt sicher schönere Strände, dafür aber punktet dieser mit einem Fotoblick auf die Felsküste und die Felsformation El Dedo de Dios, „Finger Gottes“, sowie netten Fischlokalen. 

Das üppig grüne, 8 km lange Tal von Agaete lohnt eine leichte Wanderung. Sie führt an Opuntien und Agaven, Papaya-, Orangen- und sogar Kaffeepflanzungen vorbei. Man kommt durch das weiße Dorf San Pedro und gelangt später zum Balneario los Berrazales, einst wegen seiner heilenden Thermalquellen beliebt. Am Fuß des 1082 m hohen Gordo endet die Landstraße. Zurück geht es auf derselben Route. 

Weitere Wandertipps rund um Agaete*

Puerto de las Nieves*

Text: Cornelia Schubert; Fotos: iStock.com (MikeMareen/Dieter Meyer/ Tunatura/ jackmalipan/Alexander Nikiforov/stock_colors/ Alan_Lagadu), imago images (CHROMORANGE/imagebroker); Karte: ADAC
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