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Nationalparks in Deutschland: 16 Mal Urlaub & Abenteuer

Eine alte Steinbrücke in einer felsigen Landschaft
Eine der meistbesuchten Touristenattraktionen im Nationalpark Sächsische Schweiz: Die Bastei ∙ © Shutterstock/Rolf Weschke

Sie haben den höchsten Naturschutzstatus und bieten gleichzeitig Erholung und Abenteuer für Ausflügler und Urlauber: Die 16 deutschen Nationalparks. Die wichtigsten Infos.

  • Eintritt, Führungen und Mitmachprogramme häufig kostenlos

  • In vielen Nationalparks auch im Herbst und Winter aktive Erholung möglich

  • Alle Nationalparks in der ADAC Trips-App

  • Corona-Einschränkungen und tagesaktuelle Infos zu Wegesperrungen auf der Nationalpark-Homepage nachlesen

In Zeiten von Corona sind Inlandsreisen und Ausflüge in die heimische Natur beliebter denn je. Hoch im Kurs stehen die Nationalparks. Dort lässt sich ein Stück Wildnis erleben – und das nicht nur im Sommer. Gerade Kinder freuen sich über zusätzliche Attraktionen wie Tiergehege, Flugshows oder Waldbaden. Und im Gegensatz zu Vergnügungsparks sind Eintritt und Mitmachprogramme häufig kostenlos. Aktuell gibt es aber auch Einschränkungen wegen Corona oder Wegesperren nach Stürmen.

Harter Lockdown bis mindestens 14. Februar

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben Bund und Länder massive Einschränkungen im privaten und öffentlichen Bereich beschlossen. Diese gelten in ganz Deutschland bis mindestens 14. Februar.

  • Von nicht zwingend notwendigen Reisen im In- und Ausland wird abgeraten

  • Touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Unterkünften in Deutschland sind verboten. Lediglich Geschäftsreisen sind weiterhin zugelassen

  • Im öffentlichen und in fast allen Bundesländern auch im privaten Bereich darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person und umgekehrt treffen

  • Restaurants, Cafés und andere Lokale sind geschlossen und dürfen nur Speisen zum Mitnehmen verkaufen. Alkoholkonsum im Freien ist verboten

  • Bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs bleibt der komplette Einzelhandel geschlossen

  • Museen, Theater, Kinos, Freizeitparks, Schwimmbäder und ähnliche Einrichtungen bleiben ebenfalls zu

  • Beim Einkaufen und im öffentlichen Personenverkehr muss ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden – in Bayern sogar eine FFP2-Maske

  • Freizeitsport ist nur noch individuell, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt

  • In Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Infizierten pro 100.000 Einwohner sollen sich Personen nur noch maximal 15 Kilometer von ihrer Wohnung entfernen dürfen

Nationalparks Wattenmeer (Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen)

Pferdekutsche und ein paar Reiter durchqueren das Wattenmeer
Die Abfahrtszeiten der Pferdekutschen im Wattenmeer richten sich nach Ebbe und Flut ∙ © Shutterstock/Panoglobe

Die drei Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Hamburgisches Wattenmeer und Niedersächsisches Wattenmeer an der Nordseeküste bilden zusammen das deutsche Wattenmeer. Teile der Urlauberinseln, darunter Borkum, Wangerooge und Norderney, gehören zum Schutzgebiet.

Laut Nationalparkverwaltung erwartet Besucher das vogelreichste Gebiet Europas. Hier brüten Eiderenten, Austernfischer, Brandgänse, Kiebitze und Seeschwalben, im Frühjahr und Herbst machen viele Zugvögel Station. Zu den Wattbewohnern zählen Schnecken, Muscheln, Krebse, Seehunde und inzwischen auch wieder Kegelrobben. Im Frühjahr bestehen Chancen, Schweinswale zu sichten.

Erholung suchende Aktivurlauber, Strandfans und Wassersportler (in ausgewiesenen Bereichen) sind am Wattenmeer genau richtig. Ein Muss: Watt- und Strandspaziergänge, Kutschfahrten oder ein Besuch in der Seehundstation Friedrichskoog.

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer*

Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer*

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer*

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft (Mecklenburg-Vorpommern)

von Wasser durchzogene Landschaft
Paradies für Tier- und Naturfreunde: Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ∙ © Shutterstock/Pilguj

Zu den Highlights des Parks an der Ostseeküste gehören die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die Insel Hiddensee vor Rügen. Die Hälfte des Nationalparks ist offenes Meer. Der Rest ist durch Windwatten (das Watt entsteht nicht durch die Gezeiten wie an der Nordsee, sondern durch Wind), Nehrungen, Kliffs und Kiefernwälder sowie Strände und Dünen geprägt. Im September machen hier jährlich bis zu 60.000 Graukraniche auf ihrem Weg nach Süden einen Zwischenstopp. Tier- und Pflanzenbeobachter kommen besonders auf ihre Kosten. Von etwa 160 Vogelarten, die hier brüten, gelten knapp die Hälfte als gefährdet. Sonstige Tiere: Kegelrobben, Fischotter, Rehe, Wildschweine und auf Hiddensee Mufflons in der südlichen Dünenheide. Auch Wassersportler wie Kanu- und Kajakfahrer, Segler, Wind- und Kitesurfer sind hier willkommen. Motorboote sind nur in ausgewiesenen Bereichen erlaubt. Das Angeln ist an den meisten Stränden gestattet. Tabu sind Wasserskisport und Parasailing.

Link: Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft*

Nationalpark Jasmund (Mecklenburg-Vorpommern)

Kreidefelsen auf Rügen am Meer
Die Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund sind das Wahrzeichen Rügens ∙ © imago images/blickwinkel

Der kleinste Nationalpark Deutschlands liegt im Nordosten der Insel Rügen. Berühmt ist er für die Rügener Kreidefelsen und den Aussichtspunkt Königsstuhl. Von hier genießen Besucher einen einmaligen Blick über die Küste mit alten Buchenwäldern, die zum Weltnaturerbe gehören. Jasmund ist ein Paradies für Tierfreunde: Rothirsche, Damwild, Seeadler und viele andere Tierarten sind hier zu Hause. Im Frühjahr kann man Kraniche über der Ostsee fliegen sehen. Der Park verfügt über ein dichtes Netz an Wander- und Radwegen. Ausflugstipp für Familien: der Baumwipfelpfad Adlerhorst sowie die Naturerlebniswanderungen für Kinder zu Themen wie Kreide und Fossilien.

Link: Nationalpark Jasmund*

Nationalpark Müritz (Mecklenburg-Vorpommern)

Bootshäuser an einem See im Herbst
Über 100 Seen gibt es im Nationalpark Müritz zu entdecken ∙ © Shutterstock/Thorsten Schier

Ausgedehnte Wälder, an die 400 Moore und über 100 Seen prägen die Gegend zwischen Rostock und Berlin. Besonders bekannt ist die Mecklenburgische Seenplatte. Bei Kanu- oder Radtouren kann man viele See- und Fischadler sowie Kraniche beobachten. Der gesamte Nationalpark ist mit einem großen Netz an Rad- und Wanderwegen ausgestattet. Außerdem verkehrt von Mai bis Oktober eine Nationalpark-Buslinie inklusive Fahrradbeförderung. Für Fußgänger empfehlen sich u.a. Touren rund um den Feisnecksee (Ausgangspunkt Waren) oder rund um die Havel-Quellseen Mühlensee und Bornsee (Ausgangspunkt Ankershagen). Geradelt werden darf zum Beispiel entlang der größten Moorgebiete am Ostufer der Müritz zwischen Schwarzenhof und Boek. Ein Highlight für Familien: eine Kanutour auf der Havel.

Link: Nationalpark Müritz*

Nationalpark Unteres Odertal (Brandenburg)

Baumstamm liegt in einem See und spiegelt sich
Faszinierende Wasserwelt im Nationalpark Unteres Odertal ∙ © Shutterstock/RadekD

Der einzige Auen-Nationalpark Deutschlands liegt im Nordosten Brandenburgs an der Grenze zu Polen. Hier finden sich große Polder, die regelmäßig überflutet werden – ein Paradies für Vögel und Vogelbeobachter. Mehr als 160 Vogelarten gibt es hier, unter anderem Weiß- und Schwarzstörche, Singschwäne und Eisvögel. In der Auenlandschaft tummeln sich Biber, und mit etwas Glück kann man die Teichfledermaus entdecken.

Ab Mitte Juli beginnt die Kanusaison. Bis in den Spätherbst können Besucher bei geführten Exkursionen die Wasserwelt der Polderlandschaft erkunden und sogar Kraniche aus der Nähe erleben. Für Wanderer und Radfahrer steht ein 120 Kilometer langes Netz an Wegen zur Verfügung. Bekanntestes Teilstück ist der Oder-Neiße-Fahrradweg. Bei Wanderern besonders beliebt: der zehn Kilometer lange "Weg der Auenblicke", der durch den Wald auf Moränenhügeln immer wieder die Aussicht auf die Flusslandschaft freigibt.

Link: Nationalpark Unteres Odertal*

Nationalpark Harz (Niedersachsen, Sachsen-Anhalt)

Ein Zug fährt durch eine Berglandschaft.
Die Brockenbahn führt auf rund 19 Kilometern direkt durch den Nationalpark Harz ∙ © Shutterstock/Marcus_Hofmann

Wald bedeckt 97 Prozent der Fläche im Nationalpark Harz. Mehr als 7200 Tier- und Pflanzenarten kommen hier vor. Besonders stolz ist man auf die erfolgreiche Wiederansiedlung von Luchsen. Höchster Punkt des Nationalparks: der 1141 Meter hohe Brocken, Wahrzeichen des Parks.

Tipps für Kinder: ein Besuch im Luchs-Schaugehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg. Wer einmal einen Auerhahn aus der Nähe sehen will, ist im Schaugehege bei Lonau richtig. Mitmachausstellungen und Erlebnisführungen werden im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus und im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg angeboten.

Bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt: der Baumwipfelpfad bei Bad Harzburg.
Für passionierte Wanderer ein Muss: der Harzer Hexenstieg, ein knapp 100 Kilometer langer Fernwanderweg, der von Osterode über den Brocken nach Thale führt. Neben dem Wandern und Radfahren (96 Prozent aller Wege sind freigegeben) gibt es Klettern im Hochseilgarten oder im Winter Skifahren, z.B. in St. Andreasberg, Altenau, Clausthal-Zellerfeld.

Link: Nationalpark Harz*

Damit müssen Nationalpark-Besucher in Corona-Zeiten rechnen

  • Mindestabstand auf den Wegen und in Tiergehegen

  • Maskenpflicht in Innenbereichen (Restaurants, Infozentren, Ausstellungen)

  • Infozentren oder Ausstellungsräume sind geschlossen oder erlauben nur wenige Besucher

  • Rangertouren, Führungen und Veranstaltungen fallen aus oder finden nur bei schönem Wetter draußen statt

  • Besuchersammelpunkte, Aussichtsplattformen oder Hotspots könnten gesperrt sein

  • Festinstallierte Münz-Ferngläser können nicht genutzt werden (eigenes Fernglas mitbringen!)

  • Onlineanmeldungen

  • Kontaktdatenpflicht der Besucher

  • Einschränkungen bei Imbissen, z.B. keine Selbstbedienung

  • Restaurantbetrieb nur draußen

  • Weniger Toiletten stehen zur Verfügung

Nationalpark Sächsische Schweiz (Sachsen)

Frau geht eine steile Treppe in den Bergen hinunter
Die zerklüfteten Felsformationen im Nationalpark Sächsische Schweiz laden zum Klettern ein ∙ © Shutterstock/Jan Nedbal

Die Sächsische Schweiz – der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges – ist der einzige Felsennationalpark in Deutschland. Rund 30 Kilometer südöstlich von Dresden bietet die Bastei mit der Basteibrücke eine wunderbare Aussicht. Der Malerweg, einer der schönsten deutschen Wanderwege, inspirierte zahlreiche Künstler zu Naturgemälden. Die zerklüfteten Felsformationen sind außerdem ein beliebtes Kletterrevier. Hier fühlen sich Turm- und Wanderfalken, Kolkraben, Dohlen, Uhus, Fledermausarten und das seltene zweiblütige Veilchen wohl. In den Gewässern leben die in Mitteleuropa sehr selten gewordenen Fischotter, ebenso Biber und sogar einige Lachse.

Radfahren ist im Nationalpark auf einer Strecke von rund 50 Kilometern möglich. Überwiegend handelt es sich dabei um Wanderwege, die als Radrouten ausgeschildert sind. Für Kinder, die keine Lust auf Wandern oder Radfahren haben, bietet der Park unter anderem einen Spieletreff an (nicht im Winter).

Link: Nationalpark Sächsische Schweiz*

Nationalpark Hainich (Thüringen)

Aussichtsplattform eines Baumwipfelpfades über einem Herbstwald
Vogelperspektive: Der 546 Meter lange Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich ∙ © Shutterstock/Noska Photo

In dem rund 7500 Hektar großen Nationalpark zwischen Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza findet man mehr als "nur" die berühmten Rotbuchen: Auf über 50 Baumarten kommt man beim Zählen. Experten schätzen, dass bis zu 10.000 Tierarten hier zu Hause sind. Der Hainich hat sich dem Schutz der Wildkatze verschrieben. Zu Gesicht bekommen Besucher die scheuen Tiere aber meist nur im Gehege des "Wildkatzendorfs Hütscheroda".

Tipp für Kinder: der Besuch im Wildkatzenkinderwald. Hier können sie auf Schnecken reiten, sich durch ein Eichhörnchenlabyrinth hangeln oder auf einer Spechtschaukel riesige Spechte zum Klopfen bringen. Beliebt sind auch Fahrten mit dem Pferdeplanwagen (Kremser) oder im Winter mit dem Pferdeschlitten.

Tipp für Wanderer: der Welterbepfad, der auf zehn Kilometern durch die alten Buchenwälder führt und einen Abstecher mit Ausblick auf die Wartburg bietet. Radfahrer finden mehr als 50 Kilometer gut ausgebaute Wege vor, Reiter kommen ebenfalls auf ihre Kosten.

Link: Nationalpark Hainich*

Nationalpark Kellerwald-Edersee (Hessen)

Großer See mit Damm und Haus
Wassersport erlaubt: Der 28 Kilometer lange Edersee im Nationalpark Kellerwald-Edersee ∙ © Shutterstock/Manfred Ruckszio

Der südwestlich von Kassel gelegene Nationalpark ist dank seiner bis zu 260 Jahre alten Bäume Teil des UNESCO-Welterbes. Hier befindet sich der zweitgrößte Stausee Deutschlands, der 28 Kilometer lange Edersee, ein Eldorado für Schwimmer, Angler, Segler und Wassersport-Fans. Tier- und Pflanzenfreunde finden 1500 Käfer-, 1300 Schmetterlings- und 380 Wurmarten. Mit etwas Glück können Besucher ein Exemplar der 18 Fledermausarten entdecken, die ihr Winterquartier in einem alten Bergwerksstollen haben.

Ein Highlight für Wanderer: der rund 68 Kilometer lange "Urwaldsteig" durch wilden Wald und rund um den Edersee mit zahlreichen Badestellen. Wer die Mehrtagestour abkürzen will, kann aufs Schiff umsteigen. Weitere Attraktion, vor allem für Familien: der Baumwipfelpfad TreeTopWalk in der Nähe des Sees. ADAC Mitglieder erhalten dort eine Ermäßigung. Durch den Nationalpark führen abschnittsweise die Edersee-Radwege. Am NationalparkZentrum und bei Partnern können E-Bikes ausgeliehen werden.

Link: Nationalpark Kellerwald-Edersee*

Nationalpark Eifel (Nordrhein-Westfalen)

Weiter Blick über eine hügelige Landschaft mit See
Beliebtes Ausflugsziel bei Jung und Alt: Der Rursee im Nationalpark Eifel ∙ © Shutterstock/r.classen

Der Nationalpark mit seinen dichten Laubwäldern, artenreichen Wiesen und vielen rauschenden Bächen grenzt an den malerischen Rurstausee. Hier haben über 2000 bedrohte Tier- und Pflanzenarten ihr Zuhause, unter anderem die scheue Wildkatze, der seltene Schwarzstorch und der "Tintenfisch-Pilz". Rund 240 Kilometer Wegenetz durchziehen den Park, ein Teil davon ist auch für Radfahrer und Reiter zugelassen. Der "Wildnis-Trail" kann in vier Tagesetappen erwandert werden und führt einmal quer durch den Nationalpark. Auch die vierte Etappe des Eifelsteigs durchquert den Nationalpark und passiert dabei die mehr als 100 Jahre alte Urfttalsperre, die den Fluss Urft aufstaut.

Für Wanderungen mit Kindern geeignet: der 1,6 Kilometer lange barrierefreie Naturerkundungspfad "Wilder Weg". Die Ausstellung "Wildnis(t)räume" im Besucherzentrum Vogelsang sollten sich Familien ebenfalls nicht entgehen lassen. Dort gibt es Tierpräparate zum Anfassen, Pflanzendüfte zum Schnuppern und Tiergeräusche zum Lauschen. Auch eine Schifffahrt auf dem Rursee ist gefragt. Eine Besonderheit: Im Nationalpark Eifel kann man die Milchstraße noch mit eigenen Augen sehen und an der Sternwarte Vogelsang an astronomischen Wanderungen teilnehmen.

Link: Nationalpark Eifel*

Nationalpark Hunsrück-Hochwald (Rheinland-Pfalz, Saarland)

Eine lange Hängebrücke in einer herbstlichen Waldlandschaft
Für Schwindelfreie: Die 100 Meter hohe Hängeseilbrücke Geierlay im Nationalpark Hunsrück-Hochwald ∙ © Shutterstock/A. Emson

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald mit seinen weitläufigen Buchenwäldern liegt im Mittelgebirge des Hunsrück und im Saarländischen Hochwald. Er wurde von den Vereinten Nationen für seine Barrierefreiheit ausgezeichnet. Zu den Parkbewohnern zählen unter anderem Wildkatze, Schwarzstorch und Schwarzspecht, wilde Narzissen und seltene Schmetterlinge.

Ausflugstipp für Familien: Bei Otzenhausen stößt man auf den Ringwall, eine mehr als 2000 Jahre alte Befestigungsanlage der Kelten und ein rekonstruiertes keltisches Dorf. Tour-Tipp für Kinder: Naturerlebnisweg "Zauberwald", wo Waldmeister Willy Wurzel kleine und große Besucher in sein Reich zum mystischen Hambacher Felsen, zu Spielstationen und zum Barfußpfad mitnimmt.

Ein Muss für erwachsene Wanderer: mindestens eine der vier Etappen des Saar-Hunsrück-Steigs. Ein Highlight für Pferdefreunde sind die geführten Zwei- bis Dreitagestouren. Ob mit Trekkingrad oder E-Bike – im Park ist für jeden etwas dabei. Beliebt bei Mountainbikern: Bikepark Nahbollenbach und der Erbeskopf. Am höchsten Berg in Rheinland-Pfalz ist sogar Wintersport möglich.

Link: Nationalpark Hunsrück-Hochwald*

Nationalpark Bayerischer Wald (Bayern)

Ein Lux sitzt im Wald
Dem Luchs ganz nah: Tier-Freigelände am Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald ∙ © Shutterstock/Peter Fodor

2020 feiert er seinen 50. "Geburtstag": Der Nationalpark Bayerischer Wald ist damit der älteste der Nationalparks in Deutschland. Mit dem Böhmerwald in Tschechien bildet er das größte zusammenhängende Waldgebiet in Mitteleuropa. Dort fühlen sich Tiere wie Wildkatzen, Luchse, Siebenschläfer, Biber und Fischotter wohl. Faszinierend sind die Wasserfälle, Hochmoore und Moorseen. Wegen einer Borkenkäferplage in den 1990er-Jahren sind viele Waldflächen heute zerstört und bieten ein bizarres Bild im sonst dicht bewaldeten Gebiet.

Der Nationalpark eignet sich für einen Aktivurlaub zu jeder Jahreszeit. 200 Kilometer Radwege warten darauf, erobert zu werden. Berg- oder Schneeschuhwanderer können sich auf dem Arber, dem Großen Falkenstein, Lusen und dem Großen Rachel austoben. Im Winter sind vielerorts Langlaufloipen gespurt und Lifte in Betrieb.

Highlights für Familien: das Nationalparkhaus und der 1300 Meter lange Baumwipfelpfad in Neuschönau, die Urwaldtour rund um das Zwieslerwaldhaus, der Eiszeitlehrpfad oder die Tier-Freigelände am Lusen und Falkenstein (mit Wölfen, Elchen, Luchsen, Bären).

Link: Nationalpark Bayerischer Wald*

Nationalpark Schwarzwald (Baden-Württemberg)

Zwei Wanderer gehen durch den Wald
Bergmischwälder, Seen und den Auerhahn entdecken: Nationalpark Schwarzwald ∙ © Shutterstock/Jürgen Wackenhut

Der Nationalpark mit seinen Bergmischwäldern liegt zwischen Baden-Baden und Freudenstadt. Zu den geschützten Tierarten zählen Dreizehenspecht, Wanderfalke, Sperlingskauz, Wendehals, Kreuzotter und Auerhahn. Seltene Insektenarten, Amphibien und Libellen sind hier ebenfalls zu Hause. Das Landschaftsbild prägen Gebirgszüge, der Hornisgrinde als höchster Berg im Nordschwarzwald und der Hohe Ochsenkopf. Auch auf die Gipfel von Dreifürstenstein, Vogelskopf, Schliffkopf und Seekopf kann man wandern oder klettern. Mehrere Fernwanderwege durchziehen den Nationalpark.

Vor allem bei Kindern beliebt sind die drei Erlebnispfade. So geht es auf dem "Lotharpfad" (benannt nach dem Orkan Lothar 1999) auf Brücken über umgestürzte Bäume, auf dem "Wildnispfad" gilt es, alte Baumstämme kriechend oder kletternd zu überwinden, und auf dem "Luchspfad" sieht man den Wald aus der Perspektive eines Luchses.

Im Winter lässt sich der Nationalpark gut mit Schneeschuhen oder auf Langlaufskiern durchqueren. Skipisten gibt es unter anderem am Ruhestein oder Vogelskopf.

Im Frühjahr 2021 soll das neue Nationalparkzentrum Ruhestein eröffnen. Dazu gehört eine interaktive Ausstellung mit Waldblick-Skywalk.

Link: Nationalpark Schwarzwald*

Nationalpark Berchtesgaden (Bayern)

Blick über Wiesen und Wälder auf eine schneebedeckte Bergkette
Wahrzeichen des Nationalparks Berchtesgadener Land: Der 2713 Meter hohe Watzmann ∙ © Shutterstock/candadastock

In der Grenzregion zu Österreich liegt der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands. Wanderer, Kletterer, Mountainbiker und Wintersportler lieben ihn besonders. Tierfreunde erfreuen sich an Steinadler, Alpensteinbock, Murmeltier und Alpenschneehuhn. Pflanzenliebhaber finden mit ein wenig Glück das selten gewordene Edelweiß.

Das Wegenetz zum Wandern umfasst 400 Kilometer. Der berühmte Watzmann, Wahrzeichen des Parks, ist jedoch nur was für Profis. Radfahrer können auf sechs Routen die Landschaft erkunden.

Ausflugstipps für Familien: Mit dem E-Boot über den smaragdgrünen Königssee oder mit der Gondelbahn auf den Jenner. Ein Highlight im Herbst: der Almabtrieb der prachtvoll geschmückten Milchkühe mit Schifffahrt.

Nicht erlaubt am Königsee: Schwimmen, Stand-Up-Paddling und ähnliche Aktivitäten. Im Winter möglich: Skifahren, Schneeschuhwanderungen und Langlaufen in ausgewiesenen Gebieten.

Link: Nationalpark Berchtesgaden*

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Katharina Dümmer
Redakteurin
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