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Bayern-Urlaub 2020: Was Reisende jetzt wissen müssen

Hotel am Hintersee in Bayern
Ferien in Bayern: Der Hintersee lockt ins Berchtesgadener Land ∙ © Shutterstock/benschie

Bayern ist bei deutschen Urlaubern beliebt: Rund 80 Millionen Mal übernachteten Gäste aus Deutschland 2019 in Bayern. Hier lesen Sie, unter welchen Bedingungen in Zeiten von Corona Ferien in Süddeutschland möglich sind.

  • Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze sind geöffnet

  • Auch Gaststätten, Biergärten und Ausflugslokale empfangen Gäste

  • Freizeitparks, Bergbahnen und Schlösser sind grundsätzlich zugänglich

Einfach spontan losfahren? Besser nicht!

In Übernachtungs-, Gastronomie- und Freizeitbetrieben sind die Kapazitäten und Öffnungszeiten eingeschränkt und Reservierungen vorab ratsam. Wir empfehlen daher dringend, sich vor einem beabsichtigten Besuch auf der Website und/oder telefonisch nach den Öffnungszeiten und Besuchsbedingungen zu erkundigen.

Wegen Corona: Welche Maßnahmen und Regeln gelten?

In den bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten hängen die Maßnahmen von der 7-Tage-Inzidenz, d.h. der Anzahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, ab:

Das Wichtigste zur Bayerischen Corona-Ampel

GRÜNE PHASE: 7-Tage-Inzidenz unter 35:

Kontaktbeschränkungen: Physischen Kontakte sollen auf ein Minimum reduziert, der Personenkreis möglichst konstant gehalten werden. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum ist mit den Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie, Geschwistern sowie Angehörigen eines weiteren Hausstands oder in einer Gruppe von bis zu zehn Personen gestattet. Bei privaten Zusammenkünften zu Hause gilt keine Beschränkung auf einen festen Personenkreis oder Zahlen.

Veranstaltungen wie z.B. Hochzeiten, Trauerfeiern, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen) sind mit bis zu 100 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder mit bis zu 200 Teilnehmern unter freiem Himmel gestattet. Für Kultur, Sport, Gottesdienste und öffentliche Versammlungen gelten spezielle Regelungen.

Maske: Es besteht eine eingeschränkte Maskenpflicht, insbesondere bei der Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV), des öffentlichen Fernverkehrs und des Flugverkehrs sowie in Geschäften. Bei öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel ist jedenfalls ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen regelmäßige Maskenpflicht anzuordnen. Für die Gastronomie gelten spezielle Regelungen.

GELBE PHASE: 7-Tage-Inzidenz zwischen 35 und 50:

Kontaktbeschränkungen: Private Feiern und Kontakte werden auf zwei Hausstände oder maximal 10 Personen begrenzt.

Gastronomie: Es wird eine Sperrstunde um 23 Uhr in der eingeführt. Ab 23 Uhr darf an Tankstellen kein Alkohol verkauft werden. Auf öffentlichen Plätzen besteht ab 23 Uhr ein Alkoholverbot.

Maskenpflicht: Sie wird eingeführt, wo Menschen dichter und/oder länger zusammenkommen. Das gilt insbesondere auf bestimmten, stark frequentierten Plätzen (z.B. Fußgängerzonen, Marktplätze), in allen öffentlichen Gebäuden, auf Begegnungs- und Verkehrsflächen (z.B. Fahrstühle, Eingangsbereich von Hochhäusern), für Zuschauer bei Sportveranstaltungen sowie durchgängig auf in Kulturstätten auch am Platz.

ROTE PHASE: 7-Tage-Inzidenz über 50:

Kontaktbeschränkungen: Private Feiern und Kontakte werden auf zwei Hausstände oder maximal 5 Personen begrenzt.

Gastronomie: Es wird eine Sperrstunde um 22 Uhr in der eingeführt. Ab 22 Uhr darf an Tankstellen kein Alkohol verkauft werden. Auf öffentlichen Plätzen besteht ab 22 Uhr ein Alkoholverbot.

Hier finden Sie die ausführlichen Regelungen in Bayern* und eine Deutschland-Karte mit den Kreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 50.

Diese Regeln gelten speziell in München

Für München gelten bis 27.10. 24 Uhr diese Maßnahmen:

In der Gastronomie besteht täglich ab 22 Uhr stadtweit ein generelles Alkohol-Ausschankverbot.
Von Freitagabend bis Sonntagfrüh gilt ein Alkoholverbot zum Außer-Haus-Verkauf ab 21 Uhr und zum Konsum im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages am Baldeplatz, Gärtnerplatz, Gerner Brücke, Wedekindplatz sowie an den Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke.

Täglich von 9 bis 23 Uhr besteht eine generelle Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Marienplatz, Stachus/Karlsplatz, Schützenstraße und Sendlinger Straße einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, am Viktualienmarkt und auf den Gehwegen im Tal.

Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie sind nur in Gruppen von maximal 5 Personen oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie, Geschwistern sowie Angehörigen eines weiteren Hausstands gestattet.

Private Feiern wie zum Beispiel Hochzeiten, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Beerdigungen sind in der Regel nur mit bis zu 25 Teilnehmenden in geschlossenen Räumen oder bis zu 50 Teilnehmenden unter freiem Himmel gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet hat und auf Verlangen vorlegen kann.

Detaillierte Informationen stehen im offiziellen Stadtportal Münchens*.

Diese Regeln gelten speziell im Landkreis Berchtesgadener Land

Im Berchtesgadener Land gibt es vom 20.10. 14 Uhr bis einschließlich 2.11. 24 Uhr Ausgangsbeschränkungen. Veranstaltungen werden verboten, auch Restaurants dürfen nicht öffnen.

Maskenpflicht gilt von 6 bis 23 Uhr in den Fußgängerzonen in Freilassing, Bad Reichenhall und Berchtesgaden und in Schönau am Königssee vom Parkplatz Königssee bis an den See. Die Schifffahrt auf dem Königssee ist eingestellt.

Die eigene Wohnung darf nur bei Vorliegen triftiger Gründe verlassen werden, etwa für den Weg zur Arbeit, für Einkäufe oder für Sport im Freien. Dies aber nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands.

Nur Gottesdienste sind vom Veranstaltungsverbot ausgenommen. Alle Freizeiteinrichtungen müssen schließen - von Bädern über Kinos, Theatern und Museen bis hin zu Fitnessstudios sowie Sport- und Spielplätzen.

Restaurants und Biergärten bleiben geschlossen. Speisen zum Mitnehmen können bis 20 Uhr angeboten werden.
Hotels dürfen nur noch Geschäftsreisende aufnehmen.
Der Einzelhandel und Dienstleistungsbetriebe haben weiter ganz normal geöffnet.

In Kliniken, Alten- und Pflegeheimen gibt es strikte Besuchsverbote.

Bayern-Urlaub: Wo kann ich übernachten?

Reisen aus anderen Bundesländern nach Bayern sind möglich, ebenso ist es erlaubt, bei Eltern, Kindern, Geschwistern sowie Freunden zu übernachten. Auch Urlaubsreisen mit Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, -häusern und auf Campingplätzen sind erlaubt. Allerdings gibt es Einschränkungen für Reisende aus Hotspots:

Bayern: Hinweis für Reisende aus Corona-Hotspots

Beherbergungsbetriebe dürfen in Bayern keine Gäste aus Corona-Hotspot aufnehmen, außer

a) die Gäste verfügen über einen negativen Corona-Test, der nicht älter ist als 48 Stunden

b) ihre Anreise ist zwingend notwendig und unaufschiebbar aus beruflichen oder medizinischen Gründen

c) es liegt ein triftiger Grund vor wie ein Besuch bei Familienangehörigen, Lebenspartner oder Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, die Wahrnehmung eines Sorge- oder Umgangsrechts oder Beistand oder Pflege schutzbedürftiger Personen

d) die zuständige Kreisverwaltungsbehörde genehmigt eine Ausnahme (Einzelfallentscheidung nach Antrag)

Welche Gebiete innerhalb Deutschlands für Bayern als Corona-Hotspots gelten, legt das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege fest und gibt es im Bayerischen Ministerialblatt bekannt.

Weitere Informationen zum Beherbergungsverbot finden Sie hier.

Auch Gruppenübernachtungen sind wieder möglich. Auf Berghütten etwa dürfen bis zu zehn Personen aus unterschiedlichen Hausständen – ohne Mindestabstand – in einem Schlaflager oder Zimmer übernachten und gemeinsam die sanitären Einrichtungen nutzen.

In allen gemeinschaftlich genutzten Bereichen – nicht im Außenbereich – gilt Maskenpflicht. Hauseigene Außenschwimmbecken sind geöffnet, und auch Indoorpools, Saunen und Wellnessbereiche dürfen wieder Gäste aufnehmen.

Wie sind die Bestimmungen in der Gastronomie?

Geöffnet sind Speisegastronomie, Bars und Kneipen, sowohl im Innenbereich als auch im Freien. Es gilt die Corona-Ampel – siehe oben, und die Kontaktdaten eines Gastes aus der Familie bzw. Gruppe werden aufgenommen. Ein- und Ausgänge sind getrennt, die Gäste werden platziert. Solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden, besteht Maskenpflicht.

Was kann ich im Bayern-Urlaub unternehmen?

Möglich sind Ausflüge in die Natur, soweit Kommunen nicht wegen drohender Überfüllung Verbote erlassen. Offen sind Baumwipfelpfade und Freizeitparks im Rahmen ihrer saisonalen Öffnungszeiten, auch Stadt- und Museums-Führungen, organisierte Berg- und Wandertouren, Höhlen- und Bergwerksbesichtigungen finden statt.

In Betrieb sind der touristische Bus- und Bahnverkehr, Seilbahnen sowie die Fluss- und Seenschifffahrt im Rahmen ihrer saisonalen Öffnungszeiten. Auch die staatlichen Schlösser können besichtigt werden.

Spielplätze sind geöffnet. Sonnenbaden ist in Parks, an Seen und Flüssen mit Beachtung des Abstands und der erlaubten Personenzahl gestattet. Freibäder und die Außenbereiche von Schwimmbädern und Kureinrichtungen sind im Rahmen ihrer saisonalen Öffnungszeiten in Betrieb. Beim Sport sind Individualsport wie Tennis, Golf, Segeln und Reiten, letzteres auch in der Halle, möglich. Auch Indoorsport, der Outdoor-Trainingsbetrieb für Sportmannschaften und das Training in Fitnessstudios sind zulässig.

Erlaubt sind Picknicks und Grillen, untersagt sind Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen. Geöffnet sind Tierparks – keine Streichelzoos – und botanische Gärten, Museen, Ausstellungen, Galerien und Bibliotheken.

Zulässig ist der Besuch von Theatern, Konzerthäusern, Kinos und Gottesdiensten in Kirchen, Synagogen und Moscheen.

Großveranstaltungen sind bis zum 31. Dezember verboten.

Einkaufen in Geschäften und auf Märkten

In Geschäften, Einkaufszentren und auf Wochenmärkten ist ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Anwesenden einzuhalten. Es kann Zugangsbeschränkungen geben, wenn mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche anwesend sein sollte. Auch hier muss jeder eine Maske tragen.

Was ist in öffentlichen Verkehrsmitteln zu beachten?

Es besteht Maskenpflicht im öffentlichen Nah-, Fern- und Flugverkehr. Das gilt auch an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, in Bahnhöfen und Flughäfen. Für Fernbusse sind keine Gruppenreisen, sondern nur Einzelplatzbuchungen erlaubt.

Wann gibt es Corona-Lockerungen in Bayern?

Zur Öffnung von Diskotheken und Clubs gibt es von Seiten des bayerischen Innenministeriums noch keine Terminvorstellungen. Um dazu eine Entscheidung zu treffen, werden zunächst Erfahrungen aus den bisherigen Maßnahmen gesammelt.

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