Bayern-Urlaub 2021: Was Reisende jetzt wissen müssen

Wanderer mit Hunden in den Alpen beim Tegernsee
Ferien im Freistaat: Blick auf Baumgartenschneid und Tegernsee ∙ © imago images/Sven Simon

Bayern ist bei deutschen Urlaubern beliebt: Rund 80 Millionen Mal übernachteten Gäste aus dem Inland 2019 hier. Grundsätzlich sind Ferien in Bayern wieder möglich.

Seit 1. September 2021 besteht die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung*. Zu touristischen Übernachtungen, Gastronomie, Freizeit, Ausflügen, Sport, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sowie Maskenpflicht finden Sie Fragen und Antworten, was in Bayern* und was speziell in München* gilt.

Neue Regelungen in Bayern

Seit 1. September 2021 gilt die Krankenhausampel als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems:

Stufe Gelb wird erreicht, falls bayernweit innerhalb der letzten sieben Tage mehr als 1200 Patienten mit Covid-19 ins Krankenhaus kommen. Dann gelten Maßnahmen wie die Anhebung des Maskenstandards auf FFP2, Kontaktbeschränkungen, die Erfordernis, als Testnachweis einen PCR-Test vorzulegen sowie Personenobergrenzen für öffentliche und private Veranstaltungen.

Stufe Rot ist erreicht, sobald mehr als 600 Covid-19-Patienten auf den bayerischen Intensivstationen liegen. Dann würden weitere Maßnahmen verfügt.

Für die Anwendung von 3G (Geimpfte, Genesene und aktuell negativ Getestete) ab Inzidenz 35 bleibt die 7-Tage-Inzidenz relevant.

Die medizinische Maske („OP-Maske“) ist der neue Maskenstandard.

Übernachtungen

Hotel am Hintersee in Bayern
Bei den richtigen Zahlen wieder möglich: Urlaub im Hotel am See ∙ © Shutterstock/benschie

Für touristische Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und -häusern sowie auf Campingplätzen gilt ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 im Landkreis oder in der kreisfeien Stadt in Innenräumen der 3G-Grundsatz.

Die bisherigen Einschränkungen, Zimmer nur im Rahmen der Kontaktbeschränkungen zu belegen, entfallen. Im Rahmen von 3G genügt es, wenn Tests bei der Ankunft und danach alle 72 Stunden vorgelegt werden. Außerdem gelten die allgemeinen Regelungen etwa zur Maskenpflicht in Innenräumen.

Gastronomie

Bayerische Brotzeit im Biergarten
Typisch Bayern: eine Brotzeit im Biergarten ∙ © Shutterstock/Kzenon

Außer am Sitzplatz besteht in geschlossenen Räumen eine generelle Maskenpflicht. Die bisherige Sperrstunde ist entfallen.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz über 35 im Landkreis oder in der kreisfeien Stadt gilt in Innenräumen der 3G-Grundsatz. Die Einhaltung der 3G-Regeln muss vom Betreiber kontrolliert werden.

Seit 15. Oktober werden von Gästen keine Kontaktdaten mehr erfasst. Dies ist nur noch in Clubs und Diskotheken der Fall.

Weitere Freizeit- und Tourismusangebote

die Seilbahn auf dem Weg zum Zugspitz-Gipfel
Vom Eibsee hoch zur Zugspitze verläuft seit 2017 eine neue Seilbahn ∙ © iStock.com/Teka77

Ab einer 7-Tage-Inzidenz über 35 im Landkreis oder in der kreisfeien Stadt wird in Innenräumen der 3G-Grundsatz angewendet. Das betrifft Freizeiteinrichtungen einschließlich Seilbahnen und Ausflugsschiffe, Bäder, Thermen, Saunen, den touristischen Reisebusverkehr, die gesamte Kultur mit Theatern, Kinos und Museen, Fitnessstudios und Sportstätten, Veranstaltungen, Spielbanken, öffentliche und private Einrichtungen. Für noch nicht eingeschulte Kinder gibt es Ausnahmen.

Ausgenommen vom 3G-Grundsatz sind der Handel und der ÖPNV. Jedoch besteht auch dort weiter eine Maskenpflicht.

In Handel, Dienstleistungen und Freizeiteinrichtungen entfallen die bisherigen quadratmetermäßigen Kunden- oder Besucherbeschränkungen. Die Maskenpflicht richtet sich nach der allgemeinen Grundregel.

Unter freiem Himmel gibt es generell keine Maskenpflicht mehr. Ausgenommen sind die Eingangs- und Begegnungsbereiche von Veranstaltungen ab 1000 Personen.

Seit 1. Oktober 2021 sind Volksfeste und andere öffentliche Festivitäten wieder erlaubt. Auch Clubs und Diskotheken sind geöffnet. Dort gilt die Regel 3Gplus, eingelassen werden also nur Geimpfte, Genesene und Personen mit negativem PCR-Test.

Sport- und Kulturveranstaltungen: Bis 5000 Personen darf die Kapazität zu 100 %, für den 5000 Personen überschreitenden Teil dürfen 50 % der weiteren Kapazität genutzt werden. Es sind maximal 25.000 Personen zulässig. Innerhalb dieses Rahmens dürfen unbegrenzt auch Stehplätze ausgewiesen werden. Wird der Mindestabstand indoor unterschritten, gilt ständige Maskenpflicht.

Seit 6. Oktober 2021 entfallen bei kulturellen Veranstaltungen Maskenpflicht, Mindestabstand, Personenobergrenze und Alkoholverbot, wenn dort die Zugangsregel 3Gplus oder 2G (Geimpfte und Genesene) gilt. Dies trifft zum Beispiel bei Opernhäusern und Theatern zu, die nun Clubs und Diskotheken gleichgestellt sind.

Die Inzidenzwerte der bayerischen Städte und Landkreise sind dieser Karte zu entnehmen:

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