Der Führerschein soll günstiger werden. Eine Reform der Bundesregierung sieht umfangreiche Maßnahmen vor, um die stark gestiegenen Preise abzufedern. Ein wichtiger Schritt ist nun getan. Mehr digitaler Unterricht und weniger Sonderfahrten Praxisfahrten mit vertrauten Begleitpersonen Günstigerer Führerschein: Keine Entlastung vor 1. Januar 2027 Einen Führerschein zu machen soll für Fahrschülerinnen und Fahrschüler günstiger und flexibler werden. Darauf zielen Gesetzespläne von Verkehrsminister Patrick Schnieder, die das Bundeskabinett am Mittwoch, 20. Mai, auf den Weg gebracht hat. Der CDU-Politiker sagte mit Blick auf Kosten für Fahrerlaubnisse von oft einigen Tausend Euro, Mobilität dürfe kein Privileg sein. Mit der Reform solle der Weg zum Führerschein einfacher und bezahlbarer gemacht werden. Dabei würden auch die Sicherheitsstandards auf höchstem Niveau gehalten. Führerschein soll ab 2027 günstiger werden Konkret sollen Fahrschulen unter anderem mehr digitalen Unterricht anbieten und frei über Lehrmethoden entscheiden können. Der Katalog mit inzwischen mehr als 1100 Fragen für die theoretische Prüfung soll um ein Drittel verkleinert und die Zahl der Sonderfahrten bei Dunkelheit oder auf Autobahnen soll reduziert werden. Praktische Fahrprüfungen sollen künftig einige Minuten kürzer sein als bisher üblich. Der Entwurf kommt nun in den Bundestag und den Bundesrat. Angestrebt wird, dass die neuen Regeln Anfang 2027 in Kraft treten. Dazu gehören soll auch mehr Transparenz und Vergleichbarkeit zu den Leistungen von Fahrschulen. Preise und Erfolgsquoten aller Fahrschulen sollen künftig online veröffentlicht werden. ADAC begrüßt Reform des Führerscheins Aus Sicht des ADAC greift das Vorhaben des Verkehrsministeriums ein wichtiges Thema auf. Die Reform könnte nicht nur Führerscheinanwärterinnen und -anwärter finanziell entlasten, sondern auch die Verkehrssicherheit erhöhen. Mehr Fahrpraxis senkt nachweislich das Unfallrisiko. Die Möglichkeit zu Übungsfahrten mit erfahrenen Begleitpersonen noch vor der Prüfung wäre daher eine sinnvolle Ergänzung zu den unersetzbaren, qualitativ hochwertigen Fahrstunden. Die Vorschläge sind als Erweiterung des bisherigen Unterrichts zu verstehen und bieten aus Sicht des Clubs mehr Flexibilität für alle Beteiligten. Eine ADAC Umfrage zeigt übrigens: Der Führerschein in Deutschland ist bei jungen Erwachsenen nach wie vor sehr gefragt. Der Hauptgrund, keinen Führerschein zu machen, sind laut der Erhebung die hohen Kosten.