Venedig verlangt ab 2023 Eintrittsgebühr

Ein Versuch gegen Overtourism: Die neue Reservierungspflicht in Venedig
Ein Versuch gegen Overtourism: Die neue Reservierungspflicht in Venedig © Copyright 2020 Aliaksandr Antanovich/Shutterstock. No use without permission.

Italien-Reisende, die spontan einen Tagesausflug nach Venedig unternehmen wollen, haben es künftig schwerer. Die Lagunenstadt will Touristen und Touristinnen dazu verpflichten, ihren Trip vorab zu reservieren und sie dafür auch zur Kasse zu bitten. Das sind die Pläne.

  • Online-Reservierung ab Januar 2023

  • Künftig Tageslimit von 100.000 Tagesgästen

  • Venedig-Ticket kostet künftig bis zu zehn Euro

  • Besucherflut soll eingedämmt werden

  • Hotelgäste müssen sich nicht selbst registrieren

Venedig gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Europa. Jedes Jahr besuchen rund 14 Millionen Touristinnen und Touristen die Lagunenstadt. Um besser vorausplanen zu können, wie viele Menschen sich rund um Markusplatz, Rialtobrücke, Dogenpalast und Co. aufhalten werden, sollen die Gäste ab Januar 2023 verpflichtet werden, ihren Ausflug in die Altstadt vorab zu reservieren. Ab diesem Zeitpunkt können nur noch 100.000 Tagesgäste gleichzeitig die Lagunenstadt besuchen.

Ursprünglich sollte die Reservierungspflicht bereits zur Sommersaison 2022 kommen, doch diese Pläne wurden nun verschoben.

Eintrittsgeld ab 2023

Die Kommune plant, neben der Online-Reservierung auch ein Venedig-Ticket einzuführen. Je nach Saison ist ein Eintrittsgeld zwischen 3 und 10 Euro fällig,

Für Übernachtungsgäste soll das jeweilige Hotel die Formalitäten übernehmen.

Bettensteuer: Wenn Besucher extra zur Kasse gebeten werden

Mit Material von dpa

Katharina Dümmer
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