Eintritt für Venedig: Künftig 10 statt 5 Euro

Italien-Reisende, die einen Tagesausflug nach Venedig unternehmen wollen, müssen ab 2025 bis zu 10 Euro Eintritt zahlen. Und auch für Gruppenreisen ändert sich etwas.
Update: Gruppen ab 25 Personen sind jetzt verboten
Venedig-Ticket soll ab 2025 10 Euro kosten
Pilotphase 2024 endete Mitte Juli
Eintrittsgebühr soll Overtourism regulieren
Nach dem Ende des weltweit ersten Tests mit einer Gebühr für Tagesbesucherinnen und -besucher will Venedig auch künftig Eintritt verlangen – allerdings keine 5 Euro mehr, sondern bis zu doppelt so viel. Vom nächsten Jahr an sollen dann bis zu 10 Euro bezahlt werden müssen, wenn es in der Lagunenstadt an der italienischen Adria besonders voll wird.
Venedig: Eintritt kostet ab 2025 10 Euro
Ab 2025 soll zu bestimmten Tagen ein Grundtarif gelten, dessen Höhe offenbar noch nicht feststeht. An "kritischen Tagen" muss jedoch wohl ein Höchsttarif von 10 Euro bezahlt werden.
Alles in allem hat Venedig mit der neuen Gebühr mehr als zwei Millionen Euro eingenommen. An manchen Tagen wurden mehr als 25.000 zahlende Gäste registriert. Fest steht aber: Das eigentliche Ziel – den Massentourismus zu begrenzen, unter dem Venedig leidet wie kaum eine andere Stadt – wurde nicht erreicht.
Testphase 2024 ist abgeschlossen
Die Eintrittsgebühr wurde testweise an insgesamt 29 Tagen kassiert. Grundsätzlich waren in der Zeit zwischen 8.30 Uhr und 16 Uhr 5 Euro Eintritt fällig. Dazu konnte man sich übers Internet einen QR-Code besorgen und aufs Handy laden. Andernfalls drohten bis zu 300 Euro Strafe – tatsächlich bezahlen musste aber niemand so viel.
Mit geschätzt etwa 15 Millionen Gästen pro Jahr gehört Venedig zu den meistbesuchten Städten der Welt. Der Massentourismus bringt viel Geld in die Kassen, richtet aber auch erhebliche Schäden an. Heute leben im Zentrum mit seinen Hunderten Kanälen keine 50.000 festen Einwohner mehr. Dafür gibt es mehr als 50.000 Gästebetten. An vielen Tagen ist in den engen Gassen rund um Markusplatz und Rialtobrücke kaum noch ein Durchkommen.
Mobil in Venedig: Anreise, Nahverkehr, Sehenswürdigkeiten
Bettensteuer: Wenn Besucher extra zur Kasse gebeten werden
Venedig: Keine Gruppen ab 25 Personen mehr
Ab sofort verbietet Venedig von Reiseführern begleitete Touristengruppen mit mehr als 25 Personen. Auch dürfen bei Führungen im Stadtzentrum und den Inseln Burano, Murano und Torcello keine Lautsprecher mehr zum Einsatz kommen. Dass Reisegruppen auf Brücken oder in engen Gassen anhalten, soll künftig auch nicht mehr toleriert werden.
Die Maßnahme hatte zunächst bereits im Juni eingeführt werden sollen, wurde aber auf den 1. August 2024 verschoben. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss Medienberichten zufolge mit Strafen zwischen 25 und 500 Euro rechnen.
Mit Material von dpa