Maßnahme gegen Massentourismus: Rom verlangt Eintritt für Trevi-Brunnen
Von Sabrina Doschek

Um die Touristenströme zu regulieren, verlangt die Stadt Rom ab jetzt Eintritt für den Trevi-Brunnen. Wie viel es kostet.
Einheimische haben weiterhin freien Zugang
Mehr als 5,3 Millionen Trevi-Besucher in einem halben Jahr
Europäische Metropolen leiden unter Overtourism
Seit 2. Februar 2026 müssen Touristen und Touristinnen bezahlen, um eines der bekanntesten Wahrzeichen Roms zu bewundern: Zwei Euro kostet jetzt ein Ticket für den Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi). Für Einheimische wird der Besuch weiterhin kostenfrei bleiben. Auch Menschen mit Behinderung und ihre Begleitpersonen sowie Kinder unter sechs Jahren sind von der Gebühr befreit.
Tickets können online oder direkt vor Ort am Zugang zum Brunnen sowie in den Touristeninformationen der Stadt erworben werden. Der Brunnen ist täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet, montags und freitags erst ab 11:30 Uhr.
Schutz der Fontana di Trevi: Maßnahme gegen Overtourism

Die Maßnahme ist Teil eines europäischen Konzepts mit dem Ziel, Overtourism zu regulieren und Denkmäler vor Schäden durch Besucherströme zu schützen. Jedes Jahr besuchen Millionen von Menschen die Fontana di Trevi, um Fotos zu machen und – nach bekannter Tradition – eine Münze mit der rechten Hand über die linke Schulter in den Brunnen zu werfen.
Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 besuchten über 5,3 Millionen Menschen das Areal rund um den berühmtesten Brunnen der Welt. Schon seit einiger Zeit gilt die Obergrenze von 400 Besuchern und Besucherinnen für das Gebiet. Ab jetzt gibt es eigene Zugänge für Einheimische und Gäste.
Europäische Städte reagieren auf Massentourismus
Rom folgt mit der Einschränkung dem Beispiel einiger Städte Europas, die ebenfalls mit Massentourismus zu kämpfen haben. So führte die italienische Touristenhochburg Venedig kürzlich eine Eintrittsgebühr für Tagesausflügler ein, genauso wie Zaanse Chans in den Niederlanden, wo man das historische Zentrum nur noch mit Eintrittskarte besuchen darf. Im kroatischen Dubrovnik hingegen gilt neuerdings eine Höchstzahl an Kreuzfahrttouristen, um die historische Altstadt zu schützen. Ähnliche Maßnahmen wurden auch in den spanischen Städten Barcelona und Sevilla sowie in der griechischen Hauptstadt Athen erhoben.