Proteste in Frankreich: Auswärtiges Amt rät zur Vorsicht
Von Katja Fastrich

Ein brennendes Rathaus in Limoges, gewaltsame Ausschreitungen in Paris und anderen Städten: Proteste im ganzen Land sorgen für Unruhe. Nun hat das Auswärtige Amt einen Reisehinweis für Frankreich herausgegeben.
Schäden u.a. in Paris, Lyon, Bordeaux, Nizza und Straßburg
Neue Proteste im November geplant
Auswärtiges Amt rät, Demonstrationen zu meiden
Schwere Ausschreitungen haben landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich überschattet. Plünderungen, Brandstiftungen und Angriffe auf Rathäuser verursachten am Samstag, 17. Oktober, Millionenschäden – und für Donnerstag, 5. November, gibt es einen Aufruf zu neuen Protesten.
Schäden u.a. in Paris, Lyon, Bordeaux und Limoges
Plünderungen und schwere Beschädigungen gab es am Wochenende in Paris, Marseille, Lyon, Bordeaux, Rennes, Straßburg, Grenoble, Nizza und weiteren Städten. Die Schäden seien immens, insbesondere für Hunderte betroffene Geschäftsleute, sagte der Innenminister.
In der rund 130.000-Einwohner-Stadt Limoges wurde das prächtige, unter Denkmalschutz stehende Rathaus in Brand gesetzt und schwer beschädigt.
Angst vor neuem Gelbwesten-Protest
Vor dem Protesttag hatte es im Internet einen Aufruf zu einer Neuauflage der sogenannten Gelbwestenbewegung gegeben. Die Schülerproteste der vergangenen Wochen hatten tatsächlich zu Sorge bei der Regierung geführt, dass die Demonstrationen in breite Proteste münden könnten. Der Gelbwestenprotest, der so heißt, weil viele der Beteiligten gelbe Warnwesten trugen, hatte Frankreich 2019 längere Zeit in Atem gehalten.
Frankreich: Auswärtiges Amt rät Reisenden zur Vorsicht
Nach den Ausschreitungen in Frankreich rät das Auswärtige Amt Reisenden zur Vorsicht. "Verhalten Sie sich umsichtig und meiden Sie Demonstrationen, wenn möglich", heißt es bei den Reisehinweisen des Ministeriums. Weitere Proteste und Ausschreitungen in den kommenden Tagen seien nicht auszuschließen.
Reisende sollten Anweisungen der französischen Sicherheitskräfte befolgen: "Beachten Sie, dass aufgrund von neuen Gesetzesänderungen Geldbußen und Schadensersatzforderungen drohen, wenn man sich nach Aufforderung nicht von ungenehmigten und gewalttätigen Demonstrationen entfernt", schreibt das Ministerium.
Mit Material von dpa.