Warnung für Autourlauber: Falsche Pannenhelfer im Ausland
Von Katharina Dümmer

In mehreren Urlaubsländern sind in der Hochsaison falsche Pannenhelfer unterwegs, die Reisende um viel Geld bringen. Wie die Betrüger vorgehen und wie man sich vor ihnen schützt.
Kriminelle missbrauchen ADAC Logo bei Pannenhilfe
Betrugsmasche in osteuropäischen Ländern beliebt
ADAC Tipp: Bei Pannen im Ausland immer den Auslandsnotruf kontaktieren
Sommerzeit ist Hauptreisezeit und viele Urlauber und Urlauberinnen machen sich mit dem Auto auf ins Ausland. Was viele nicht bedenken: Für Betrüger und Diebe ist jetzt ebenfalls Hochsaison.
Falsche Pannenhelfer locken mit schneller Hilfe
In osteuropäischen Ländern wie Ungarn, Polen, Serbien oder Kroatien treten Kriminelle zunehmend als falsche Pannenhelfer auf und gehen dabei raffiniert vor: Um glaubwürdig zu wirken, imitieren die Täter das Erscheinungsbild der ADAC Pannenhilfe. Sie fahren Wagen in passender Farbgebung, versehen sie mit Logos oder der Aufschrift "Im Auftrag des ADAC" und treten in einer Kleidung auf, die jener der Straßenwachtfahrer ähnelt.
Häufig warten die vermeintlichen Pannenhelfer bereits an Rastanlagen oder fahren bestimmte Strecken ab, um liegen gebliebene Fahrzeuge ausfindig zu machen. Sehen die Betrüger ein Fahrzeug mit Panne am Seitenstreifen stehen, halten sie direkt an und bieten den Hilfesuchenden ihre Dienste an. Diese falschen Pannenhelfer schleppen das Auto dann in Werkstätten minderer Qualität und präsentieren den Hilfesuchenden hohe Reparaturrechnungen.
ADAC: Keine eigene Straßenwacht im Ausland
Was Reisende wissen müssen: Der ADAC betreibt im Ausland keine eigene Straßenwacht-Flotte. In den Sommermonaten Juli und August werden zwar vereinzelt Pannenhelfer nach Frankreich und Italien geschickt, um deutsche Reisende vor Ort zu unterstützen. In anderen Ländern ist das jedoch nicht der Fall. Dort arbeitet der Automobilclub mit regionalen Vertragspartnern zusammen, diese dürfen allerdings keine ADAC Logos auf Fahrzeugen oder in Werkstätten verwenden.
Pannenhilfe nur über den ADAC Auslandsnotruf
Im Falle einer Panne außerhalb Deutschlands sollte grundsätzlich der Auslandsnotruf (+49 89 22 22 22) kontaktiert werden. Pannenhelfer oder Abschleppdienst werden dann über die Zentrale vermittelt. Sollte der Anruf fehlschlagen, kann das an einem Störsender liegen, den Kriminelle immer häufiger verwenden.
In so einer Situation sollten Autofahrende ihr Fahrzeug abschließen, sich einige Meter entfernen und von dort den ADAC Auslandsnotruf kontaktieren. Ohne vorherige telefonische Bestätigung sollten Reisende niemanden an ihr Fahrzeug lassen.
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