Pendlerstatistik: 2020 pendelten 19,6 Millionen Menschen zur Arbeit

Viel Verkehr am Autobahnende der A9 kurz vor München
Alltag in München: Viele Pendler aus dem Umland auf dem Weg zur Arbeit ∙ © imago Images/Sven Simon

Pendlerstatistik: Rund 60 Prozent der deutschen Beschäftigten mussten 2020 ihren Wohnort verlassen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Das sind fast 20 Millionen Menschen. In diesen Städten gibt es die meisten Pendler.

  • München ist Spitzenreiter bei den absoluten Pendlerzahlen

  • Darmstadt hat prozentual gesehen die meisten Pendler

Auch im Jahr 2020 musste die Mehrheit der Deutschen pendeln, wie eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt. 19,6 Millionen Beschäftigte zählten auch im vergangenen Jahr als Pendler, im Vergleich zu 2019 gab es dabei keine großen Veränderungen.

Allerdings sagt die Pendlerstatistik nichts darüber aus, wie viele Beschäftigte sich im vergangenen Jahr zumindest zeitweise im Homeoffice befanden und entsprechend nicht täglich pendelten.

München: Mehr als 400.000 Pendler

In der Pendlerstatistik gibt es bundesweit große regionale Unterschiede: Im Vergleich der Großstädte übt München die größte Anziehungskraft für Arbeitskräfte aus dem Umland aus. So wohnten im Jahr 2020 rund 410.600 der in München arbeitenden Beschäftigten außerhalb der Stadtgrenze. Auf den weiteren Plätzen folgen Frankfurt am Main (384.500) und Hamburg (355.400), gefolgt von Berlin (332.300).

Darmstadt hat den höchsten Einpendler-Anteil

Den höchsten Pendleranteil, gemessen an der Zahl der Beschäftigten, hat Darmstadt: Hier kommen 69 Prozent der Beschäftigten zum Arbeiten in die Stadt. Auch in vielen anderen mittleren Großstädten ist der Anteil der Einpendler sehr hoch – so in Erlangen, Ludwigshafen am Rhein und Offenbach (jeweils 68 Prozent). Prozentual am niedrigsten ist deren Anteil mit nur 22 Prozent in Berlin.

Pendlerzahlen in Corona-Zeiten

Das Bundesinstitut geht davon aus, dass die Corona-Pandemie einen dauerhaften Effekt auf die Zahlen haben könnte. Formen der mobilen Arbeit böten die große Chance, den Pendlerverkehr in den Großstädten und ihrem Umland zu reduzieren, heißt es seitens BBSR.

Mit Material von dpa.