Urlaub an Nordsee- und Ostsee: Vorsichtige Hoffnung auf Tourismus

Strand mit Strandkörben auf Sylt
Strand in Sicht? Erste Öffnungen für den Tourismus in Schleswig-Holstein ∙ © Shutterstock/mapman

Nord- und Ostsee sind wegen ihres rauen Klimas nahezu ganzjährig ein beliebtes Reiseziel. Wegen des deutschlandweiten Lockdowns sind Urlaube derzeit allerdings kaum möglich –doch es gibt Grund zur Hoffnung.

  • Update: Nordsee-Insel Sylt empfängt Urlauber

  • Tourismus-Start in mehreren Modellregionen

  • Hotels und Ferienwohnungen öffnen dort unter Auflagen

  • In den übrigen Küstenregionen gibt es vorerst noch kaum Lockerungen

Lockdown in Deutschland

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, appellieren Bund und Länder eindringlich, auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten, und haben massive Einschränkungen rund ums Reisen beschlossen. Diese Regeln werden von der Bundesregierung und den Bundesländern festgelegt und gelten bis auf Weiteres.

Touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Unterkünften in Deutschland sind verboten. Lediglich Geschäftsreisen sind weiterhin zugelassen.

Modellprojekt: Tourismus-Öffnung an der Ostsee

Gastronomen, Hoteliers, Vermieter von Ferienwohnungen und Campingplatzbetreiber dürfen wieder Gäste empfangen und das auch aus anderen Bundesländern. Die Möglichkeit wird zunächst in der Schlei-Region und in Eckernförde* an der Ostsee angeboten und ist zunächst bis 15. Mai begrenzt.

Anders als in der Schlei-Region dürfen in Eckernförde die Restaurants und Cafés sogar wieder ihre Innenbereiche öffnen. Dann gelten zusätzliche Auflagen wie etwa begrenzte Personenzahlen am Tisch, Kontaktverfolgungen sowie die Vorlage eines negativen Corona-Tests (keine Selbsttests!).

Anfang Mai soll der Tourismus auch in der Lübecker Bucht unter Auflagen starten.

Nordsee: Tourismus-Start auf Sylt

Auf der beliebten Nordsee-Urlaubsinsel Sylt ist nun ebenfalls ein bis zunächst bis 31. Mai befristetes Modellprojekt gestartet. Die größte deutsche Nordseeinsel gehört, wie z.B. auch Amrum und St. Peter-Ording, zur touristischen Modellregion Nordfriesland*.

Touristen, die alle Auflagen erfüllen (siehe unten), dürfen am Modellprojekt teilnehmende Restaurants und Cafés besuchen sowie Ferienwohnungen oder Hotels buchen.

Büsum will voraussichtlich ab 10. Mai nachziehen.

Urlauber müssen mehrere Corona-Tests machen

Die Voraussetzungen für die Tourismusprojekte in den Modellregionen sind: Die Inzidenzwerte müssen unter 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Bewohner in den letzten sieben Tagen liegen.

Urlauber müssen schon bei der Anreise das negative Ergebnis eines maximal 48 Stunden zurückliegenden Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests in ihrer Unterkunft vorlegen. Während des Aufenthalts sind weitere Tests zu machen – erstmals spätestens am dritten Tag, danach jeweils spätestens nach vier weiteren Tagen. Wer bereits vollständig geimpft ist, braucht keine Testungen.

Mecklenburg-Vorpommern öffnet sich für geimpfte Tagestouristen

Seit Mittwoch, 5. Mai, dürfen vollständig geimpfte Tagesausflügler und Zweitwohnungsbesitzer aus anderen Bundesländern wieder einreisen. Eine Impfbescheinigung muss mitgeführt werden. Touristische Übernachtungen etwa in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen bleiben aber weiterhin untersagt.

Aktuell weiterhin verboten bleiben Tagesausflüge nach Mecklenburg-Vorpommern von Bewohnern anderer Bundesländer, die über keinen Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen.

Informationen der Bundesländer

Die Bundesländer an Nord- und Ostsee haben zum Thema Reisen und Tourismus in Corona-Zeiten umfangreiche Informationen zusammengestellt. Hier erfahren Sie, welche Bestimmungen aktuell gelten:

Hier finden Sie touristische Informationen zu Nord- und Ostsee.

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