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Nordsee- und Ostsee-Urlaub 2020: Das müssen Reisende jetzt wissen

Strand mit Strandkörben auf Sylt
Urlaub an Nordsee und Ostsee ist auch in Corona-Zeiten möglich ∙ © Shutterstock/mapman

Sonne, Strand und Meer: Danach sehnen sich die Menschen auch in Corona-Zeiten. Traumstrände gibt es auch in Deutschland. An Nordsee und Ostsee ist ein Urlaub wieder möglich.

  • Strände, Restaurants und die meisten Freizeiteinrichtungen geöffnet

  • Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern nur mit gebuchter Unterkunft

  • Wieder Tagesausflüge auf die Ostfriesischen Inseln

  • Beschränkungen für Urlauber aus Corona-Hotspots

Mecklenburg-Vorpommern

Seit Ende Mai dürfen Urlauber aus dem gesamten Bundesgebiet wieder nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. Hier locken an der Ostsee einige der schönsten Strände Deutschlands. Voraussetzung für den Aufenthalt ist aber, dass man eine Unterkunft oder einen Campingplatz gebucht hat und nicht aus einem Corona-Hotspot anreist.

Tagesausflüge an die Ostsee aus anderen Bundesländern sind derzeit noch untersagt. Wer eine Unterkunft in Mecklenburg-Vorpommern gebucht hat, kann aber selbstverständlich die Strände besuchen.

An den Stränden, in den Unterkünften und Restaurants sowie beim Besuch von Museen, Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen gelten besondere Hygiene- und Abstandsregeln.

Einzelheiten dazu finden Reisende auch hier: Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern

Schleswig-Holstein

Auch im benachbarten Schleswig-Holstein, das sowohl schöne Ostseestrände als auch beeindruckende Landschaften an der Nordsee zu bieten hat, sind Urlauber wieder willkommen.

Hotels, Pensionen und Campingplätze sind geöffnet und können gebucht werden. Die Strände sind zugänglich und auch Strandkörbe werden wieder vermietet, Ausflugsschiffe dürfen ablegen. Selbstverständlich muss man aber überall die Hygiene- und Abstandsregeln beachten.

Um eine Überfüllung der Strände zu vermeiden, wird im Juli an der Lübecker Bucht zwischen Scharbeutz und Rettin eine Strand-Ampel* getestet. Sensoren am Strand erfassen die Zahl der Besucher - wird es zu voll, springt die Ampel von grün über orange auf rot.

Die Ostseebäder Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin haben das Ampel-Lenkungssystem entwickelt, damit die Abstandsregeln an den Stränden eingehalten werden können. Eine geplante Strand-App, mit der man sich einen Platz reservieren kann, ist inzwischen vom Tisch.

Sylt-Urlauber, die eine Unterkunft auf der Insel gebucht haben, können inzwischen auch wieder mit der Syltfähre via Dänemark anreisen. Für Reisende, die nicht Einwohner Schleswig-Holsteins sind, ist eine Buchungsbestätigung der Fähre und der Unterkunft beziehungsweise des Campingplatzes auf Sylt erforderlich. Dänemark darf in diesem Fall nur Transitland sein.

Die Highlights an der Ostsee

Hinweis für Reisende aus Corona-Hotspots

Für Urlauber aus Corona-Hotspots gelten deutschlandweit einheitliche Regelungen: Hotels, Pensionen und andere Unterkünfte können Gäste aus Risikogebieten nur dann aufnehmen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Als Risikogebiet gelten Landkreise und kreisfreie Städte, in denen die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner liegt. Aktuell ist das an keinem Ort in Deutschland der Fall.

Niedersachsen

Mit seiner langen Nordseeküste und den vorgelagerten Ostfriesischen Inseln ist Niedersachsen seit Langem eines der wichtigsten Ferienziele in Deutschland. Mittlerweile können wieder Urlauber aus ganz Deutschland die Strände und Schönheiten des Wattenmeeres genießen.

Restaurants, Museen und viele Freizeiteinrichtungen stehen Urlaubern offen, wenn sie die Hygiene- und Abstandsregeln befolgen.

Die Ostfriesischen Inseln sind für Übernachtungsgäste frei zugänglich. Auf einigen Inseln gelten für Tagestouristen Sonderregelungen:

  • Borkum, Baltrum, Juist und Spiekeroog
    keine Einschränkungen

  • Langeoog
    Maximal 200 Tagestouristen pro Tag, an Samstagen und Sonntagen verboten

  • Wangerooge
    Aufgrund des Sommerferienstarts in mehreren Bundesländern ist der Besuch von Tagestouristen am 4. und 5. Juli untersagt

  • Norderney
    Tagesausflüge sind seit 1. Juli wieder erlaubt

Die Inselfähren verkehren nach einem Sonderfahrplan, der Regelbetrieb wird nach und nach wiederaufgenommen. Schiffe dürfen derzeit nicht voll ausgelastet sein. Reservierungen sind teilweise Pflicht.

Ostfriesische Inseln ab Juli noch besser erreichbar

Die autofreie Anreise zu den Ostfriesischen Inseln wird ab 3. Juli noch bequemer. Dann startet eine neue ICE-Verbindung direkt ab München über Augsburg, Würzburg, Kassel, Paderborn und Münster nach Emden und Norddeich Mole. In Emden besteht Anschluss an die Fähre nach Borkum. In Norddeich Mole starten die Fähren nach Juist und Norderney. Die ICE-Züge für die Rückfahrt fahren in Ostfriesland samstags bis montags jeweils am späten Vormittag ab.

Strandschließungen wegen Überfüllung

Egal ob Nord- oder Ostseestrand: Urlauber müssen in der Hauptreisezeit und das vor allem an den Wochenenden damit rechnen, dass sie nicht an ihren Wunschstrand können. Bereits zum Ferienauftakt Ende Juni mussten überfüllte Abschnitte vorübergehend geschlossen werden.

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Mit Material von dpa

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