Fehmarnbelt-Tunnel: Feste Querung bis 2029 geplant

Rendering des geplanten Fehmarnbelttunnels
Ein Jahrhundertbauwerk: So soll das Portal des Fehmarnbelt-Tunnels aussehen ∙ © Femern A/S

Dank des Baus des Fehmarnbelt-Tunnels sollen Skandinavien-Reisende bis zum Ende des Jahrzehnts schneller und ohne Fähre nach Kopenhagen oder Schweden fahren können. So steht es aktuell um den Bau.

  • Bauarbeiten für Fehmarnbelt-Tunnel seit November 2021 im Gange

  • Deutschland errichtet neuen Fehmarnsund-Tunnel als Zubringer

  • Verkehrsfreigabe für Mitte 2029 geplant

Die Bauarbeiten am 18 Kilometer langen Fehmarnbelt-Tunnel zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland haben im November 2021 mit dem ersten Spatenstich begonnen.

Auf deutscher Seite gibt es nach einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom Januar 2022 nun aber zumindest gewisse Verzögerungen. Streitpunkt sind Fragen, wie die Riffe an der Küste Fehmarns geschützt werden können. Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Buchholz erwartet dadurch aber keine substanziellen Änderungen im Zeitplan.

Fehmarntunnel Karte
Geplante feste Tunnelverbindung unter dem Fehmarnsund und Fehmarnbelt ∙ © ADAC e.V.

Das ist am Fehmarnbelt geplant

Gebaut wird ein 18 Kilometer langer, kombinierter Straßen- und Eisenbahntunnel zwischen dem deutschen Fährhafen Puttgarden auf Fehmarn und der dänischen Hafenstadt Rödby auf Lolland (sogenannte Vogelfluglinie) sowie auf deutscher Seite ein neuer, rund 1,5 Kilometer langer Fehmarnsund-Tunnel, der das schleswig-holsteinische Festland mit der Insel Fehmarn verbinden soll. Beide Bauwerke sollen eine vierspurige Autobahn sowie zwei Bahngleise aufnehmen.

Damit entstünde – in nahezu direkter Linie – eine durchgängige Autobahnverbindung zwischen Hamburg und Kopenhagen mit einer Gesamtlänge von rund 330 Kilometern. Die bislang notwendige und zeitaufwendige Fährpassage würde entfallen. Die Verkehrsfreigabe soll 2029 erfolgen.

Alte Fehmarnsundbrücke bleibt erhalten

Die alte Fehmarnsundbrücke, ein Wahrzeichen der Region, soll übrigens erhalten bleiben und nach Fertigstellung des Tunnels vor allem Fußgängern, Radfahrern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen dienen. Dies bestätigte das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage des NDR.

So hoch sind die Kosten für die Ostseequerung

Die neue Ostseequerung soll rund 7,4 Milliarden Euro kosten. Der komplette Tunnel – Kostenpunkt rund 6,6 Milliarden Euro – wird dabei von Dänemark allein finanziert, das nach der Fertigstellung auch die Mauteinnahmen kassieren darf.

Deutschland wird rund 800 Millionen Euro investieren, um den Tunnel ans deutsche Autobahnnetz anzubinden. Hierzu gehört neben dem neuen Fehmarnsund-Tunnel auch der vierspurige Ausbau der B207 zwischen Heiligenhafen und Puttgarden.

Projektinformation der Landesregierung Schleswig-Holstein*

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