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Bauarbeiten am Fehmarnbelttunnel starten 2021

Rendering des geplanten Fehmarnbelttunnels
Ein Jahrhundertbauwerk: So soll das Portal des Fehmarnbelttunnels aussehen ∙ © Femern A/S

Reisende nach Skandinavien können darauf hoffen, in neun Jahren schneller und ohne Fähre nach Kopenhagen oder Schweden zu fahren. Die Pläne einer festen Straßen- und Eisenbahnverbindung zwischen der deutschen Ostseeinsel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland werden konkret.

  • Arbeiten am Fehmarnbelttunnel beginnen 2021

  • Deutschland baut neuen Fehmarnsundtunnel als Zubringer

  • Freie Fahrt ab Mitte 2029

Die Bauarbeiten am 18 Kilometer langen Fehmarnbelttunnel zwischen den Inseln Fehmarn und Lolland beginnen am 1. Januar 2021. Dies gab der dänische Verkehrsminister Benny Engelbrecht am Freitag, 24. April, bekannt.

Auch auf deutscher Seite sind umfangreiche Baumaßnahmen geplant. Der Verkehr vom schleswig-holsteinischen Festland auf die Insel Fehmarn soll künftig durch einen Tunnel unter dem Fehmarnsund fließen.

Das ist geplant

Gebaut wird ein 18 Kilometer langer, kombinierter Straßen- und Eisenbahntunnel zwischen dem deutschen Fährhafen Puttgarden auf Fehmarn und der dänischen Hafenstadt Rödby auf Lolland (sogenannte Vogelfluglinie). Dieser soll – ebenso wie der neue, rund 1,5 Kilometer lange Fehmarnsundtunnel – eine vierspurige Autobahn sowie zwei Bahngleise aufnehmen.

Damit entstünde – in nahezu direkter Linie – eine durchgängige Autobahnverbindung zwischen Hamburg und Kopenhagen (rund 330 Kilometer). Die bislang notwendige und zeitaufwendige Fährpassage würde entfallen.

Läuft alles wie geplant, soll die Verkehrsfreigabe 2029 erfolgen.

Alte Fehmarnsundbrücke bleibt erhalten

Die alte Fehmarnsundbrücke, ein Wahrzeichen der Region, soll übrigens erhalten bleiben und nach Fertigstellung des Tunnels vor allem Fußgängern, Radfahrern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen dienen. Dies bestätigte das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage des NDR.

So hoch sind die Kosten

Die neue Ostseequerung soll rund 7,4 Milliarden Euro kosten. Der komplette Tunnel (rund 6,6 Milliarden Euro) wird dabei von Dänemark allein finanziert, das nach der Fertigstellung auch die Mauteinnahmen kassieren darf.

Deutschland wird rund 800 Millionen Euro investieren, um den Tunnel ans deutsche Autobahnnetz anzubinden. Hierzu gehört neben dem neuen Fehmarnsundtunnel auch der vierspurige Ausbau der B207 zwischen Heiligenhafen und Puttgarden.

Projektinformation der Landesregierung Schleswig-Holstein*

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