Diese Corona-Varianten sind im Juli 2026 aktuell
Von Redaktion

XFG Stratus, Nimbus und Cicada: Welche Corona-Varianten sind aktuell aktiv? Was bringen Tests, Impfung, Maske? So ist die Lage im Sommer 2026.
7-Tage-Inzidenz aktuell in Deutschland stabil
Alte Tests funktionieren auch bei neuen Corona-Varianten
Corona-Impfung: Stiko passt Empfehlungen für Erwachsene an
Der internationale Gesundheitsnotstand wegen Sars-CoV-2 ist seit Mai 2023 beendet. Corona gibt es aber weiterhin.
Fallzahlen: Corona in Deutschland
Fachleute sehen bezüglich des Coronavirus weiterhin eine sehr breite Grundimmunität aus Impfungen und Infektionen in Deutschland. Laut Infektionsradar des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner) derzeit in Hamburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 0,2) am höchsten. Am niedrigsten ist sie in Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Auf ganz Deutschland bezogen ist die Inzidenz in den vergangenen Wochen stabil. Die Viruslast von SARS-CoV-2 im Abwasser ist aktuell steigend.
Covid-Infektionen: Hohe Dunkelziffer
Die Corona-Aktivität ist auch im Verlauf des Sommers 2026 noch sehr viel niedriger als während der Pandemie. Fachleute schätzen jedoch die Dunkelziffer der Covid-19-Infektionen als relativ hoch ein.
Stratus, Nimbus, Cicada: Wie gefährlich sind die Varianten?
Die SARS‑CoV‑2‑Linie NB.1.8.1 ("Nimbus") wurde in der jüngsten Auswertung des Robert-Koch-Instituts unter den zirkulierenden Coronaviren am häufigsten nachgewiesen. Zudem traten die rekombinante Linie XFG ("Stratus") sowie die Linie BA.3.2 ("Cicada") auf.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das von den neuen Varianten ausgehende Risiko ebenfalls als gering ein und es werden keine signifikanten Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Covid-19-Impfstoffe gegen schwere Erkrankungen erwartet.
Corona: Welche Symptome sind aktuell?
Typische Symptome von XFG Stratus können neben Fieber, Husten und Kopfschmerzen auch Abgeschlagenheit, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Durchfall sein. Die Viren der Stratus-Variante vermehren sich vor allem in den oberen Atemwegen und können sich dadurch schneller verbreiten. Bei den Varianten Nimbus und Cicada klagten Erkrankte teilweise über rasierklingenartige Halsschmerzen.
Sind alte Corona-Tests noch brauchbar?
Antigentests (Schnelltests) auch aus dem letzten Jahr können weiterhin genutzt werden, solange ihr Haltbarkeitsdatum nicht überschritten ist und sie bei der empfohlenen Temperatur gelagert wurden. Es gibt bisher keine Hinweise, dass die Tests bei den neuen Varianten nicht funktionieren könnten. Nach Ablauf der Haltbarkeit wird die Aussagekraft zunehmend unzuverlässiger.
Gut zu wissen: Es gibt schon seit Längerem keinen Anspruch mehr auf kostenlose Schnelltests. Corona-Selbsttests sind aber in Apotheken, häufig auch in Drogerie- oder Supermärkten erhältlich. Ärztinnen und Ärzte können – unabhängig davon, ob ein positiver Schnelltest vorliegt – bei spezifischen Symptomen einen PCR-Test veranlassen.
Corona-Impfung: Stiko passt Empfehlungen für Erwachsene an
Seit September 2025 ist ein angepasster Impfstoff des Herstellers Biontech verfügbar. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat kürzlich (Juli 2026) die Impfempfehlungen angepasst: Gesunde Erwachsene müssen künftig nicht grundsätzlich eine Basisimmunisierung gegen Covid-19 vornehmen. Regelmäßige Auffrischimpfungen sollen nur noch für bestimmte Risikogruppen erfolgen, standardmäßig nun erst ab einem Alter von 75 Jahren.
Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte, verfügen inzwischen mehr als 95 Prozent der Erwachsenen durch Impfungen, Infektionen oder eine Kombination aus beidem über einen breiten Immunschutz, der gesunde Menschen in der Regel ausreichend vor schweren Krankheitsverläufen schützt.
Als Grund für die Anpassung nennt die Stiko außerdem den seit dem Ende der Pandemie kontinuierlichen Rückgang von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19. Die bisherige Empfehlung, für eine Basisimmunität mindestens drei Kontakte mit dem Coronavirus (durch Impfung oder Infektion) nachzuweisen, entfällt damit. Das gilt auch für Frauen im gebärfähigen Alter sowie für Schwangere ohne besondere Risiken.
An der Empfehlung für jährliche Auffrischimpfungen bei besonders gefährdeten Personen hält die Stiko jedoch fest. Diese sollen weiterhin gegen Herbst erfolgen. Dazu zählen neben Menschen ab 75 Jahren Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, Bewohner und Bewohnerinnen sowie Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen und medizinisches Personal.
Wann sollte man eine Maske tragen?
Maskenpflichten für öffentliche Verkehrsmittel oder andere öffentliche Bereiche gibt es in Deutschland nicht. Für immungeschwächte Personen kann die Maske ein sinnvoller Schutz sein. Wer sich und andere schützen möchte, bleibt bei einer akuten Atemwegsinfektion drei bis fünf Tage zu Hause, reduziert Kontakte, niest bzw. hustet in die Armbeuge und wäscht regelmäßig die Hände.
Mit Material von dpa.
Hinweis: Diese Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Alle Angaben ohne Gewähr.