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Der ADAC

Coronavirus: Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

Deutsche Polizisten kontrollieren an der Grenze zu Österreich
Grenzkontrollen gehören in Corona-Zeiten zum Alltag - auch abseits der eigentlichen Übergänge ∙ imago images/MiS

Trotz der hohen Corona-Fallzahlen in den europäischen Reiseländern sind die meisten deutschen Außengrenzen prinzipiell offen. Das sollten Sie wissen, wenn Sie mit dem Auto in eines der Nachbarländer fahren oder von dort zurückkehren wollen.

  • Update: Niederlande sind Hochinzidenz-Gebiet

  • Quarantäne bei Einreisen nach Polen, Österreich, Belgien und in die Niederlande

  • Quarantänepflicht in Deutschland für Rückkehrer aus Risikogebieten

  • Grenzkontrollen zu Tirol und Tschechien

Alle direkten Nachbarländer Deutschlands gelten als Risikogebiete

  • Dänemark: Das ganze Land (außer Grönland und Färöer-Inseln)

  • Niederlande (Hochinzidenz-Gebiet): Das ganze Land

  • Belgien: Das ganze Land

  • Luxemburg: Das ganze Land

  • Frankreich (Hochinzidenz-Gebiet): Das ganze Land (zusätzlich als Virusvarianten-Gebiet gilt das Département Moselle)

  • Schweiz: Das ganze Land

  • Österreich: Das ganze Land (außer den Gemeinden Mittelberg und Jungholz, die nur über Deutschland erreichbar sind.)

  • Polen (Hochinzidenz-Gebiet): Das ganze Land

  • Tschechien (Hochinzidenz-Gebiet): Das ganze Land

Hier lesen Sie, was Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten bei der Einreise nach Deutschland beachten müssen:

Wichtig für die Rückkehr aus dem Ausland nach Deutschland

In ganz Deutschland gilt eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Sie betrifft sowohl Flugreisende als auch Menschen, die mit Bahn, Bus oder Auto unterwegs waren.

Alle Flugreisenden müssen bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen – auch wenn sie aus Nicht-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. Ohne negativen Test ist kein Mitflug möglich. Die Regelung gilt voraussichtlich bis 12. Mai.

Alle Details zu Quarantäne und Testpflicht sowie zum digitalen Einreiseformular finden Sie hier. Ebenso alles Wichtige zur Einreise aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten.

Einreise nach Frankreich durch Lockdown erschwert

Das Robert-Koch-Institut hat ganz Frankreich zum Hochinzidenz-Gebiet erklärt, das Département Moselle an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz gilt zusätzlich als Virusvarianten-Gebiet.

Die Grenzen zu Frankreich sind prinzipiell geöffnet. Für die Einreise benötigt man allerdings einen negativen Covid-19-PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Zusätzlich zum Test muss man ein Gesundheitsformular* ausfüllen und bei Kontrollen vorlegen können.

Ausnahmen von der Corona-Test-Pflicht gelten nur im kleinen Grenzverkehr für Fahrten im Umkreis von weniger als 30 Kilometer vom eigenen Wohnort, die nicht länger als 24 Stunden dauern. Außerdem von der Testpflicht ausgenommen sind Berufskraftfahrer und Kinder unter elf Jahren.

Einreise nur mit triftigem Grund

Durch die Anfang April verschärften Lockdown-Bestimmungen benötigen Deutsche für die Einreise nach Frankreich auch tagsüber einen triftigen Grund. Bislang war dies nur während der Zeit der allgemeinen Ausgangsbeschränkungen zwischen 19 und 6 Uhr der Fall.

Regionsüberschreitende Fahrten innerhalb Frankreichs sind ebenfalls nur noch aus triftigen Gründen erlaubt.

Um bei Bedarf einen triftigen Grund nachweisen zu können, müssen Reisende ein entsprechendes Formular* ausfüllen und mit sich führen. Die Saarländische Landesregierung stellt dazu eine deutschsprachige Ausfüllhilfe* zur Verfügung. Den im Formular angegebenen Grund müssen Reisende bei Kontrollen gegebenenfalls mit zusätzlichen Dokumenten belegen können. Gründe sind z. B. unaufschiebbare familiäre Angelegenheiten, medizinische Notfälle oder berufliche Fahrten.

Touristische Aktivitäten sind hier nicht erfasst und daher ausgeschlossen. Hotels dürfen derzeit keine Urlauber aufnehmen. Wer in Frankreich übernachten will, sollte deshalb vorab mit der Unterkunft klären, ob dies möglich ist.

An den Grenzen ist generell mit verstärkten Kontrollen, Wartezeiten und gegebenenfalls Zurückweisungen zu rechnen.

Eine Liste mit häufig gestellten Fragen zum Thema Reisen und Grenzverkehr findet man auf den Internetseiten der Saarländischen Landesregierung*.

Sonderregelung für das Département Moselle:

  • Wer aus privaten Gründen (Berufspendler sind vorerst ausgenommen) aus Deutschland ins Département Moselle einreist, muss auch dann einen negativen PCR-Test vorlegen, wenn das Fahrtziel weniger als 30 Kilometer vom eigenen Wohnort entfernt liegt und der Aufenthalt in Frankreich unter 24 Stunden dauert.

  • Da die Bundesregierung das Département Moselle als Virusvarianten-Gebiet einstuft, müssen Reisende und Berufspendler, die nach Deutschland einreisen, besondere Test- und gegebenenfalls Quarantänebestimmungen beachten.

  • Zur besseren Abwicklung der Corona-Tests wurde bei Saarbrücken (Grenzübergang A6/Goldene Bremm) ein deutsch-französisches Testzentrum* eingerichtet. Dieses ist täglich zwischen 6 und 22 Uhr geöffnet. Berufspendler können im Testzentrum auch Online-Termine* vereinbaren.

  • Der grenzüberschreitende Nahverkehr mit Bus und Bahn ist seit 2. März eingestellt.

Wichtig für die Rückkehr aus dem Ausland nach Deutschland

In ganz Deutschland gilt eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Sie betrifft sowohl Flugreisende als auch Menschen, die mit Bahn, Bus oder Auto unterwegs waren.

Alle Flugreisenden müssen bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen – auch wenn sie aus Nicht-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. Ohne negativen Test ist kein Mitflug möglich. Die Regelung gilt voraussichtlich bis 12. Mai.

Alle Details zu Quarantäne und Testpflicht sowie zum digitalen Einreiseformular finden Sie hier. Ebenso alles Wichtige zur Einreise aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten.

Verschärfte Ein- und Ausreiseregeln für Österreich

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat ganz Österreich zum Risikogebiet erklärt. Davon ausgenommen sind die Gemeinde Jungholz und Mittelberg/Kleinwalsertal, die beide nur von Deutschland aus erreichbar sind. Das Bundesland Tirol gilt seit Sonntag, 28. März, nicht mehr als Virusvarianten-Gebiet.

Die Grenzen zu Österreich sind prinzipiell offen, die Regierung in Wien hat aber die Einreisebestimmungen verschärft. Wer nach Österreich fährt, muss generell einen negativen Covid-19-Test vorweisen. Zusätzlich ist eine 10-tägige Quarantäne einzuhalten. Dazu ist ein Quarantäne-Formular* (pdf) auszufüllen und bei der Einreise vorzulegen.

Sonderregeln gelten für Berufspendler und einen engen Kreis weiterer berechtigter Personen (z.B. Berufskraftfahrer). Auch der Transit ist weiterhin ohne Quarantäne möglich (kein Zwischenstopp!).

Alle Einreisenden müssen sich zudem online registrieren (Formular*). Dabei muss eine Adresse in Österreich vermerkt werden und möglichst angegeben sein, wie lange man im Land bleiben will. Hat man einen Covid-19-Test im Ausland absolviert, kann man ihn ebenfalls hochladen. Bei Kontrollen muss die Registrierungsbestätigung elektronisch oder ausgedruckt vorgezeigt werden.

Wer aus Österreich nach Deutschland will, muss die Regeln für Einreisende aus Risikogebieten beachten (siehe Kasten oben). Diese werden weiterhin stichprobenartig an den Grenzen kontrolliert. Verschärfte Kontrollen an den Grenzen zu Tirol gibt es aber nicht mehr.

Weitere Hinweise und Informationen gibt es hier:
Österreich in Corona-Zeiten: Das müssen Reisende jetzt wissen

Grenzen zu Dänemark für deutsche Urlauber geschlossen

Die Regierung in Kopenhagen hat Deutschland als Corona-Risikogebiet eingestuft. Personen mit Wohnsitz in Deutschland dürfen nur noch bei Vorliegen eines triftigen Grundes einreisen. Die Gründe müssen an der Grenze nachgewiesen werden. Urlaubsreisen nach Dänemark sind nicht mehr gestattet.

Als triftige Gründe gelten zum Beispiel berufliche Fahrten, der Besuch von Lebenspartnern beziehungsweise Angehörigen, die Teilnahme an Begräbnissen oder Reisen aus medizinischen Gründen. Eine Liste der triftigen Gründe und viele weitere Informationen zur Einreise findet man auf Englisch bei den dänischen Behörden*.

Auch bei Vorliegen eines triftigen Grundes ist bei der Einreise ein höchstens 24 Stunden alter negativer Covid-19-Test vorzulegen. Neben PCR-Tests werden auch Schnelltests anerkannt. Spätestens 24 Stunden nach der Einreise auf dem Land- oder Seeweg muss ein zusätzlicher PCR-Test vorgenommen werden. Darüber hinaus ist eine 10-tägige häusliche Quarantäne einzuhalten. Sonderbestimmungen gibt es u.a. für Berufspendler und im gewerblichen Verkehr.

Für Einwohner Schleswig-Holsteins gilt eine generelle Ausnahmeregelung: Diese dürfen einreisen, wenn sie einen triftigen Grund und einen negativen Corona-Test (PCR- oder Schnelltest) nachweisen, der nicht älter als sieben Tage ist. Mit einem höchstens 24 Stunden alten negativen Covid-19-Test (PCR- oder Schnelltest) dürfen sie auch dann nach Dänemark, wenn sie keinen triftigen Grund vorweisen können.

Reine Transitfahrten durch Dänemark bleiben hingegen erlaubt, wenn die Weiterreise ins Zielland sichergestellt ist oder die Reisenden nach Deutschland zurückkehren und zudem keine Krankheitssymptome aufweisen. Dies gilt auch, wenn man über Dänemark die Sylt-Fähre erreichen will. Hier finden Sie nähere Informationen* in englischer Sprache.

Urlaub im Ausland trotz Lockdown? Die wichtigsten Fakten

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, raten Bund und Länder eindringlich von nicht zwingend notwendigen Reisen bis auf Weiteres ab. Was gilt bei Reisen ins Ausland? Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands überhaupt möglich?

  • Für die meisten Länder gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

  • Reisen ins Ausland sind nicht ausdrücklich verboten. Angesichts der in Europa und weiten Teilen der Welt massiven Corona-Infektionswelle sollte sich aber jeder überlegen, ob ein Auslandsurlaub derzeit wirklich zwingend notwendig ist.

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber von sich aus Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt: Jeder Reisende ist selbst dafür verantwortlich, sich darüber zu informieren. Wartezeiten durch Grenzkontrollen und Zurückweisungen sind möglich.
    Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

  • Bei der Rückkehr nach Deutschland aus dem Ausland gelten Test- und Quarantäneregelungen.

Tschechien: Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat ganz Tschechien zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Die Bundesregierung führt deshalb bis auf Weiteres strenge Grenzkontrollen durch:

  • Einreisen dürfen prinzipiell nur noch deutsche Staatsbürger und Personen mit einem Aufenthaltstitel für Deutschland.

  • Bei der Einreise ist ein vorab durchgeführter negativer Corona-Test verpflichtend. Anschließend muss man sich in Quarantäne begeben.

  • Ausnahmen vom Einreiseverbot (aber nicht von der Testpflicht) gibt es für Berufspendler, die in systemrelevanten Branchen arbeiten. Welche Betriebe als systemrelevant definiert werden, entscheiden die deutschen Behörden: Dementsprechend stellen Arbeitsgeber individuelle Bescheinigungen aus, die an der Grenze vorzuzeigen sind. Die Pendler müssen sich täglich testen lassen.

  • Sachsen hat die Einreisemöglichkeiten für Berufspendler inzwischen erweitert. Während bislang Pendler in den Bereichen Medizin und Pflege sowie Nutztierhaltung und Güterverkehr trotz verschärfter Kontrollen einreisen konnten, betrifft das nun alle Branchen, die zur "Aufrechterhaltung der Betriebsabläufe unabdingbar" sind. Erleichterungen gibt es seit 17. März auch für Familien.

Für die Einreise nach Tschechien sind die Grenzübergänge prinzipiell geöffnet. Wegen des Lockdowns in Tschechien sind aber touristische Reisen bis auf Weiteres verboten. Erlaubt sind nur Fahrten aus triftigen Gründen.

Reisende, die einen triftigen Grund haben, müssen für die Einreise nach Tschechien ein Online-Formular* ausfüllen und einen negativen Covid-19-PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigen-Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) vorlegen. Ohne negativen Test muss man sich in Quarantäne begeben. Von der Testpflicht ausgenommen sind nur bestimmte Personengruppen (u.a. Lkw-Fahrer), und auch nur dann, wenn der Aufenthalt in Tschechien nicht länger als 24 Stunden dauert.

Polen: Negativer Corona-Test und Stichproben-Kontrollen

Die Einreise aus dem an die Bundeländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland ist seit 21. März aufgrund seiner Einstufung als Hochinzidenzgebiet nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

Der Test darf frühestens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein. Stationäre Grenzkontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien oder zum österreichischen Bundesland Tirol sind nicht geplant. Jedoch sind Stichproben hinter der Grenze (Schleierfahndung) möglich. Wer aus einem Hochinzidenz-Gebiet zurückkehrt, muss nach der Einreise umgehend in Quarantäne (Ausnahmen für Berufspendler).

Quarantäneregeln: Niederlande, Belgien und Polen

  • Wer in die Niederlande fährt, muss sich laut Information der niederländischen Regierung*

    in eine 10-tägige Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann auch in einer Ferienunterkunft verbracht werden. Berufspendler, kommerzielle Lkw-Fahrer und Personen, die aus triftigen Gründen in die Niederlande einreisen, sind von der Quarantänepflicht ausgenommen.

  • In Belgien müssen sich Reisende, die länger als 48 Stunden im Land bleiben, umgehend für mindestens sieben Tage in Quarantäne begeben und sich am 7. Tag des Aufenthalts in Belgien testen lassen. Sie erhalten eine SMS der belgischen Behörden, mit der sie zu einem Testzentrum gehen können.

  • In Polen gilt die 10-tägige Quarantänepflicht seit 30. März prinzipiell für alle Einreisenden. Bislang waren nur Personen betroffen, die per Bus, Bahn, Flugzeug oder Schiff nach Polen kamen. Von der Quarantäne ausgenommen sind Berufspendler, Berufskraftfahrer und Personen, die entweder eine Covid-19-Impfung nachweisen oder belegen können, dass sie eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben.

Weitere Einschränkungen im Grenzverkehr möglich

Angesichts steigender Coronavirus-Fallzahlen in den Nachbarländern schließt die Bundesregierung weitere Einschränkungen im Grenzverkehr von Seiten der deutschen Behörden nicht aus.

Mit Material von dpa.

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