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Coronavirus: Kontaktverbot/Ausgangssperren in Deutschland

Leerer Alexanderplatz in Berlin
Kaum Menschen auf dem Alexanderplatz in Berlin: Seit 23. März gelten bundesweite Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen ∙ © imago images/Xinhua

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder haben bundesweite Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beschlossen. Für einige Bundesländer gibt es zusätzliche Auflagen.

  • Menschen dürfen fast überall nur noch maximal zu zweit im öffentlichen Raum unterwegs sein

  • Fahrten zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben erlaubt

  • Bayern, Saarland und Sachsen haben erweiterte Regeln

Was ist verboten? Was ist erlaubt?

  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen aus dem gemeinsamen Haushalt gestattet.

  • Grundsätzlich sollen die Menschen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern, besser noch von zwei Metern zueinander halten.

  • Geöffnet bleiben Lebensmittelläden, Arztpraxen, Apotheken, Banken und Tankstellen.

  • Gastronomiebetriebe müssen bundesweit für das Publikum schließen. Essen abholen oder ausliefern für den Verzehr zu Hause bleibt aber möglich. Auch Friseure, Massagepraxen, Kosmetikstudios und die meisten sonstigen Geschäfte bleiben geschlossen.

Diese Maßnahmen sollen mindestens bis zum 19. April in Kraft bleiben. Kontrolliert wird die Einhaltung durch die Polizei.

Bei Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen drohen Bußgelder bis zu 25.000 Euro. Bei schweren Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz sind auch Freiheitsstrafen möglich.

Wichtiger Hinweis: Wie die Vorschriften ausgelegt werden, variiert zwischen den Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise dürfen auch Verwandte in gerader Linie (also z. B. Eltern und Kinder, Großeltern und Enkel) zusammen raus, auch wenn sie nicht denselben Wohnsitz haben. Wer wissen will, welche genauen Regelungen in seinem Bundesland gelten, kann diese auf den Internetseiten der Staatsregierungen der einzelnen Bundesländer einsehen.

Zusätzliche Regeln in Bayern, Sachsen, dem Saarland und Brandenburg

Bayern, Sachsen, das Saarland und Brandenburg haben weitere Maßnahmen beschlossen, die über die deutschlandweit geltenden Regeln hinausgehen:

  • In Bayern und Sachsen (vorerst bis 19. April) sowie im Saarland (bis mindestens 20. April) gelten zusätzlich zum Kontaktverbot strikte Ausgangsbeschränkungen: Das Verlassen des Hauses ist nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Triftige Gründe sind zum Beispiel Arztbesuche, Einkäufe und Wege zur Arbeit.

  • In Bayern dürfen zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten generell nicht zusammen in der Öffentlichkeit unterwegs sein. Sport, Spazierengehen und Bewegung an der frischen Luft bleiben aber gestattet (ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes). Autofahrten sind nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Im Falle einer Kontrolle müssen diese glaubhaft gemacht werden.

  • Auch in Brandenburg dürfen Personen, die nicht im selben Haushalt leben, nicht mehr zusammen in der Öffentlichkeit auftreten. Es gibt aber Ausnahmeregelungen, z.B. für Pflege- und Betreuungspersonal.

  • In Sachsen sollen sportliche Aktivitäten und Bewegung an der frischen Luft nur noch allein, mit Lebenspartnern oder Personen des eigenen Haushalts im Umkreis der häuslichen Umgebung erfolgen.

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Mit Material von dpa.

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