Autobahn A13 in der Schweiz wieder einspurig befahrbar

Die Schweizer Alpenroute über die A13 ist ab sofort wieder befahrbar. Die Sperre wegen Unwetterschäden ist aufgehoben
Die Schweizer Alpenroute über die A13 ist ab sofort wieder befahrbar. Die Sperre wegen Unwetterschäden ist aufgehoben© dpa/KEYSTONE

Die seit Ende Juni wegen schwerer Unwetterschäden gesperrte San-Bernardino-Route auf der A13 ist ab sofort wieder befahrbar. Doch Einschränkungen und Staugefahr bleiben. Aktuelle Infos zu Umfahrung und Ausweichrouten.

  • Sperre auf der A13 aufgehoben

  • Weiter Baustelle: Tempolimit und einspurig

  • Staugefahr weiter hoch

Nach den Unwetterschäden an der Schweizer Autobahn A13 kommen die Reparaturen schneller voran als anfangs geplant. Der Abschnitt zwischen Lostallo und Mesocco auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung ist daher seit Freitag, 5. Juli, 5 Uhr, wieder befahrbar.

A13: Einspurig in beiden Richtungen

Autoreisende müssen seit der Aufhebung der Autobahnsperre weiter Einschränkungen in Kauf nehmen: Der Verkehr rollt vorerst mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 bis 80 km/h und nur einspurig in beide Richtungen. Zweispurig sei die Autobahn wohl erst Ende dieses Jahres wieder in beiden Richtungen befahrbar, kündigte das Schweizer Bundesamt für Straßen (ASTRA) an.

Auf der A13 oberhalb von Lostallo war durch Unwetter ein etwa 200 Meter langes Stück zerstört worden. An einer Stelle war die gesamte vierspurige Fahrbahn von Wasser unterspült und brach ein. Die Alpenroute nutzen viele Urlauberinnen und Urlauber, die vom Bodensee in Richtung Italien fahren. Vor allem dann, wenn der Gotthard-Tunnel auf der A2 überlastet oder gesperrt ist.

A13: Umfahrungsmöglichkeiten

Auf der Ausweichroute über den Gotthard auf der A2 ist mit Staus zu rechnen© dpa/KEYSTONE

Autoreisende auf der Durchreise in Richtung Süden, die der Staugefahr auf der A13 entgehen möchten, können prinzipiell über die Gotthard-Route auf der A2 ausweichen. Aber auch diese Route ist stark befahren und besonders an den Wochenenden im Sommerreiseverkehr ist die Staugefahr vor dem Gotthard-Tunnel sehr groß. Am letzten Juni-Wochenende bildeten sich Staus von bis zu 13 Kilometer Länge.

Je nach Abfahrts- und Zielort bietet sich laut dem Touring Club Schweiz auch die Möglichkeit, eine der vielen Passstraßen zu verwenden. Als eine Alternative zur A13 steht die Passstraße über den Großen St. Bernhard zur Verfügung. Doch auch dort ist mit mehr Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Der Simplonpass, eine weitere Ausweichroute in der Westschweiz, ist seit 5. Juli wieder passierbar. Anhaltende Niederschläge hatten auf dem Streckenabschnitt zwischen Ried-Brig und Simplon-Dorf für einen Erdrutsch gesorgt. Deshalb war die Straße zeitweise gesperrt.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) weisen darauf hin, dass in den Zügen auf der Gotthard-Achse von Freitag bis Sonntag insgesamt 11.000 zusätzliche Sitzplätze gegenüber den anderen Wochentagen zur Verfügung stehen. Sollte die Nachfrage steigen, weil zum Beispiel mehr Ferienreisende auf die Bahn umsteigen, will die SBB darauf mit zusätzlichen Zügen reagieren.

Mit Material von dpa.