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- Auch Tiere müssen gesichert werden -

 Vierbeiner im Auto

Hund im Auto: Frei im Auto rumspringen ist tabu, weil der Fahrer massiv gestört werden kann. Und bei einem Unfall, wenn er durch den Innenraum geschleudert wird, ist nicht nur das Tier, sondern auch der Mensch extrem gefährdet. Auch er muss also in den Gurt oder die Box: Wir haben auf Vor- und Nachteile untersucht.
  • Schutzdecke

    Sie wird für den Transport auf der Rücksitzbank meist an den vorderen Kopfstützen fixiert. Preis ca. 50 Euro

    haken_grün_hintergrund_gelbSchutz vor Verschmutzung des Innenraums
    haken_grün_hintergrund_gelbTier kann nicht in den Fußraum fallen
    haken_grün_hintergrund_gelbNur bei leichten Kollisionen und beim Bremsen gewisser Verletzungsschutz
     
    haken_rot_hintergrund_gelbFahrzeuginsassen werden nicht geschützt
    haken_rot_hintergrund_gelbKein ausreichender Schutz für das Tier bei stärkeren Kollisionen
    haken_rot_hintergrund_gelbTier kann Fahrer stören oder Rettungspersonal behindern

  • Tiersicherheitssitz "Doggy Safe"

    Die Firma DoggySafe hat einen crashtestgeprüften Tiersicherheitssitz in der Bauweise eines Koffers entwickelt, der mit dem Sicherheitsgurt, aber auch sehr praktisch an den Isofix-Verankerungen auf dem Rücksitz befestigt werden kann. Das Tier (bis ca. 9 kg) wird darauf durch ein Geschirr beidseitig gesichert. Preis ca. 150 - 200 Euro.

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    Gute Sicherheit für Insassen und Tier, da Haltegurte für das Tier keine große Gurtlose erlauben.

    haken_grün_hintergrund_gelbTier kann Fahrer nicht stören
    System dient auch als Schlafplatz für das Tier in Hotel oder Pension
    Fahrzeugverschmutzung gering
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    Gute Abstützung für das Tier bei Fahrmanövern durch Kunststoffhalbschale

    haken_grün_hintergrund_gelbSehr einfache und feste Montage mit Isofix-Befestigung
     
    haken_rot_hintergrund_gelbetwas umständliche Befestigung im Fahrzeug mit Sicherheitsgurt
    haken_rot_hintergrund_gelbTier muss an Geschirr und geringen Bewegungsraum gewöhnt werden

  • Hunde-Sicherheitsgurt
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    Die Verletzungsgefahr für Insassen kann zumindest bei Geschirren mit hoher Festigkeit reduziert werden (z. B. breite Gurte mit Metallverschlüssen, crashtestgeprüft)

    haken_grün_hintergrund_gelbDas Tier kann nur soweit nach vorne geschleudert werden, wie die Gurtlänge es zulässt. Von Vorteil ist eine möglichst kurze und beidseitige Fixierung (z. B. Isofix-Haken, Firma EHV, Firma Doggy-Protect)
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    Leichte Handhabung

    haken_grün_hintergrund_gelbBreitere und gepolstere Gurte reduzieren die Belastungen auf den Brustkorb des Tieres
     
    haken_rot_hintergrund_gelbBei Fixierung am Sicherheitsgurt: Ein großer Bewegungsfreiraum kann Spitzenbelastungen auf den Körper des Tieres bewirken
    haken_rot_hintergrund_gelbBei schweren Kollisionen Verletzungsgefahr für das Tier und die Person auf dem Vordersitz  bei Aufprall auf die Vordersitzlehnen
    haken_rot_hintergrund_gelbGeschirre mit ungenügender Festigkeit (schmale Gurte und Kunststoffverschlüsse) können reißen
    haken_rot_hintergrund_gelbTier kann bei großem Bewegungsfreiraum Fahrer stören

  • Abtrennung im Fahrzeuginnenraum

    Die Fa. Kleinmetall hat anhand von Crashtests eine spezielle "raumhohe" Sicherheitsabtrennung entwickelt, die aus einem Geflecht flexibler Gurtbänder besteht. Sie wird unmittelbar hinter den Fahrzeugsitzen (z.B. hinter Fahrer/-Beifahrersitz) mit Hilfe der Sicherheitsgurte verankert. Das Tier sitzt hier frei beweglich auf der Rücksitzbank. Auch für Limousinen einsetzbar. Kosten bis ca. 350 Euro.

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    Stabiles Netzgitter, ein Vorschleudern des Tieres wird verhindert

    haken_grün_hintergrund_gelbVerletzungsrisiko für das Tier niedrig
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    Verwendbar auch in Pkws mit separatem Kofferraum

    haken_rot_hintergrund_gelbaufwendige Montage/Demontage
    haken_rot_hintergrund_gelbSitzplätze hinter der Abtrennung für Passagiere nicht mehr verwendbar

  • Trennnetz oder -gitter für den Laderaum

    Häufig werden Tiere hinter einer Laderaumbegrenzung in Kombis bzw. Schräghecklimousinen platziert. Leider ist jedoch bei vielen älteren Fahrzeugen die Stabilität der Rücksitzlehnen (vor allem geteilte Lehnen) noch nicht ausreichend. Aus diesem Grund sollten vorwiegend stabile Laderaumtrenngitter nach DIN (75410-2) verwendet werden, die vom Dachbereich bis zum Ladeboden reichen und eine stabile Verankerung aufweisen. Viele Fahrzeughersteller bieten ebenfalls eine Laderaumtrennung an. Für Fahrzeuge mit umlegbarer Rücksitzlehne/ca. 170-350 Euro.

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    Bei stabilem Laderaumbegrenzungsgitter ist eine zusätzliche Verletzungsgefährdung der Insassen nicht zu erwarten

    haken_grün_hintergrund_gelbTier kann Fahrer nicht stören und Rettungspersonal nicht behindern
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    Zusätzlicher Ladungssicherungsschutz

     
    haken_rot_hintergrund_gelbBei größerem Kofferraum (große Distanz zwischen Tier und Laderaumgitter) kann es zu einer Spitzenbelastung auf das Tier beim Aufschlag kommen
    haken_rot_hintergrund_gelbNetze und Gitter, die nicht stabil im Fahrzeug verankert sind, können das Durchschlagen von größeren Tieren nicht verhindern

  • Transportboxen

    Es gibt unterschiedlich große Transportboxen aus Kunststoff/Metall, die teilweise auch im Haus für den Hund als Schlafplatz verwendbar sind. Es ist jedoch notwendig, dass sich das Tier vor einer Fahrt an die Box gewöhnen kann. Kosten ca. 40 - 400 Euro.

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    Gute Sicherheit für das Tier, wenn Box (inklusive Tier) quer zur Fahrtrichtung direkt hinter der Rücksitzlehne (z.B. im Kombi) positioniert wird. Große Boxen müssen aber zusätzlich gesichert werden, da z. T. die Festigkeit der Sitzlehnen nicht ausreicht. Hierfür eignet sich ein stabiles Laderaumtrenngitter.
    Tipp: Sicherheitsgurte schließen, auch wenn niemand auf dem Rücksitz sitzt. Das erhöht ebenfalls die Stabilität der Lehne.

    haken_grün_hintergrund_gelbKleinere Boxen können auch sicher im Fußraum hinter den Vordersitzen untergebracht werden.
    haken_grün_hintergrund_gelbDas Tier befindet sich in seiner gewohnten „Schlafhöhle“ und ist von gewissen Fahreinflüssen von außen gut abgeschirmt (keine Nervosität beim Tier)
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    Tier kann Fahrer nicht stören und (nach einem Unfall) Rettungspersonal nicht behindern.

     
    haken_rot_hintergrund_gelbUmständlichere Handhabung (nur bei schweren Boxen)
    haken_rot_hintergrund_gelbGewisse Eingewöhnungsphase für das Tier
    haken_rot_hintergrund_gelbEigenstabilität der Boxen bei Sicherung ohne vordere Abstützung (z. B. auf dem Rücksitz) unzureichend

  • Gefahren und gesetzliche Vorschriften

    Nach § 23 der Straßenverkehrsordnung ist der Fahrer dafür verantwortlich, dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges durch die Ladung oder die Besetzung (auch Tiere) nicht beeinträchtigt wird. Bei Nichtbeachtung droht ein Verwarnungs- oder Bußgeld. Deshalb müssen folgende Aspekte beachtet werden:

    • Störung bzw. Gefährdung des Fahrers durch frei bewegliches Tier (Unfallgefahr)

    • Als Folge mögliche versicherungsrechtliche Probleme

    • Verletzungsrisiko für Insassen durch Aufprall des Tieres: Da bei einem Aufprall mit 50 km/h kurzzeitig das dreißigfache des Eigengewichtes auf den Körper wirken kann wird deutlich, dass auch Tiere vor der Gefahr des nach vorne Schleuderns geschützt werden müssen.

    • Eigensicherung des Tieres
      Gesetzliche Prüfvorschriften zu Sicherungssystemen für Tiere existieren nicht. Es ist aber bei der Auswahl von Produkten sinnvoll, auf eine Bestätigung zu Crashtests oder DIN-Prüfungen (DIN75410-2) zu achten. Jetzt auch auf dem Markt: Systeme, die zur Befestigung im Fahrzeug nicht die Sicherheitsgurte, sondern die (in neueren Fzg.-Modellen) serienmäßig vorhandenen Verankerungen für "Isofix"-Kindersitzsysteme nutzen.


  • Anbieter

    Der Handel bietet in entsprechenden Tier-Fachgeschäften sowie in Kauf- und Versandhäusern, teilweise auch in Baumärkten, unterschiedliche Sicherungssysteme an. Sie sind aber auch über Versandhändler zu beziehen. Hier einige dem ADAC bekannte Adressen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Stand 06/2015


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