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- Wohin mit dem alten Auto? -

Der Weg zum Autoverwerter


Am Straßenrand abstellen und hoffen, dass "Gras" drüberwächst? Der absolut verkehrte Weg. Abgesehen davon, dass diese Art der Abfallentsorgung ordnungswidrig ist: Nur zertifizierte Annahmestellen (das kann der Markenhändler gleich um die Ecke sein) bzw. Verwertungsbetriebe dürfen Altautos zur Verschrottung entgegennehmen.
  • Erlöse und Kosten

    Die umweltgerechte Entsorgung kostet Geld: Die Betriebe müssen pro Auto um die 100 Euro einkalkulieren – ggfs. noch mehr, wenn das Fahrzeug abgeholt werden muss. Andererseits hat fast jedes Fahrzeug noch einen Restwert – eben die Bauteile, die sich zur Wiederverwendung eignen und daher einen Marktwert besitzen. Der erzielbare Preis hängt, neben dem eigenen Verhandlungsgeschick, vom Fahrzeugmodell und dem Erhaltungszustand der am häufigsten nachgefragten Bauteile ab. 

    Abmeldeformalitäten erledigen die Betriebe auf Wunsch gleich mit, gleiches gilt für die Abholung (z.B. wenn Auto nicht mehr fahrbereit). Erkundigen Sie sich aber nach den Zusatzkosten! 

    Wo finde ich geeignete Firmen? Dank Internet kein Problem, z.B. unter dem Suchbegriff "Autoverwertung" (mit Angabe des gewünschten Ortes), ansonsten hilft auch ein Blick in die bekannten "Gelben Seiten" zum Telefonbuch. 


    Eine bundesweite Übersicht aller zertifizierten Verwerter finden Sie auf folgenden Internetseiten

    Altfahrzeugstelle

    Europäische-Autoverwerter 


  • Kostenlose Altfahrzeug-Rücknahme durch den Hersteller

    Ist kein Erlös für das Altfahrzeug zu erwarten, bietet sich die kostenlose Altfahrzeug-Rücknahme durch den Hersteller an. 

    Gesetzlich geregelt ist, dass seit dem 1. Januar 2007 sämtliche Hersteller und Importeure verpflichtet sind, Altfahrzeuge ihrer Marke kostenfrei zurückzunehmen. Die Abwicklung erfolgt in der Regel über die Vertragshändler. Informationen hierzu findet man auf den Internetseiten der Fahrzeughersteller/- importeure. 

    Die kostenlose Rücknahme gilt für Fahrzeuge der Klasse M1 (Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit höchstens acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz) oder N1 (Fahrzeuge zur Güterbeförderung mit einem Höchstgewicht bis zu 3,5 t). Davon ausgenommen sind Altfahrzeuge, bei denen wesentliche Bauteile oder Komponenten (z.B. Antrieb, Karosserieteile, Fahrwerk, Katalysator, elektronische Steuergeräte) entnommen worden waren. 

    Die Rücknahmepflicht gilt auch für Fahrzeuge mit ausländischer Zulassung, sofern diese innerhalb der Europäischen Union zugelassen waren. Voraussetzung ist aber, dass die Zulassungsdauer innerhalb der EU mindestens 4 Wochen betragen hatte.


  • Abmeldung
    Zur endgültigen Stilllegung sind der Zulassungsbehörde Verwertungsnachweis (ausgestellt vom zertifizierten Betrieb), polizeiliche Kennzeichen (Abschrauben nicht vergessen!) sowie Fahrzeugschein und -brief (bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I und II) vorzulegen.
  • Checkliste zur Auto-Entsorgung

    Ist davon auszugehen, dass für das Fahrzeug noch ein Erlös erzielt werden kann, ist folgende Vorgehensweise empfehlenswert: 


    • Verschaffen Sie sich einen Überblick über Verwerter in Ihrer Region.
    • Holen Sie bei mehreren Betrieben Preisangebote ein. Handeln Sie nach Möglichkeit bereits am Telefon den Preis aus, ggfs. einschließlich Abholung und Abmelde-Service.  
    • Fahrzeugbrief und -schein (bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I und II) bereithalten. Der Verwerter stellt dann den Nachweis über die umweltgerechte Entsorgung aus (zusätzlicher Bescheinigung anfordern, sofern Sie ihm Fahrzeugpapiere und Kennzeichen mit übergeben haben). Sollte der Autoverwerter Ihr Fahrzeug als "Gebrauchtwagen" (also nicht zur Verschrottung) ankaufen, dann unbedingt den üblichen schriftlichen Kaufvertrag (am besten den ADAC Musterkaufvertrag verwenden) abschließen! 


    Ist für das Fahrzeug kein Erlös mehr zu erwarten, empfiehlt sich die Nutzung der kostenlosen Altfahrzeug- Rücknahme durch den Hersteller.


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