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Führerscheinverlust im Ausland

05.07.2016

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Wer fährt, ohne den Führerschein bei sich zu haben, riskiert ein Bußgeld.

Wenn der Führerschein während eines Auslandsaufenthalts abhandenkommt, stellt sich für Autofahrer die Frage, was sie tun müssen. Ob gestohlen oder verloren – an diese Behörden können sich Betroffene wenden.


Wer seinen Führerschein im Ausland verloren hat, braucht das nicht der deutschen Botschaft oder dem Konsulat zu melden. Falls ein Diebstahl vorliegt, ist es dennoch ratsam, dies bei der örtlichen Polizei zur Anzeige zu bringen. 


Antrag am ständigen Wohnsitz

Einen Ersatzführerschein können Betroffene bei der Fahrerlaubnisbehörde an ihrem Wohnsitz - also erst nach ihrer Rückkehr - beantragen. Die deutsche Behörde erteilt bei Verlust oder Diebstahl einen vorläufigen Führerschein, der bis zur Ausstellung eines Kartenführerscheins gültig ist.


Wer ohne Führerscheindokument zurück nach Deutschland fährt, riskiert kein Strafverfahren wegen "Fahrens ohne Fahrerlaubnis" (§21 StVG). Denn der Führerschein dokumentiert nur das Bestehen einer Fahrerlaubnis, die auch nach dem Verlust bestehen bleibt. 


Bußgeld möglich

Allerdings kommt in Deutschland ein Verwarnungsgeld von zehn Euro in Betracht, da kein Führerschein vorgezeigt werden kann. Nach einem Diebstahl ist es daher empfehlenswert, die polizeiliche Diebstahlsanzeige mitzuführen, weil dann eventuell von einem Bußgeld abgesehen wird. 


Auch bei dem Passieren von Grenzen müssen Betroffene mit einem Bußgeld der jeweiligen Länder rechnen, weil kein Führerschein vorhanden ist.


Sonderfall: Wohnsitz im Ausland

Verliert ein Autofahrer mit Wohnsitz im Ausland seine deutsche Fahrerlaubnis außerhalb von Deutschland, gibt es zwei Möglichkeiten: Wohnt er in der EU oder in einem EWR-Mitgliedsstaat, stellt die Straßenverkehrsbehörde am jeweiligen Wohnsitz den neuen Führerschein aus. Dazu benötigt sie einen Nachweis über den Umfang der bisherigen deutschen Fahrerlaubnis. Diesen gibt es bei der Fahrerlaubnisbehörde, die den verloren gegangenen Führerschein ausgestellt hatte oder bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde des letzten ordentlichen Wohnsitzes in Deutschland.


Wohnt der deutsche Autofahrer in einem Drittstaat, ist für das Problem jede Fahrerlaubnisbehörde in Deutschland zuständig. 


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